Fußball

Schiedsrichter verderben SpVg. Hagen 11 beim Derby die Laune

Sie schenken sich auf dem Feld nicht: Yunus Özalp (rechts, SV Hohenlimburg) und Elfer-Kapitän Gaetano Manno beim ersten Westfalenliga-Derby der beiden Nachbarn..

Sie schenken sich auf dem Feld nicht: Yunus Özalp (rechts, SV Hohenlimburg) und Elfer-Kapitän Gaetano Manno beim ersten Westfalenliga-Derby der beiden Nachbarn..

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen.  Im ersten Westfalenliga-Derby zwischen SV Hohenlimburg und Hagen 11 geht es hoch her. Am Ende sorgt ein Youngster für den umjubelten Siegtreffer.

Es war ein Fußball-Derby, welches den Namen verdiente. In einem heiß umkämpften Westfalenliga-Duell behielten die Hausherren des SV Hohenlimburg 1910 am Ende die Oberhand und setzten sich mit einem knappen 2:1 (0:0)-Sieg gegen den Aufsteiger SpVg. Hagen 11 durch.

Bei hohen Temperaturen ging es auch auf dem Feld hoch her, acht Gelbe Karten verteilte Schiedsrichter Johannes Liedtke im Laufe der Partie. Vor allem Hagens Tim Bodenröder wurde von den Hohenlimburgern um Kapitän Danilo Labarile immer wieder angegangen. Eine Tatsache, die auch nach dem Spiel bei Elfer-Coach Stefan Mroß für Aufregung sorgte: „Das kann nicht sein. Die Schiedsrichter müssen die Spieler schützen. Tim wird acht Mal zum Teil sehr hart angegangen, bis überhaupt mal eine Karte kommt. Das kann einfach nicht sein.“

Mroß kritisiert Schiedsrichter

Und auch sonst haderte der Trainer der Spielvereinigung mit Schiedsrichter Liedtke und seinen Assistenten: „Bei jeder Entscheidung, die vielleicht 50:50 war, wurde gegen uns entschieden. Da hätte ich mir eine klarere Linie gewünscht.“

Dabei starteten die Elfer in der fünften Spielminute mit einem Lattenschuss in die Partie. Und begegneten den favorisierten Hohenlimburgern auf Augenhöhe. Obwohl mit Berkant Canbulut weiterhin ein hochkarätiger Zugang fehlte.

Doch während die erste Hälfte trotz eines intensiv geführten Spiels ohne Tore verlief und die Mannschaften sich erst einmal abtasteten, brachte der zweite Durchgang den 300 Zuschauern mehr Action. Nach einer hohen Hereingabe der Hohenlimburger sprang der Ball Elfer-Verteidiger Cagatay Demirtas im Sechzehner an die Hand. Zum Ärger der Gäste aus Emst entschied das Schiedsrichter-Gespann auf Elfmeter. Zehner-Kapitän Labarile verwandelte den Strafstoß in die rechte untere Ecke. 1:0 für die Hausherren (53.).

Doch die Elfer ließen den Kopf nicht hängen. Schon fünf Minuten später gelang Niklas Wilke auf der Gegenseite per Kopfballtor der 1:1-Ausgleich. Und das Spiel nahm noch weiter an Fahrt auf. Zudem bewies Zehner-Trainer Michael Erzen die richtige Idee, wie sich zeigen sollte.

Youngster sorgt für den Siegtreffer

In der 75. Minute wechselte er den erst 19-Jährigen David Bernsdorf in die Partie ein. Und der Neuzugang sorgte schon zwei Minute später für den viel umjubelten Treffer zum 2:1. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß gelang Hohenlimburgs Labarile eine Hereingabe, bei der die Gäste vom Lohe den Ball schon im Aus wähnten. Bernsdorf schob aus kurzer Distanz an Keeper Benedikt Mroß vorbei. „Das ärgert mich maßlos, weil es einfach eine Unachtsamkeit ist, vor der ich vorher gewarnt habe“, resümierte ein verärgerter Trainer Mroß und ergänzte: „Das ist halt der Unterschied eine Liga höher. In der Landesliga wäre der vielleicht im Aus. Aber in der Westfalenliga ist da Einer, der den Ball unbedingt haben will und ihn noch von der Linie kratzt.“

Wie schon bei ihrem Westfalenliga-Auftakt kämpften die Elfer trotz des Rückstandes bis zur letzten Minute, konnten sich durch den eingewechselten Wilke und Kapitän Gaetano Manno zwar immer wieder vor das Tor der Gäste spielen, aber am Ende reichte es doch nicht für den ersten Punktgewinn in der neuen Liga. Für die Hohenlimburger hingegen geht nach dem Auswärtssieg in Lennestadt die Erfolgsserie weiter. „Wir haben in der zweiten Halbzeit Vollgas gegeben und uns auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Da bin ich sehr stolz drauf, manchmal kommt ja nach einem Gegentor ein kleiner Knick, aber der war dieses Mal absolut nicht da“, war Zehner-Coach Erzen nach der Partie rundum zufrieden.
SV Hohenlimburg:
Klur; Eickelmann (83. Davulcu), Höltke, Davulcu, Porrello (75. Bernsdorf), Gottesbüren, Jacoby, Mermer (65. Schikora) , Matuszak (81. Nezir), Labarile, Özlap.
SpVg. Hagen 11:
Ester (55. Mroß); Ropiak, Tupalla (72. Vormann), Manno, Fischer, Bodenröder (85. Marrano), Hengesbach, Sarisoy (46. Wilke), Tucholski, Demirtas, Dialundama.

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