Basketball

Phoenix Youngsters spazieren in die Bundesliga

Die Trainer Vid Zarkovic (links) und Tome Zdravevski (rechts) sowie 18 Youngsters-Korbjäger freuen sich in Trier über die Qualifikation für die Jugend-Basketball-Bundesliga. Foto:Thorsten Lönne

Die Trainer Vid Zarkovic (links) und Tome Zdravevski (rechts) sowie 18 Youngsters-Korbjäger freuen sich in Trier über die Qualifikation für die Jugend-Basketball-Bundesliga. Foto:Thorsten Lönne

Hagen/Trier.   Vier Spiele, vier Siege - für die Phoenix Youngsters war die JBBL-Qualifikation eine leichte Übung. Die BasketGirls Ruhr scheiterten knapp.

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Frust in Hagen, Freude in Trier! Während die BasketGirls Ruhr, eine Spielgemeinschaft aus TSV Hagen 1860 und AstroStars Bochum, beim Heimturnier in der Sporthalle Altenhagen die Qualifikation für die Weibliche Nachwuchs-Basketball-Bundesliga knapp verpassten, zogen die U16-Korbjäger der Phoenix Hagen Youngsters an der Mosel ganz souverän in die Jugend-Bundesliga ein.

JBBL-Qualifikation

Die Chancen der Phoenix Youngsters, sich nach den verlorenen Playdown-Spielen im März gegen Karlsruhe über das Qualifikationsturnier in Trier doch wieder das JBBL-Startrecht zu sichern, waren von vornherein sehr gut, denn von fünf Teilnehmern blieb nur einer auf der Strecke. Vid Zarkovic und Tome Zdravevski waren in der Überzeugung an die Mosel gereist, dass man nicht würde zittern müssen. Zumal das neue Trainerduo auf einen 18er-Kader zurückgreifen konnte.

Um dennoch nichts dem Zufall zu überlassen, reisten die Coaches am Samstag bereits in aller Frühe nach Trier, um die Gegner in den ersten beiden Partien ohne Hagener Beteiligung schon einmal zu studieren. In der Bundesliga Arena sahen sie zunächst einen deutlichen 94:26-Erfolg der gastgebenden Trierer gegen Hanau und danach einen 54:42-Sieg von Zuffenhausen gegen Mainz. Was darauf schließen ließ, dass die Youngsters gleich beim ersten Turnierauftritt gegen Trier den wohl stärksten Rivalen zu bespielen hatten.

Phoenix Youngsters - Young Gladiators Trier 72:56 (39:29). Es begann wie erwartet, das erste Viertel (22:21) war eine enge Angelegenheit. „Ein Auftaktspiel ist immer schwierig“, so erklärte Zdravevski die leichten Anlaufschwierigkeiten. Aber schon im zweiten Abschnitt wurde es besser. Aufbauend auf eine nun intensivere Verteidigung setzten sich die Youngsters mit einem 11:0-Lauf ab.

Nach dem Seitenwechsel konnten die Gastgeber noch einmal auf 43:39 verkürzen, aber mit einigen Umstellungen in der Abwehr sowie guten Offensivaktionen zog Phoenix bis zum Ende des dritten Viertels wieder davon (60:46) und ließ im Schlussabschnitt nichts mehr anbrennen. Unter dem Strich war es ein Turnierauftakt nach Maß.

ASC Theresianum Mainz - Phoenix Youngsters 30:83 (13:49). Schnell wurde klar, dass die Youngsters gegen einen körperlich unterlegenen Gegner keine Probleme bekommen würden. Frische Kräfte von der Bank zeigten eine gute Abwehrarbeit, offensiv wurde der Ball viel bewegt. Nach der Halbzeit hielten die Hagener den Druck weiter hoch, allein einige Schwächen in der Offensive verhinderten einen noch höheren Sieg.

Phoenix Hagen Youngsters - TG Hanau Junior White Wings 83:35 (45:24). Im ersten Sonntagsspiel starteten die Youngsters konzentriert, zeigten viel Zug zum Korb und bereiteten dem Gegner mit guter Verteidigung schon beim Ballvortrag große Probleme. Besonders bejubelt wurden die ersten Punkte im Phoenix-Trikot des lange verletzten Lars Opitz.

Zuffenhausen 89er - Phoenix Hagen Youngsters 30:114 (14:59). Das Beste zum Schluss: Nach dem höchsten Turniersieg, der zeitweise einer Demonstration glich, traten die Youngsters die Heimreise an. „Wir haben noch eine Menge Arbeit bis zum Saisonstart, ich bin aber sehr stolz darauf, wie schnell das Team zusammengefunden hat“, bilanzierte Coach Vid Zarkovic.

Phoenix Youngsters: Iloanya (15 Punkte gegen Trier/7 gegen Mainz/6 gegen Hanau/13 gegen Zuffenhausen), Orthen (0/6/-/5), Hinske (6/11/-/8), Lönne (18/15/4/22), Philipp (3/2/-/16), Zajic (15/10/14/9), Maida (5/4/-/13), Nowak (5/12/14/18), Trettin (0/5/8/4), Pavljak (5/-/-/-), Springer (0/-/10/0), Stanek (0/2/2/-), Dikilitas (-/7/9/-), Uhlenbrock (-/-/0/-), Mingaz (-/2/6/-). Pauli (-/-/8/4).

WNBL-Qualifikation

Bei der Qualifikation zur Weiblichen Nachwuchs-Bundesliga in der Sporthalle Altenhagen traten nur drei Teams an, die um einen freien WNBL-Platz kämpften. Die BasketGirls Ruhr aus Hagen und Bochum waren dem Turniersieg ganz nahe - am Ende fehlte ein einziger Korb.

BasketGirls Ruhr - Capitol Bascats Düsseldorf 63:36 (35:18). Zwei Auftaktdreier von Helena Birtner kündigten an, dass sich die Gastgeberinnen viel vorgenommen hatten. Jill Kortenacker schraubte den Vorsprung in der fünften Minute ebenfalls per Dreier auf 18:5. Nach der Pause führten die BasketGirls zeitweise mit 30 Punkten. „Die Defense war gut, damit haben wir das Spiel gewonnen“, lobte Ruhr-Coach Stefan Schulte-Bausenhagen, „Im Eins-gegen-Eins hatten die Düsseldorferinnen keine Chance.“ Um seinem Team mit in die Mittagspause zu geben: „Die gleiche Intensität brauchen wir nachher auch im Spiel gegen Marburg.“

BasketGirls Ruhr - Junior Dolphins Marburg 47:49 (25:27). Ab dem 8:8 liefen die BasketGirls im „Endspiel“ einem Rückstand hinterher. Dabei hatten die Dolphins, gefühlt einen Kopf größer im Schnitt und ein Jahr älter, zuvor gegen Düsseldorf „nur“ mit elf Punkten gewonnen.

„Es ist uns nicht gelungen, das durchzusetzen, was wir uns vorgenommen hatten“, war nicht nur Coach Schulte-Bausenhagen am Ende enttäuscht, „und wir haben zu viele leichte Ballverluste gehabt.“ Nur noch einmal, zum 31:31, konnten die BasketGirls ausgleichen, dann zog Marburg auf 45:37 davon. Mit großem Kampfgeist kamen die Gastgeberinnen noch einmal auf Tuchfühlung heran, am Ende fehlte ein Quäntchen Glück.

BasketGirls: Vorkäufer (3 Punkte gegen Düsseldorf/0 gegen Marburg), Perlick (9/6), Neuhaus (6/0), Suveyzdis, Reif (2/0), Behr, Kortenacker (6/1), Czerkawski (10/12), Mooshage (6/7), Birtner (13/18), Röspel (4/2), Krüsmann (0/1).

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