Basketball

Spohr wäre gern Teil des Wiederaufbaus bei Phoenix Hagen

Bei den Phoenix-Fans war Dominik Spohr immer sehr beliebt. Gut möglich, dass sie ihm künftig wieder häufiger vom Heuboden aus zujubeln können.

Bei den Phoenix-Fans war Dominik Spohr immer sehr beliebt. Gut möglich, dass sie ihm künftig wieder häufiger vom Heuboden aus zujubeln können.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Seinen Abschied von der BG Göttingen und der Bundesliga hat Dominik Spohr verkündet. Eine Rückkehr zu Phoenix Hagen ist sehr wahrscheinlich.

Verträge sind noch nicht unterschrieben, das soll grundsätzlich erst nach der Lizenzerteilung erfolgen, offiziell geben sich beide Seiten zurückhaltend. Doch nach WP-Informationen ist es ausgemachte Sache, dass Dominik Spohr beim Neustart von Phoenix Hagen in der 2. Basketball-Bundesliga eine tragende Rolle einnehmen soll. Seinen Abschied nach vier Jahren von Bundesligist BG Göttingen, bei dem er aktuell als Kapitän fungiert, gab der gebürtige Hagener wenige Tage vor seinem 28. Geburtstag am Montag bekannt. Und machte keinen Hehl daraus, dass er eine Rückkehr zu Phoenix anstrebt. „Das wäre der Idealfall“, sagte Spohr auf WP-Anfrage, „ich wünsche mir, dass das klappt. Die Konstellation, in Hagen Teil des Wiederaufbaus zu werden, wäre großartig.“

Dass sie in Gesprächen stehen, sich schon getroffen haben, bestätigten Spohr und Phoenix-Headcoach Matthias Grothe, demnächst soll es um die Details gehen. „Wir haben ja noch zusammen für Phoenix gespielt“, sagt Spohr. Als der 1,98-m-Mann 2006 in den damaligen Zweitliga-Kader der Hagener stieß, war Grothe Kapitän, gemeinsam stiegen sie 2009 in die Bundesliga auf. Jetzt könnte Spohr eine ähnliche Rolle beim Neubeginn von Phoenix einnehmen wie Grothe, der 2004 als erster und zentraler Spieler nach Hagen zurückkehrte, bei der Klub-Gründung.

Bis 2012 spielte Spohr in der Bundesliga für Phoenix, war besonders bei den Fans beliebt. Mit den Gießen 46ers erlebte er danach Insolvenzantrag und Erstliga-Abstieg, mit der BG Göttingen kehrte er ins Oberhaus zurück und wurde dort zu einer festen Größe. „Ich habe es in meiner Basketball-Karriere schon viel weiter gebracht, als ich es jemals vermutet hatte“, sagt der Hagener, gerade der Göttinger Coach Johan Roijakkers habe ihn zu einem besseren Spieler gemacht: „Er hat mir geholfen, meine Rolle zu finden und das Spiel noch besser zu verstehen.“ Roijakkers wiederum würdigte die Rolle seines aktuellen Kapitäns: „,Dom’ hat mit seiner Mentalität, niemals aufzugeben, im Training und im Kraftraum immer den Ton angegeben. Seine Dreier waren eine gefürchtete Waffe, die uns sehr fehlen wird.“

Spohrs nach eigenen Worten seit Februar feststehende Entscheidung, Göttingen und die Bundesliga zu verlassen, hat berufliche und private Gründe. „Ich muss jetzt langsam an den Einstieg in ein richtiges Berufsleben denken“, sagt er, sein Studium (Betriebswirtschaft und Wirtschafts-Psychologie) will er demnächst erfolgreich abschließen. Zudem lebt und arbeitet Spohrs Freundin Jasmin Jendreyschak, frühere Zweitliga-Spielerin der Phoenix Ladies, in Hagen. Die häufigen Fahrten zwischen Göttingen und seiner Heimatstadt will Spohr künftig vermeiden.

„Aufhören will ich als Basketballer noch nicht, das habe ich nach meinem Handbruch gemerkt“, sagt der 27-Jährige, „aber einen Schritt zurückgehen.“ Ein Engagement bei einem ProA-Ligisten passe da gut. „Der Trainingsaufwand ist ähnlich, aber das Pendeln entfällt“, sagt er. Neben den Hagenern, wenn sie die Lizenz erhalten, spielen allerdings aus NRW nur noch RheinStars Köln und Uni Baskets Paderborn in der ProA. Spohr: „Das ist zu weit weg, da könnte ich ja auch in Göttingen bleiben.“

Verträge nach Lizenzerteilung

Phoenix-Trainer Grothe betonte, dass man sich noch nicht einig sei. Und dass Verträge ohnehin erst nach der Lizenzerteilung, die frühestens Mitte Mai erwartet wird, unterschrieben würden. „Unser Ziel bleibt es aber, so viele Hagener oder Ex-Hagener wie möglich zu holen, die das Niveau für die ProA haben“, sagt er. Dominik Spohr dürfte in dieser Liste ganz oben stehen - und könnte dann nach Matthias Grothe und Sponsoring-Mitarbeiter Bernd Kruel das dritte, im Hagener Basketball gut bekannte Gesicht des Phoenix-Neubeginns werden.

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