3. Handball-Liga

Spielplan auf der Zielgeraden macht TuS Volmetal Mut

Volmetals Cheftrainer Michael Wolf und Assistenzcoach Dirk Maruska (links) arbeiten am Plan für den Klassenerhalt. Foto:Michael Kleinrensing

Volmetals Cheftrainer Michael Wolf und Assistenzcoach Dirk Maruska (links) arbeiten am Plan für den Klassenerhalt. Foto:Michael Kleinrensing

Hagen.   Volmetals Handball-Drittliga-Trainer Michael Wolf sieht trotz zuletzt 0:12 Punkten Steigerung seines Teams. Druck muss ausgehalten werden.

Durch sechs Niederlagen in Serie hat sich die Ausgangslage des abstiegsbedrohten TuS Volmetal in der 3. Handball-Liga West deutlich verschlechtert. Sechs Spieltage vor Schluss beträgt der Abstand zum rettenden Ufer schon fünf Punkte. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass der aktuelle Drittletzte den rettenden 13. Platz, auf dem derzeit Gummersbach II punktgleich mit Ahlen rangiert, noch erreicht? Dazu und zu anderen Themen äußert sich Volmetals Chefcoach Michael Wolf im Interview.

Zuletzt gab es ein 33:38 beim Tabellenfünften Leichlinger TV, der zuvor zweimal in Folge verloren hatte.Wie haben Sie das Spiel in Erinnerung?

Wir waren näher dran als es die Fünftore-Differenz ausdrückt, aber richtig packen konnten wir den Gegner nicht. In der ersten Halbzeit haben wir wieder schlecht gedeckt. Aber Leichlingen hat auch eine andere Qualität als wir.

Apropos Deckung: In den letzten sechs Spielen gab es immer mindestens 35 Gegentore. Warum?

Als Dirk Maruska und ich im Dezember gekommen sind, kannte und konnte die Mannschaft nur ein Abwehrsystem, die 6:0-Deckung. Wir haben dann mitten in der Saison nicht umgestellt, etwa auf eine offensivere Variante, sondern versucht, das aktuelle System im Verbund und individuell zu verbessern. Dabei darf man nicht vergessen, dass mit Dormagen, Hagen, Neuss, Longerich und Leichlingen fünf unserer letzten sechs Gegner zu den Top Fünf der Tabelle gehören. Weh getan hat uns die 33:36-Niederlage beim Vorletzten SG Langenfeld. Die Mannschaft wusste, dass das ein wichtiges Spiel ist, aber wir haben einen Tag erwischt, an dem bei uns nichts zusammengepasst hat.

Auf der Zielgeraden kommen jetzt Gegner auf Augenhöhe, angefangen mit dem Rangelften TV Korschenbroich, der am Samstag im Volmetal zu Gast ist. Ahlen tritt dagegen noch gegen die Top Vier der Tabelle sowie den Sechsten Lemgo II und den Siebten Krefeld an. Macht das Restprogramm Mut, noch einmal aufholen zu können?

In den letzten Wochen sprach der Spielplan gegen uns, wenn man jetzt nach vorne blickt, spricht er für uns. Longerich, Neuss, Hagen und Dormagen, die nächsten Gegner der Ahlener, bilden das Spitzenquartett, gegen das es Ahlen schwer haben wird. Wir mussten ja auch damit rechnen, dass wir gegen Hagen, Neuss, Longerich und Leichlingen 0:8 Punkte holen, wie es dann ja auch gekommen ist.

Sie treten mit Volmetal nach dem Spiel gegen Korschenbroich noch in Baunatal, Ratingen und Minden sowie gegen Schalksmühle-Halver und Gummersbach II an. Im Vergleich zu Ahlen ein machbareres Programm, aber wie ist es mit dem Druck des Gewinnenmüssens? In Langenfeld scheint das Team ihm nicht standgehalten zu haben. . .

Das gehört zu den Sachen, die wir in dieser Woche thematisieren werden. Ich finde schon, dass sich die Mannschaft in den vergangenen Wochen gesteigert hat und bin deshalb zuversichtlich, dass sie jetzt in Drucksituationen anders auftritt als im Februar in Langenfeld.

Sie bleiben auch im Abstiegsfall. Was würde ein Abstieg für den TuS Volmetal bedeuten?

Es ist schon ein Unterschied ob man in der 3. Liga oder in der Oberliga spielt, das fängt beim Marketing an. Ein Abstieg täte weh. Zumal man, so stark wie die Oberliga heute ist, nicht davon ausgehen kann, dass wir gleich wieder aufsteigen. Obwohl das jeder „Taler“ natürlich erwarten würde.

Auch Relegation gegen den Drittliga-Abstieg

In den 3. Handball-Ligen wird es eine Woche nach Meisterschaftsende nicht nur eine Aufstiegsrelegation der Vizemeister, sondern auch eine Abstiegsrelegation der Tabellen-14. geben. Beide Relegationsrunden finden beim Vertreter der 3. Liga West statt. Nach dem jetzigen Stand wäre der VfL Eintracht Hagen als Tabellenzweiter Gastgeber der Aufstiegsrelegation, der TuS Volmetal als Drittletzter Ausrichter der Abstiegsrelegation.

Gespielt wird am 13. und 14. Mai (falls es eine Vierer-Runde gibt), nur am 13. Mai (bei einem Dreier-Turnier) oder in Hin- und Rückspiel am 13./14. und 20./21. Mai, falls nur zwei Vereine für die jeweilige Relegation melden.

Nach oben wird ein Zweitliga-Platz frei, wenn mindestens ein Drittliga-Staffelmeister auf den Aufstieg verzichtet. Das hat der TSV Altenholz, aktueller Tabellenführer der Staffel Nord, schon getan. Der Sieger der Abstiegsrelegation bleibt nur dann drittklassig, wenn mindestens einer der Oberliga-Meister auf den Aufstieg in die 3. Liga verzichtet oder ein sportlich qualifizierter Drittligist sein Team vor dem 1. Juli zurückzieht.

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