Fußball-Landesliga

SSV Hagen trennt sich von Boris Decker und Dominik Lipki

Gehen ab sofort getrennte Wege:  Boris Decker (2. von links), bisher Co-Trainer des Fußball-Landesliga-Aufsteigers SSV Hagen, und der 1. SSV-Vorsitzende Ömür Turhan (rechts). Foto:Michael Kleinrensing

Gehen ab sofort getrennte Wege: Boris Decker (2. von links), bisher Co-Trainer des Fußball-Landesliga-Aufsteigers SSV Hagen, und der 1. SSV-Vorsitzende Ömür Turhan (rechts). Foto:Michael Kleinrensing

Hagen.   Der schlechte Saisonstart des Fußball-Landesligisten SSV Hagen hat Konsequenzen: Co-Trainer Boris Decker und der Spieler Dominik Lipki gehen.

Der schlechte Saisonstart des Fußball-Landesliga-Aufsteigers SSV Hagen hat Konsequenzen. Boris Decker ist nicht mehr Co-Trainer, Dominik Lipki gehört dem Spielerkader nicht mehr an. Dies gab Ömür Turhan, 1. Vorsitzender der Adlerträger, gestern bekannt.

Vier Pflichtspiele, drei Niederlagen, darunter die blamable 2:7-Schlappe im Landespokal bei der SpVgg Horsthausen, wie der SSV ein Landesliga-Aufsteiger, das war für Klubchef Turhan Grund genug, Trainer Giovanni Federico und Assistent Boris Decker zum Gespräch einzubestellen. „Ich habe mich sowohl in der Vorbereitung als auch in der Saisonanfangsphase bewusst aus den sportlichen Dingen herausgehalten“, blickt der 1. Vorsitzende zurück, der in der vergangenen Bezirksliga-Rückrunde noch mit Federico und Decker ein Trainer-Trio gebildet hatte. Er habe von Anfang auffällige Parallelen zur vorletzten Saison gesehen, in der der SSV als hoch gehandelter Bezirksliga-Aufsteiger den Start ebenfalls verpatzte, so Turhan, was die vorzeitige Trennung von damaligen Trainer Peter Loche nach sich zog. Gerade Boris Decker habe ihn jedoch aufgefordert, sich aus dem sportlichen Bereich herauszuhalten, den Trainern Vertrauen zu schenken und sie machen zu lassen. „Ich habe damals zu Boris gesagt: ,Dann wirst du aber auch am Erfolg oder Misserfolg gemessen’“, erinnert sich Turhan.

Decker bestätigt diese Darstellungsweise und sagt: „Wenn jemand nach zwei Niederlagen (Anm. der Red.: Bei der Pokalschlappe war er nicht dabei) meint, jemanden erschießen zu müssen, dann stelle ich mich gerne zur Verfügung.“ Die Qualität im Kader sei da, der Erfolg werde sich einstellen, das brauche nur seine Zeit. „Ob es dann am Ende noch zu Platz eins, zwei oder drei reicht, das bleibt abzuwarten“, so der bisherige Co-Trainer, der das Ende der Zusammenarbeit so kommentiert: „Wenn man keine gemeinsame Basis mehr hat, ist es besser sich zu trennen.“

„Als Adler vom Platz gehen, nicht als Suppenhuhn“

Giovanni Federico traue er nach dem gemeinsamen Gespräch zu, die richtigen Maßnahmen zu treffen, um die Wende herbeizuführen, so Ömür Turhan. Der Klubchef selbst will sich bei Bedarf auch wieder mehr einbringen: „Wenn der Trainer es wünscht, werde ich ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen.“ Vom vor Saisonbeginn aus Rüdinghausen gekommenen Mittelfeldmann Dominik Lipki trenne man sich, „weil der Trainer zu der Überzeugung gekommen ist, dass er der Mannschaft nicht helfen kann“, so Turhan.

Beginnend mit dem Heimspiel am Sonntag gegen Aufsteiger Bad Berleburg soll das SSV-Team zuletzt vermisste Tugenden an den Tag legen. „Körpersprache, Einstellung und Engagement müssen ganz anders sein. Wir brauchen Leidenschaft und Kampf“, so Turhan. „Dann werden die Ergebnisse schon kommen.“ Seine Forderung: „Die Spieler, die vor dem Spiel einen Kreis bilden und ,Adler’ rufen, müssen den Platz auch als Adler verlassen - und nicht als Suppenhuhn!“

Ein echter Adler wird vor dem Spiel übrigens auch wieder im Stadion fliegen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben