Basketball

Söhne spielen mit 94er-Altstars von Brandt Hagen

So war es im Oktober 2005: Das 94er-Erfolgsteam trat gegen den BBV Hagen vor vollen Rängen an. Unser Bild zeigt Peter Krüsmann, Berthold Bisselik, Ralf Risse, Steven Wriedt, Dieter Klein, Till  Oeltermann, Keith Gatlin, Frank Krüsmann, Arnd Neuhaus, Oliver Herkelmann und Michael Bühren

So war es im Oktober 2005: Das 94er-Erfolgsteam trat gegen den BBV Hagen vor vollen Rängen an. Unser Bild zeigt Peter Krüsmann, Berthold Bisselik, Ralf Risse, Steven Wriedt, Dieter Klein, Till Oeltermann, Keith Gatlin, Frank Krüsmann, Arnd Neuhaus, Oliver Herkelmann und Michael Bühren

Foto: Michael KLEINRENSING

Hagen.   Ein Basketball-Highlight: Die 94er-Pokalsieger von Brandt Hagen um Keith Gatlin spielen Samstag am Ischeland, einige Söhne sind mit dabei.

Es wird ein Stelldichein der Altstars - und ein Treff der Generationen. Denn die Basketball-Helden von 1994 - mit Brandt Hagen vor 25 Jahren deutscher Pokalsieger und Vizemeister - haben sich familiäre Verstärkung geholt, wenn sie am Samstag im Jubiläums-Spiel am Ischeland auf eine Hagener Auswahl treffen. Trikots im Retro-Look mit den Nummern 5, 6, 10, 11 und 12 ziehen dann nicht nur Ralf Risse, Bernd Kruel, Adam Fiedler, Steven Wriedt und Arnd Neuhaus über, sondern auch ihre jeweiligen Söhne. „Was da an Basketball-Geschichte zusammenkommt“, freut sich Mit-Organisator Kosta Filippou, der beim „Gegner“ spielt, auf das Revival-Spiel gegen eine ganz besondere Mannschaft: „das sind die Generationen danach in Hagen doch schuldig geblieben.“

Nicht nur die eigens angefertigten Trikot sehen aus wie 1994, auch sonst wird es so manches Déjà-vu-Erlebnis geben. Der Spielort heißt zwar heute Krollmann Arena, es handelt sich aber immer noch um die Ischelandhalle. Die Schiedsrichter Horst Pelzer und Günter Brökelmann waren vor 25 Jahren Erstliga-Referees, auf der Bank sitzen mit Erfolgscoach Peter Krüsmann und Manfred Longerich Trainer, die noch 20 Jahre davor als Spieler deutscher Meister mit dem SSV waren. Auch der überwiegende Rest des 1974er-Teams wird am Spielfeldrand erwartet. „Und vielleicht stellen wir ja die 24-Sekunden-Uhr wieder auf 30 Sekunden um und spielen zwei Halbzeiten statt vier Vierteln“, sagt Filippou. An Pausen werde es den in die Jahre gekommenen Aktiven aber nicht fehlen: „Wir werden großzügige Auszeiten nehmen.“

Denn auch die Hagener Auswahl setzt sich zum großen Teil aus „Oldies“ zusammen. So reist etwa eigens Ex-SSV-Spieler und -Brandt-Manager Martin Schimke an, während Ingo Freyer kurzfristig abgesagt hat, weil er am Wochenende bei Svetislav Pesic in Barcelona hospitiert. Vergleichsweise jugendlichen Elan bringen nur die aktuellen Phoenix-Asse Dominik Spohr und Jonas Grof. „Die können auch 40 Minuten durchspielen, der Rest braucht ja schon nach 40 Sekunden eine Pause“, sagt Filippou. Beim dienstäglichen Zocken in Boele versuchten einige 94er, sich wieder auf Betriebstemperatur zu bringen. Filippou: „Ich hoffe, dass alle laufen können, bei Adam Fiedler zwickte schon die Wade etwas.“

Eintritt zum Spiel ist frei

Schon am Freitag trifft sich das frühere Brandt-Team zum Essen, Stefan Svitek und Keith Gatlin reisen dazu aus Tschechien bzw. North Carolina an. „Ich hoffe, dass Keith auch am Flughafen ist“, bleibt bei Krüsmann, der das Spiel gemeinsam mit Oliver Herkelmann vor Monaten initiiert hat, ein gewisser Restzweifel. Für den US-Spielmacher wurden eigens einige Trikots mehr angefertigt, sie werden nach dem Spiel (Samstag, 18 Uhr) und bei der anschließenden Party mit DJ im Feuervogel 2.0 (21 Uhr) verlost. Der Erlös von Verlosung und Catering kommt Hagener Kinderheimen zugute. Der Eintritt zum Spiel ist frei, man hofft auf eine große Kulisse. „Vielleicht wird es ja vierstellig“, sagt Filippou. Das wäre dann auch wie vor 25 Jahren, mehr als 1650 Zuschauer durften da nicht in die Halle.

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