2. Bundesliga

Spohr-Einsatz entscheidet sich bei Phoenix Hagen kurzfristig

Der Chefcoach und sein verlängerter Arm auf dem Spielfeld: Ob Kapitän Dominik Spohr bereits am Samstag gegen das Team Ehingen Urspring sein Comeback gibt, will Phoenix-Trainer Chris Harris kurzfristig entscheiden.

Der Chefcoach und sein verlängerter Arm auf dem Spielfeld: Ob Kapitän Dominik Spohr bereits am Samstag gegen das Team Ehingen Urspring sein Comeback gibt, will Phoenix-Trainer Chris Harris kurzfristig entscheiden.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Vor drei Wochen verletzte sich Dominik Spohr in Ehingen, am Samstag ist sein Comeback gegen das Team Ehingen Urspring bei Phoenix Hagen möglich.

In Ehingen verletzte sich Dominik Spohr kurz vor Spielende, daheim gegen das Team Ehingen Urspring könnte der Kapitän bereits drei Wochen später bei Phoenix Hagen zurückkehren. Am Samstag startet der Basketball-Zweitligist gegen die so genannten „Steeples“ ins Jahr (19 Uhr, Krollmann Arena), ein Comeback Spohrs nach seiner Schulterzerrung erscheint möglich. „Wir schauen von Tag zu Tag, es hängt von den letzten Eindrücken ab“, will Trainer Chris Harris darüber kurzfristig entscheiden. Dagegen ist ein Einsatz von Jasper Günther, der wie Spohr wieder dosiert ins Teamtraining eingestiegen ist, nach dessen Sprunggelenksverletzung beim ProA-Tabellendritten noch unwahrscheinlich.

Die letzten 107 Sekunden beim 83:81-Sieg in Ehingen überstand Phoenix schadlos - und mit Glück, weil der Wurf von Tim Hasbargen in der Schlusssekunden nur den Ring traf. Auch die beiden folgenden Partien gegen die Baunach Young Pikes gewannen die Hagener ohne Spohr, eigentlich zählt der Kapitän mit Center Alex Herrera und Spielmacher Jonas Grof aber zu den (fast) unersetzlichen Stützen. Seine frühzeitige Rückkehr käme Coach Harris deshalb natürlich sehr gelegen, riskieren will er jedoch nichts. „Dominik ist sehr motiviert, ihn muss man fast bremsen“, weiß Geschäftsführer Patrick Seidel, kurzfristig nach letztem ärztlichen Rat soll am Samstag über einen Einsatz entschieden werden. „Wir wollen, dass Dominik im April topfit ist“, betont Harris mit Blick auf die angestrebten Play-offs die Priorität und verweist auf die Alternativen: „Marco Hollersbacher hat einen guten Job gemacht. Und wenn dann noch Alex Herrera und Jannik Lodders wieder für ihn einspringen, haben wir keine Eile.“ Nötigenfalls, so Harris, will er mit einer Achter-Rotation antreten, die Doppellizenzler Max Fouhy, Jonah Bredt und Tobias Wegmann sollen bei den parallel spielenden Regionalligisten SV Haspe 70 und BG Hagen zum Einsatz kommen.

Augenmerk auf Bonifant und Yebo

Dass Phoenix am Samstag unabhängig von der Personalie Spohr wie im Hinspiel eine schwere Aufgabe erwartet, machten die Klub-Verantwortlichen unisono klar. „Wahrscheinlich sind wir in der Favoriten-Rolle, das ist auch okay für uns“, sagt Harris, „aber uns erwartet ein hart umkämpftes Spiel.“ Die Ehinger um Trainer Domenik Reinboth charakterisiert der Hagener Coach als „sehr offensivstarkes und unfassbar schnelles“ Team: „Da müssen wir das Tempo gut kontrollieren und keinen wilden Zock rauf und runter zulassen.“ Den exzellenten Distanzschützen Seger Bonifant, der im Hinspiel 27 Punkte erzielte, und Center Kevin Yebo müssen die Gastgeber besonders im Auge behalten, daneben treffen US-Spielmacher Rayshawn Simmons und Landsmann Tanner Leissner regelmäßig zweistellig. Das Quartett trug auch maßgeblich zum jüngsten 85:83-Sieg gegen die Artland Dragons bei, beendete damit eine Serie von drei Niederlagen der zwischenzeitlich auf einem Playoff-Platz stehenden Ehinger.

Die Tabellensituation - die Gäste sind aktuell Neunter - hat auch der Phoenix-Geschäftsführer im Blick, wenn er von einem „sehr wichtigen Spiel“ spricht. „Wenn wir da wie im Hinspiel nachlegen, hätten wir eine gute Absicherung zum ersten Nicht-Playoffplatz“, hofft Seidel auf den neunten Hagener Sieg in Folge, sechs Punkte würde der Vorsprung der Gastgeber in diesem Fall betragen. Zumal Phoenix am Freitag darauf bei den PS Karlsruhe Lions antreten muss, die mit sechs Erfolgen in Serie einen ähnlichen Aufwärtstrend wie die Hagener aufweisen

Namensänderung in Hanau

Ligarivale Hanau hat zum Jahreswechsel den Namen gewechselt. Die bisherigen Hebeisen White Wings heißen nur Ebbecke White Wings Hanau, nachdem die Unternehmensgruppe Ebbecke als neuer Hauptsponsor eingestiegen ist. Aktuell ist das Team ProA-Schlusslicht, Phoenix tritt am 19. Januar am Ischeland gegen die Hanauer an.

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