Kanupolo

Schüler des KC Wetter verteidigen Meistertitel im Kanupolo

Spieler des KC Wetter bei der Deutschen Meisterschaft im Kanupolo.

Spieler des KC Wetter bei der Deutschen Meisterschaft im Kanupolo.

Foto: KC Wetter

Wetter.  Das Schülerteam des KC Wetter siegt bei der Deutschen Meisterschaft in Brandenburg. Kanupolo-Trainer Mark Terstegge verrät das Erfolgsgeheimnis.

„Was soll da noch kommen?“, fragte sich Trainer und Kanupolo-Spieler Mark Terstegge, nachdem das Schüler-Team des KC Wetter in der vergangenen Saison die Deutsche Meisterschaft gewonnen hatte. Doch die jungen Sportler aus Wetter konnten ihren Erfolg am Wochenende noch mal toppen und ihren Titel verteidigen. „Das ist ja fast noch größer, als das erste Mal zu gewinnen. Das ist ein Riesenerfolg“, sagt Mark Terstegge stolz.

Nervosität ablegen

Die Schüler sind bei dem Turnier in Brandenburg ihrer Favoritenrolle gerecht geworden, haben sich souverän ins Finale gekämpft. „Erst da wurde es dann etwas knapper“, berichtet Mark Terstegge, der selbst für die Herrenmannschaft des KC Wetter aktiv ist. Sein Team hat in Brandenburg den Aufstieg in die LK drei geschafft. Dieses Ziel war den KC-Sportlern schon vor dem Finalspiel sicher. Weil ebenfalls das Finale der Schüler anstand, entschied sich Mark Terstegge dazu, nicht selbst am Finale teilzunehmen. Denn er wollte die jungen Sportler unterstützen, und sie gemeinsam mit seiner Frau, der Schüler-, Jugend- und Damen-Trainerin Stefanie Terstegge, bei dem wichtigen Spiel begleiten. „Die Tore sind dann erst nicht so gefallen wie geplant. Wir hatten drei oder vier Treffer gegen den Pfosten, dann hat der Torwart gut gehalten. Wir hatten am Anfang nicht so viel Glück, lagen sogar zeitweise 0:1 hinten“, berichtet Mark Terstegge.

Beim amtierenden deutschen Meister-Team stiegen Druck und Nervosität an. Doch die jungen Sportler aus Wetter haben nicht aufgegeben, sondern weitergekämpft. So konnten sie mit einer 2:1-Führung in die Pause gehen. „Da ist dann endlich die Nervosität auch abgefallen, und wir konnten anschließend das Finale ganz klar für uns entscheiden“, so der Trainer.

Das Erfolgsgeheimnis der Wetteraner? „Unser großer Vorteil ist, dass wir fünf Leute aufs Wasser schicken können, die alle gut sind. Die meistens Teams haben zwei oder drei wirklich gute Spieler. Aber die Positionen vier und fünf machen dann oft den Unterschied“, erklärt der Coach. Bei dem Turnier ist die Mannschaft nicht in der gleichen Konstellation an den Start gegangen wie bei dem Sieg der Nachwuchsmeisterschaften in Belfast. Denn anders als in Nordirland werden die Sportler in Deutschland in die Klassen U14 und U16 eingeteilt. Einige Spieler aus der Sieger-Mannschaft des Vorjahres mussten auf Grund des Alters bei dieser Meisterschaft in die Jugend wechseln. Fünf der Deutschen Meister waren noch bei den Schülern am Start, zwei Sportler sind neu dazu gekommen. Trotzdem hat das Team laut Terstegge sehr gut harmoniert: „Die Neuen haben sich aber super eingefunden in das Team. Es war insgesamt einfach eine sehr guter Mannschaftsleistung.“

Halbfinale verpasst

So groß die Freude bei dem Schüler-Team war, so tief sitzt die Enttäuschung bei den Sportlern aus der wetterschen Jugend. „Da wäre auf jeden Fall mehr drin gewesen. Wir können das viel, viel besser. Aber es hat einfach nicht gepasst“, sagt Terstegge. Durch die Vorrunde kam das U16 Team noch souverän, aber in der Zwischenrunde sind die Wetteraner laut Terstegge auf extrem schwere Gegner getroffen. „Leider haben wir das große Ziel Halbfinale nicht erreicht. Das ist natürlich schade. Aber zu wissen, dass die Jugend konkurrenzfähig ist, das ist auch schon viel wert“, betont der Coach. Und im nächsten Jahr ist die Mannschaft, die im Vorjahr den Titel geholt hat, in der Jugend wieder vereint. „Bei den nächsten Meisterschaften hat der KC auf jeden Fall gute Chancen“, betont Terstegge.

Nach einer gelungen Saison steht für den KC noch ein Höhepunkt an: Fünf Schüler, drei Jugendliche und zwei Trainer haben sich für den Bundesländervergleichskampf Ende September qualifiziert. Terstegge weiß: „Das ist gerade für die jungen Sportler eine tolle Chance und ein besonderes Erlebnis, sich mit Spielern aus anderen Bundesländern zu messen.“

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