Basketball

Phoenix Hagen verliert fahriges Spiel gegen Baskets Münster

Dominik Spohr, hier beim Zug zum Korb gegen die Uni Baskets Paderborn, kam wie die meisten seiner Mitspieler in Münster nicht in einen Rhythmus. Phoenix unterlag dem ProB-Ligisten 77:80.

Dominik Spohr, hier beim Zug zum Korb gegen die Uni Baskets Paderborn, kam wie die meisten seiner Mitspieler in Münster nicht in einen Rhythmus. Phoenix unterlag dem ProB-Ligisten 77:80.

Foto: Michael Kleinrensing

Münster/Hagen.  Schwacher Auftritt von ProA-Ligist Phoenix Hagen: Bei den WWU Baskets Münster unterliegt das Team von Chris Harris mit 77:80 nach Verlängerung.

Als unangenehm und gallig gelten die ProB-Basketballer der WWU Baskets Münster. „Wir gehen jedes Spiel aggressiv an“, hatte deren Aufbauspieler Jasper Günther noch in der Vorschau auf das Testspiel gegen den klassenhöheren ProA-Ligisten Phoenix Hagen gesagt. Und die Gäste aus der Volmestadt bekamen am Donnerstagabend in der Universitätsstadt zu spüren, dass die Münsteraner hinter ihren Aussagen stehen: Mit 80:77 (74:74, 43:43) gewannen Günther und Co. nach Verlängerung.

Phoenix-Trainer Harris ärgert die Anfangsphase

Es war eine fahrige und umkämpfte Partie, die bis in die Schlusssekunden völlig offen war. Phoenix-Cheftrainer Chris Harris regte sich nach Spielschluss aber vor allem über die ersten 15 Spielminuten auf. „Wir wollten den Ton angeben, aber haben überhaupt nicht das abgeliefert, was wir uns vorgenommen hatten. Wir waren unkonzentriert“, bemängelte Harris.

Das Spiel ging hin und her, gepunktet wurde wenig. Das Team, das davon profitierte, war Münster. „Sie haben sich gut gefühlt und sich immer mehr getraut“, sagte der Phoenix-Trainer, der auf den erkälteten Jermaine Bishop verzichten musste.

Hinzu kam, dass die Gäste ihre Schwierigkeiten mit den Unparteiischen hatten. Nachdem Phoenix-Kapitän Dominik Spohr ein Unsportliches Foul beging und den Pfiff des Schiedsrichters sarkastisch kommentierte, wurde er mit einem Technischem Foul bestraft. Das bedeutet eigentlich einen Feldverweis, aber die Trainer einigten sich, dass Spohr weiterspielen durfte.

Strittige Szene in der Schlussphase

Die Hagener verpassten es auch in der zweiten Hälfte, in einen Rhythmus zu kommen. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit setzte sich Phoenix nach vier Punkten von Topscorer Joel Aminu leicht auf 70:74 ab, aber Münster konterte zum 74:74. In der zweiminütigen Nachspielzeit führte Phoenix nach drei verwandelten Freiwürfen mit 74:77, doch nach einer strittigen Szene konnte Münster ausgleichen:

Der Breckerfelder Thomas Reuter täuschte einen Wurf von der Drei-Punkte-Linie an, und soll laut eines Schiedsrichters beim Versuch gefoult worden sein. „Münster traf dann noch einen Dreier, wir haben unkontrollierte Würfe genommen“, bedauerte Chris Harris, der resümierte: „Münster ist ein super Team, sie teilen sich den Ball, spielen physisch und wissen einfach, was sie tun. Aber man muss auch sagen, dass wir heute einfach nicht klug gespielt haben.“

Phoenix am Wochenende in Iserlohn

Am kommenden Wochenende stehen für Phoenix die Testspiele Nummer drei und vier an. Im Rahmen des traditionellen Noma-Cups spielt das Harris-Team am Samstag um 19.30 Uhr in der Matthias-Grothe-Halle gegen die gastgebenden Iserlohn Kangaroos. Im anderen „Halbfinale“ treffen die Eisbären Bremerhaven und die Giants Leverkusen aufeinander (16.30 Uhr). Die Partie um den dritten Platz steigt am Sonntag um 11 Uhr, das Finale wird um 14 Uhr ausgetragen.

Phoenix Hagen: Delaney (18), Cartwright (2), Giese (3), Haney (10), Zdravevski (5), Spohr (5), Aminu (19), Baumann (10).

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