Fussball

SSV Hagen belohnt sich im Derby in der Schlussminute selbst

Hakan Dursun (rechts) bringt den SSV in der Nachspielzeit noch zum jubeln.

Hakan Dursun (rechts) bringt den SSV in der Nachspielzeit noch zum jubeln.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen.  In einem umkämpften Bezirksliga-Derby fühlt sich das 2:2-Remis für den FC Wetter wie eine Niederlage an, während der SSV Hagen seine Moral feiert

Viel geboten bekamen die 120 Zuschauer, die sich zum Fußball-Bezirksliga-Derby zwischen dem SSV Hagen und dem FC Wetter am Höing eingefunden hatten: Sehenswerte Spielzüge, intensive Zweikämpfe und eine an Spannung kaum zu überbietende Schlussphase. Am Ende teilten sich beide Mannschaften beim 2:2 (0:1) die Punkte, wobei sich das Remis für die Gäste vom Harkortberg eher wie eine Niederlage anfühlte.

„Heute wären drei Punkte verdient gewesen“, rang Wetters Trainer Fadil Salkanovic nach dem Schlusspfiff um Fassung. „Wir sind enttäuscht, uns hat am Ende die Kaltschnäuzigkeit gefehlt.“ Bis zur 86. Spielminute führten die Gäste beim weiterhin ungeschlagenen SSV noch mit 2:0. Doch dann stand der eingewechselte Serdal Dogan nach einem Lattenschuss goldrichtig und staubte aus kurzer Distanz zum 1:2 ab.

Es folgten packende Schlussminuten, in denen der SSV den Druck noch einmal erhöhte und dafür auch belohnt wurde: Ein direkt verwandelter Freistoß von Hakan Dursun bescherte den Gastgebern in der Nachspielzeit das umjubelte 2:2-Remis (90.+2.). „Das ist für uns ein echter Erfolg und zeigt die Moral, die dieses Team entwickelt hat“, freute sich SSV-Co-Trainer Ertan Özkavak. Die Gäste fanden zunächst besser ins Spiel, folgerichtig brachte Kemal Özdemir Wetter in Führung (16.).

SSV wechselt zur Pause drei Mal

SSV-Cheftrainer Anziz Mbae und Özkavak nutzten die Pause und wechselten gleich drei Mal. Nach dem Seitenwechsel erwischte Wetter dennoch den besseren Start, aber die Gastgeber kamen mit fortlaufender Zeit zu Torchancen. Justin Tyler war es, der die Führung des FC in der 73. Spielminute per Kopf ausbaute. „Dann hätten wir den Sack zumachen müssen“, trauerte Salkanovic guten Möglichkeiten von Anthony Mensah und Murad Haj Darwish hinterher, die ungenutzt blieben. Trotzdem sah Wetter lange wie der sichere Sieger aus, bis der SSV zum besagten Schlussendspurt ansetzte. Auf Seiten der Gäste verdienten sich Yassine Benkaddour und Leon Glania von Trainer Salkanovic ein Sonderlob.

SSV Hagen: Reinhard; Magearu, Ulusoy (45. Dindar), Sahin (45. Dogan), Tavares, Camara, Kavuk (45. Dursun), Grüterich, Korkut, El Basraoui, Suleyman.

FC Wetter: Becker (45. Amstutz); Benkaddour, Wiggershaus, Glania, Özdemir (58. Mensah), Sallami, Doumbia (45. Duran), Ayangma, Tyler, Ibrahem Ibrahem (63. Darwish), Koubaa.

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