Deutsche Meisterschaften

Rettungsschwimm-DM ist Kraftakt für Hagener DLRG

Wie schon vor zwei Jahren kommen Deutschlands beste Rettungsschwimmer nach Hagen.

Wie schon vor zwei Jahren kommen Deutschlands beste Rettungsschwimmer nach Hagen.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.  Kurzfristig für Hannover eingesprungen: Die Ausrichtung der deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen ist ein Kraftakt für Hagens DLRG.

Deutsche Meisterschaften mit 1200 Teilnehmern - das bedarf akribischer und langfristiger Vorbereitung. Die hatte der DLRG Bezirk Hagen/Ennepe-Ruhr nun wirklich nicht, der am Wochenende die 47. nationalen Mehrkampf-Meisterschaften im Rettungsschwimmen im Westfalenbad ausrichtet. Denn ganz kurzfristig sprangen die Hagener für den eigentlichen Austragungsort Hannover ein. „Es ist schon ein ziemlicher Kraftakt, in knapp vier Wochen diese Meisterschaften aus dem Boden zu stampfen“, sagt die stellvertretende Bezirks-Vorsitzende Bärbel Brünger.

Erst im September wurde in Hannovers Stadionbad ein dringender Sanierungsbedarf festgestellt, deshalb suchte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) kurzfristig einen neuen Austragungsort. Und kam auf Hagen, weil die schnellsten Rettungsschwimmer Deutschlands bereits 2017 im Westfalenbad um die Titel kämpften. „Viele Standorte haben gesagt, wir kriegen das nicht hin“, weiß Bärbel Brünger, „wir haben das mit der Erfahrung von vor zwei Jahren dagegen zugesagt. Und sind jetzt ganz schön am Rödeln.“ Das Hagener Engagement würdigte DLRG-Präsident Achim Haag bereits. „Wir sind froh, dass das Westfalenbad an dem Wochenende zur Verfügung stand und der DLRG Bezirk Hagen/Ennepe-Ruhr direkt alle Kräfte mobilisiert hat, um die Meisterschaft doch noch durchführen zu können“, erklärte er, der Wettkampf sei für viele junge Rettungsschwimmer der sportliche Höhepunkt des Jahres. Dessen Ausfall wäre „sehr schmerzlich für die Teilnehmer wie auch für den Verband“ gewesen.

Einstimmig für Hagen votiert

Nachdem geklärt war, dass es neben einer Schwimmhalle mit 50-Meter-Becken auch genügend freie Übernachtungsmöglichkeiten im Umfeld gibt, hatten sich alle 18 DLRG-Landesverbände für die Verlegung der deutschen Meisterschaften der Rettungsschwimmer nach Hagen ausgesprochen. Dort machte man sich mit vielen Ehrenamtlichen umgehend an die Arbeit. „Zwar blieb keine Zeit mehr, ein Rahmenprogramm und eine Party für die Teilnehmer zu organisieren, aber auf einen Wettbewerb unter tollen Bedingungen und in schöner Atmosphäre dürfen sich die Sportler freuen“, sagte der Bezirks-Vorsitzende Carsten Fröse. Die etwa 1200 erwarteten Teilnehmer hätten sich um Übernachtung und Transport selbst gekümmert, ergänzte Bärbel Brünger: „Wir konnten da nicht den Full Service bieten.“ Wenigstens Mittagessen in der nahen Krollmann Arena könne man aber anbieten, sagte die stellvertretende Bezirks-Vorsitzende, die die Unterstützung der Stadt hervorhob. Insgesamt rund 100 Ehrenamtliche aus der Region helfen, die Vorbereitungen und Durchführung der Veranstaltung zu stemmen.

Mannschafts- und Einzelwettbewerbe

Diese beginnt am Samstag zunächst mit den Mannschaftswettbewerben. Tags darauf kämpfen die Rettungsschwimmer auf den Einzelstrecken um Medaillen und Punkte in der Gesamtwertung. Neben den Mehrkampfsiegern in Einzel- und Mannschaftsdisziplinen werden auch die besten Vereine und der stärkste DLRG-Landesverband ermittelt. Die Wettbewerbe laufen am Samstag von 8.30-18.30 Uhr und am Sonntag von 8-17 Uhr. Für den DLRG-Bezirk Hagen/Ennepe-Ruhr startet kein Aktiver, zwei junge Hagener aus der heimischen Ortsgruppe allerdings sind doch aussichtsreich dabei: Die Zwillinge Frederik und Jannis Bärenfänger (AK12), die im Beckenschwimmen auch für den SV Hagen 94 erfolgreich aktiv sind, starten bei den Rettungsschwimmer-Meisterschaften für die DLRG-Ortsgruppe Westhofen-Garenfeld. „Die können vom Schwimm-Training gar nicht genug bekommen“, weiß Bärbel Brünger.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben