Fußball-Bezirksliga

SpVg Hagen 11 macht Landesliga-Aufstieg klar

Die SpVg Hagen 11 feiert in Gevelsberg den Aufstieg in die Landesliga, wobei Trainer Stefan Mroß auf dem Rasen den Vorsänger macht. Foto:Hermann Jamnig

Die SpVg Hagen 11 feiert in Gevelsberg den Aufstieg in die Landesliga, wobei Trainer Stefan Mroß auf dem Rasen den Vorsänger macht. Foto:Hermann Jamnig

Gevelsberg/Hagen.  Mit 2:0-Sieg beim FSV Gevelsberg sichern sich Elfer Bezirksliga-Titel. Bei Berchum/Garenfeld ist die Luft raus. Türkiyemspor fast gerettet.

Was vor Wochenfrist in Lüdenscheid nicht geklappt hatte, holte Fußball-Bezirksligist SpVg Hagen 11 in Gevelsberg nach. Mit 2:0 (0:0) gewannen die Elfer ihr Gastspiel beim heimischen FSV und sicherten sich am drittletzten Spieltag vorzeitig die Meisterschaft. „Verdienter kann man sich den Titel nicht holen. Ihr habt das geil gemacht“, lobte Elfer-Trainer Stefan Mroß seine Spieler bei der Schlussansprache.

Verdient ist der Meistertitel ohne Zweifel. In einer überragenden Hinrunde gewannen die Elfer jedes Spiel. „In der Rückrunde sind wir ein bisschen ins Stocken geraten“, bilanzierte Mroß. Die Elfer kamen nicht ganz so strak aus der Winterpause und remisierten in ihren ersten drei Heimspielen. „Aber wie man auch heute vor allem in der zweiten Halbzeit gesehen hat, wollten wir es unbedingt“, hatte Mroß niemals Zweifel an seinem Team.

Es war ein zerfahrener Beginn im Gevelsberger Stefansbachtal. Beide Mannschaften fanden zunächst nicht zu einem geordneten Spielaufbau, es gab zahlreiche Fehlpässe hüben wie drüben. So verlegten sich beide Teams auf lange Bälle in die Spitze, die aber selten einen Abnehmer fanden.

So dauerte es bis zur 25. Minute, bis die Gäste ihre erste echte Torchance hatten. Aber Gevelsbergs Torhüter Daniel Hamann wehrte erst den Distanzschuss von Tim Bodenröder ab und parierte auch den Nachschuss von Kevin Ropiak. In der 29. Minute hatten die Emster das Glück auf ihrer Seite. Plötzlich stand ein Gevelsberger frei, traf aber nur den Pfosten des Elfer-Gehäuses. Frei war auch Alexander Möller, als er in der 32. Minute auf das Tor zulief. Aber statt selbst abzuschließen legte er noch einmal quer.

In der letzten Viertelstunde der ersten Hälfte hatten die Gäste dann mehr vom Spiel. Das Geschehen verlagerte sich immer mehr in die Spielhälfte der Hausherren, aber etwas wirklich Zwingendes brachten die Elfer nicht mehr zu Stande.

Ropiak erzielt 100. Tor

Das änderte sich nach dem Wiederanpfiff. Es waren gerade zwei Minuten gespielt, da jubelten die Gäste erstmals. Ropiak versenkte eine Flanke von Bodenröder mit dem Kopf zur 1:0-Gästeführung im Tor der Gastgeber, was auch den 100. Treffer der laufenden Spielzeit bedeutete. Ab sofort spielte nur noch eine Mannschaft. Teilweise setzten sich die Gäste minutenlang vor dem Strafraum der Gevelsberger fest. Dimitrios Ropkas hätte alleine den Sack zumachen können, aber er verpasste drei Mal knapp den Ball, einmal wurde sein Kopfball noch von der Linie gekratzt. Eine weitere Glanzparade zeigte der FSV-Keeper, als er einen Freistoß von Onur Cenik aus dem Winkel holte (56.).

Gevelsberg wurde nur noch gefährlich wenn die Abwehr der Gäste leichtsinnig wurde. Zwei Mal kam der FSV noch zum Abschluss, aber beide Male zeigte sich Keeper Niklas Ester im ersten Spiel nach seiner Verletzung auf dem Posten.

Endgültig entschieden war das Spiel in der 85. Minute, als Stefan Schwan einen Freistoß aus 20 Metern direkt verwandelte. Safet Tupalla hätte in den Schlussminuten das Ergebnis weiter in die Höhe schrauben können, aber er scheiterte zwei Mal aus kurzer Distanz.

Feier gut vorbereitet

Mit zwei Einwechslungen nahm Mroß noch einmal Zeit von der Uhr, dann ertönte der Schlusspfiff, der gleichzeitig das Startsignal für ausgelassenen Jubel bedeutete. Mit Dank und Applaus für die mitgereisten Fans, Sekt- und Bierduschen vor allem für den Trainer, zeigten sich die Elfer mit Aufstiegs-T-Shirts und Konfettikanonen schon im Stefansbachtal gut vorbereitet, bevor die Sause auf dem heimischen Loheplatz weitergehen sollte. „Heute im Spiel, aber auch über die ganze Saison gesehen waren wir die beste Mannschaft“, lobte Mroß. Und die Elfer gewannen an diesem Tag einfach alles, denn der Sportlicher Leiter Kai Langenbruch holte sich bei der Platztombola auch noch den Frühstückskorb.

>>>>SC Berchum/Garenfeld verspielt den zweiten Platz<<<<

Das war es mit der möglichen Relegation! Fußball-Bezirksligist SC Berchum/Garenfeld verlor zu Hause mit 0:1 (0:0) gegen den Geisecker SV und verbaute sich damit endgültig die Chance auf Rang zwei. Letzteren hat weiterhin RW Lüdenscheid inne, das nach seinem 6:3-Erfolg gegen TuS Grünenbaum auch nur noch theoretisch davon abgelöst werden kann.

„Das war ein schlechtes Spiel von unserer Seite. Die Luft ist raus, der letzte Meter und die letzte Bereitschaft haben gefehlt. Das ist kein böser Vorwurf, aber mit 80 Prozent Laufbereitschaft kann man ein Bezirksliga-Spiel nicht gewinnen. Diesmal konnten wir auch wenig Impulse von der Bank bringen“, sagte SC-Chefcoach Dieter Iske nach der Partie. Kommende Woche hat der Sportclub spielfrei, dann geht es ins Sauerland auf Mannschaftsfahrt. „In Willingen müssen wir mal den Kopf freikriegen und dann gegen Schwelm im letzten Spiel nochmal alles geben“, sagt Dieter Iske.

Am Neuen Mühlenweg sahen die 110 Zuschauer einen müden Sommerkick, denn auch für die Gäste aus dem Schwerter Osten ging es um nichts mehr. Das goldene Tor erzielte Julian Hüser nach 55 Minuten per Kopf. Kurz nach der Pause hatten die Gastgeber Glück gehabt, denn Florian Ruß umkurvte nach einem Konter SC-Schlussmann Dominik Hollmann, traf dann aber aus spitzem Winkel nur den Torpfosten.

Kaum Chancen

Die Berchumer wussten nicht nur spielerisch nicht zu überzeugen, si konnten sich auch kaum Torraumszenen herausspielen. Die beste Möglichkeit hatte Thomas Koblitz, der in Minute 89 den Ball aus 16 Metern knapp über die Querlatte setzte.

SC Berchum/Garenfeld: Hollmann, B. Rüster, Ntontos, Koblitz, Eickelmann (62. Amstutz), Böckenförde, Koeser, A. Rüster, Deuerling, Pais (69. Huber), Nickel (60. Schürholz).

>>>>Türkiyemspor Hagen braucht noch einen Punkt<<<<

Fußball-Bezirksligist Türkiyemspor Hagen hat einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren: Am 28. Spieltag trennte sich der Tabellenzwölfte 1:1 (1:0) vom VfB Schwelm und hat zwei Spieltage vor Saisonende nun fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

„Es war ein offener Schlagabtausch. Ein Sieg wäre heute drin gewesen“, resümierte Türkiyemspor-Trainer Metin Uzun, dessen Team zu Beginn der Partie einem hoch pressenden Gegner ausgesetzt war. Nach der Drangphase der Gäste nutzte Philipp Wiesner eine der wenigen Torchancen im ersten Durchgang per Fallrückzieher aus 16 Metern zum 1:0 für die Gastgeber (15.). Kemal Özdemir hatte das 2:0 auf dem Fuß, vergab aber freistehend.

Nach dem Seitenwechsel schwanden bei den Türken dann die Kräfte, Schwelm übernahm allmählich die Spielkontrolle, ohne offensiv gefährlich in Erscheinung zu treten. Erst nach 65 Minuten tauchten die Gäste vor dem Tor von Keeper Yannik Wiesner auf und kamen durch Vincenzo Graziano zum Ausgleich. In einer spannenden Schlussphase verpassten Adem Sebetci und der eingewechselte Ercan Bulumann zweimal den Siegtreffer nur knapp. Mit einem Erfolg in Letmathe kann Türkiyemspor am kommenden Sonntag den Klassenerhalt perfekt machen.

Türkiyemspor: Y. Wiesner; Özdemir, Sahin, Sebetci (86. Duran), Kinach, Dursun, Restieri, Dastan (80. Cona), P. Wiesner, Babayigit (69. Buluman), Akbas.

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