Fußball

SC Berchum/Garenfeld setzt sich die Krone auf

Jubelfoto schon vor dem Saisonstart; Der SC Berchum/Garenfeld gewinnt das Fritz-Selve-Turnier um den Orosol-Cup.

Jubelfoto schon vor dem Saisonstart; Der SC Berchum/Garenfeld gewinnt das Fritz-Selve-Turnier um den Orosol-Cup.

Foto: Fabian Sommer

Garenfeld.  Der SC Berchum/Garenfeld gewinnt das Fritz-Selve-Turnier, Westfalenligist SV Hohenlimburg 10 muss sich mit Rang vier begnügen.

Der Sieger des diesjährigen Fritz-Selve-Turniers lautet SC Berchum/Garenfeld. Die Bezirksliga-Fußballer des Gastgebers setzten sich im Finale gegen den klassenhöheren BSV Menden verdient mit 4:1 (2:1) durch und setzten einer starken Turnierleistung damit die Krone auf. Westfalenligist SV Hohenlimburg musste sich mit dem vierten Platz zufrieden geben, unterlag gegen Landesligist Borussia Dröschede im „kleinen“ Finale mit 1:5 (1:1).

Die Garenfelder um ihren neuen Chefcoach Fabian Kampmann spielten während der Vorbereitung erfrischenden Fußball und setzten ihre Gegner während des Turniers mit aggressivem Gegenpressing von Beginn an unter Druck. „Das Finale war gut, der Rest war ordentlich“, dämpfte Kampmann nach dem Finalsieg über den BSV Menden erst einmal die Erwartungen. Aber dann ließ er sich trotzdem lobende Worte entlocken: „Es sind viele Sachen, die die Jungs sehr gut umsetzen, sie sind bisher auf einem guten Weg. Wir müssen aber vor dem gegnerischen Tor noch konsequenter werden. Wir wollen jetzt weiter arbeiten und uns weiter entwickeln.“ Am ersten Turniertag musste bereits der Landesligist aus Dröschede dran glauben, der mit „dem Pressing arge Probleme hatte“, so wie es Trainer Dragan Petkovic formulierte. Gegen die die klassengleichen Sportfreunde Hüingsen stand ebenfalls ein verdienter 2:0-Sieg zu Buche.

Die Hohenlimburger haben sich als Westfalenligist deutlich unter Wert verkauft, aber das Team von Cheftrainer Michael Erzen trat auch ohne Stammspieler wie Danilo Labarile, Murat Kaya, Vincenzo Porrello, oder Nick Träptau an. Spielertrainer Marco Polo sah nur begrenzte Einsatzzeit, Saffet Davulcu war nur am ersten Tag anwesend. „Wir spielen jedes Mal mit einer anderen Elf, ob es Urlaub oder Verletzungen sind. Daher verzeihe ich einige Fehler, aber in der Höhe dürfen wir so nicht gegen Dröschede verlieren“, sagte Zehner-Coach Michael Erzen nach der 1:5-Pleite. Insgesamt sei sein Team „schwer ins Turnier reingekommen“, habe sich dann gesteigert, doch die Niederlage gegen Dröschede hätte zumindest in der Höhe nicht sein dürfen. Gegen den BSV Menden gelang den Zehnern erst spät in der allerletzten Minute durch Kai Gottesbüren der 1:1-Ausgleich, danach zeigten die Zehner gegen den Bezirksligisten Geisecker SV beim 2:0 eine deutliche Steigerung.

Finale: SC Berchum/Garenfeld – BSV Menden 4:1 (2:1). Der Gastgeber startete furios und zwang den ambitionierten

Landesligisten durch aggressives Pressing im Spielaufbau durchgehend zu Fehlern und langen Bällen. Die Führung erzielte der spätere Torschützenkönig des Turniers, Nicolas Külpmann, in der 14. Minute nach einem misslungenen Rückpass der Sauerländer. Der Ausgleich des BSV nach 28 Minuten war gleichzeitig der erste und für lange Zeit einzige Torschuss für die Mendener. Nach einer exzellenten Vorarbeit von Youngster Luca Becker legte Daniel Wanderer den Ball quer auf Külpmann, der vor dem gegnerischen Torhüter nur noch „Danke“ sagen musste. Zur Halbzeit hätte es aber durchaus 4:1 stehen können, denn Külpmann hatte noch zwei weitere Gelegenheiten, genauso wie Daniel Wanderer und Kevin Noschka (22./27./28./30.).

Keine 50 Sekunden nach dem Seitenwechsel erhöhte der stark aufspielende Becker auf 3:1, indem er die Kugel am Rande des Fünfmeterraums über den gegnerischen Torwart hob. Nach weiteren Großchancen durch Wanderer, Pietrzinski und Marcel Grzondziel (53./60./78.) erhöhte Külpmann per Dreierpack auf 4:1 (82.), Becker hatte eine weitere Großchance auf dem Fuß. Spielerisch war während der 90 Minuten kein Klassenunterschied erkennbar, die Mendener waren mit dem 1:4 aufgrund der unzähligen Garenfelder Chancen sogar gut bedient.

Kader SC Berchum/Garenfeld: Hollmann, Becker, Koblitz, Külpmann, Zuhmann, Grzondziel, Kunz, Rüster, Wanderer, Deuerling, Huber, Pietrzinski, Nickel, Schürholz, Amstutz, Noschka.

Spiel um Platz 3: SV Hohenlimburg 1910 – FC Borussia Dröschede 1:5 (1:1). Die Zehner kamen relativ gut in die Partie

und versuchten, das Spiel im Mittelfeld zu kontrollieren und ließen bis auf eine gute Gelegenheit, die Torhüter Alexander Klur entschärfte, auch kaum Möglichkeiten zu. Allerdings fehlte es in der Nähe des gegnerischen Strafraums an Kreativität und dem bekannten letzten Pass. So war es symbolisch für das Spiel der Zehner, dass Toni Porrello die 1:0-Führung per direktem Freistoß besorgte (25.). Neun Minuten darauf leistete sich Verteidiger Jan Kauermann einen Patzer, den Dröschede unmittelbar mit dem ersten Gegentreffer bestrafte. Nach der Pause deutete erst einmal nichts auf einen Sturmlauf der Iserlohner hin, dieser begann erst nach 59 Minuten mit dem Treffer zum 2:1 aus FC-Sicht. Die Zehner wollten zunehmend mehr in die Waagschale werfen, ließen sich dabei aber clever auskontern. Die weiteren Tore erzielte die Borussia in den Minuten 71, 74 und 86 und brachte Alexander Klur damit zur Weißglut, der an den Gegentoren die geringste Schuld hatte.

Kader SV Hohenlimburg 10: Klur, Jacoby, Polo, Schakat, Weiß, Ludwig, Oltersdorf, Hryn, Ulusoy, Kauermann, Höltke, Eickelmann, Saffet Davulcu, Toni Porrello, Gottesbüren.

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