2. Bundesliga

Rollentausch: Jetzt trifft Phoenix Hagen auf Seriensieger

Beim Hinspiel gegen die PS Karlsruhe Lions  hatte es Phoenix-Guard Kris Davis daheim gegen Kahron Ross, Orlando Parker und Maurice Pluskota (von rechts) schwer, am Freitag in Karlsruhe wird die Aufgabe nicht leichter.

Beim Hinspiel gegen die PS Karlsruhe Lions hatte es Phoenix-Guard Kris Davis daheim gegen Kahron Ross, Orlando Parker und Maurice Pluskota (von rechts) schwer, am Freitag in Karlsruhe wird die Aufgabe nicht leichter.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Zuletzt war Phoenix das „heißeste“ ProA-Team, jetzt ist es Karlsruhe. Und dort tritt Phoenix - hoffentlich wieder mit Kapitän Spohr - Freitag an.

Vor Wochenfrist - vor der 79:81-Niederlage gegen Ehingen - wurden sie noch als „heißestes“ ProA-Team apostrophiert, als solches wurde Basketball-Zweitligist Phoenix Hagen nun von den PS Karlsruhe Lions abgelöst. Nächster Klub, der die nun sieben Spiele andauernde Siegesserie der badischen Löwen beenden kann, sind wiederum die Hagener. Es wird allerdings eine höchst schwierige Aufgabe für das Team von Phoenix-Cheftrainer Chris Harris am Freitag um 19.30 Uhr in Karlsruhes Europahalle - nach langer Anreise m Spieltag durchs verschneite Deutschland. Nicht nur, weil die Lions den Hagenern nicht liegen und in direkten Duellen bisher stets siegten. „Das wird superschwer. Wie Karlsruhe spielt, das sieht teilweise wie ein Bundesliga-Team aus“, sagt Harris, der vor einigen Wochen noch Co-Trainer in Deutschlands Eliteklasse war.

83:100, 63:77, zuletzt 87:94 im Hinspiel der laufenden Saison: Es gibt nur ein aktuelles ProA-Teams, das Phoenix auch in drei Spielen noch nicht schlagen konnte - eben jene Karlsruher, bei denen das Harris-Team nach der ersten Niederlage unter dem neuen Coach am Freitag gastiert. Dabei sind die Wege beider Playoff-Aspiranten vergleichbar. Auch die Lions starteten schwach, gewannen sogar nur zwei - eines davon am Ischeland - ihrer ersten neun Spiele, wechselten dann den Trainer aus. Und starteten danach unter dem neuen Coach, dem slowakischen Nationaltrainer Ivan Rudez, eine Siegesserie. Ein Sieg fehlt noch, um die von Phoenix vorgelegte Serie von acht Erfolgen zu erreichen.

Dabei legte der ambitionierte Vorjahres-Halbfinalist personell gleich mehrfach nach: Der letztjährige Liga-Topscorer Davonte Lacy war schon in Hagen dabei und ist auch in Karlsruhe bester Werfer, zuletzt wurde mit dem Franzosen Carl Ona Embo ein weiterer Guard nachverpflichtet. In der aktuellen Zehner-Rotation sind so gleich fünf Importspieler, mit Lacy, Spielmacher Kahron Ross sowie Orlando Parker und Cyrus Tate stehen vier US-Amerikaner im Lions-Kader. Center Maurice Pluskota, Kapitän Dominique Johnson, Filmore Beck und Roland Nyama tragen die deutschen Minuten bei. „Die sind unfassbar athletisch mit viel spielerischer Qualität, die heißeste Mannschaft der Liga eben“, sagt Harris, während Geschäftsführer Patrick Seidel von einem „bockstarken Team“ spricht: „Da sind sehr viele Zocker auf dem Feld, auf die wir bisher nie Zugriff bekommen haben. Auf dem Papier sind wir da nicht unbedingt Favorit.“

Jasper Günther fehlt noch

Ein Leistungssteigerung gegenüber dem Ehingen-Spiel sei notwendig, sind sich die Phoenix-Verantwortlichen einig. „Gegen die schmächtigen Ehinger Jungs haben wir den Rebound abgegeben, das hatte mit Einstellung zu tun“, sagt Harris, „in Karlsruhe müssen wir viel mehr Energie aufs Feld bringen, damit wir den Rebound kontrollieren und keine zweiten Chancen zulassen.“ Während Jasper Günther noch fehlt, soll dabei Kapitän Dominik Spohr nach Möglichkeit wieder helfen. „Wir haben Hoffnung“, sagt Harris, „aber ob die Schulter hält, werden wir am Freitag entscheiden.“ Da die Doppellizenzler Emil Loch (Sprunggelenksverletzung) und Max Fouhy, bei dem ein Cut über dem Auge mit drei Stichen genäht wurde, nicht einsatzfähig sind, reist Phoenix mit kleinem Kader nach Karlsruhe. Allenfalls Jonah Bredt könnte mitfahren, falls Spohr doch ausfällt.

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