Fußball-Landesliga

SSV Hagen und Trainer Giovanni Federico trennen sich

In der Hinrunde oft auch noch als Spieler für den SSV am Ball: Giovanni Federico.

In der Hinrunde oft auch noch als Spieler für den SSV am Ball: Giovanni Federico.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Fußball-Landesligist SSV Hagen und Spielertrainer Giovanni Federico gehen getrennte Wege. Der Ex-BVB-Profi hört aus beruflichen Gründen auf.

Viel Bewegung bei Fußball-Landesligist SSV Hagen. Nicht nur, dass in der Winterpause acht Spieler den Verein verlassen haben, nun vermeldet der Aufsteiger zusätzlich noch die Trennung von Spielertrainer Giovanni Federico.

Der Ex-Profi hatte sich dem Team vom Höing zunächst 2016 als Spieler angeschlossenen, beerbte dann den entlassenen SSV-Coach Zeljko Nikolic als Trainer. Nach dem geglückten Aufstieg in die Landesliga verlief die bisherige Saison für den ambitionierten Verein wenig erfolgreich: Tabellarisch findet sich der SSV als Achter im Mittelfeld der Liga wieder. Nicht der Anspruch, mit dem man in die Saison ging.

Daher strebte der Vorstand um den 1. Vorsitzenden Ömür Turhan zur Winterpause einen Umbruch im Kader an. Nachdem acht Spieler, darunter Toptorjäger Marcel Ramsey, sich anderen Vereinen zugewandt hatten, setzt der SSV nun vor allem auf den Zusammenhalt, wie Turhan berichtet: „Wir haben eine Kaderumstrukturierung vollzogen. Die Spieler, die von außerhalb kamen, brauchen wir nicht mehr. Viel mehr wollen wir uns auf heimische Akteure, wie zum Beispiel Torwart Marcel Jäger und die Stürmer Murat Sertkaya und Enis Demir, stützen.“

Ex-BVB -Profi: „Habe gelernt!“

An dieser neuen Struktur arbeitete zu Beginn des Jahres auch noch Federico mit, der sich dann allerdings aus beruflichen Gründen dazu entschied, kürzertreten zu wollen und seinen Trainerjob nun ganz aufgab. „Es war von Anfang an klar, dass ich nur soweit zur Verfügung stehen kann, wie es meine anderen Projekte zulassen“, erklärte Federico, der auf eine durchwachsene SSV-Zeit zurückschaut: „Wir hatten eine richtig gute Mannschaft, die aber ihre Leistung einfach nicht so gebracht hat wie man es vor der Saison hatte erwarten können.“ Dabei sieht Federico, der in Hagen seine erste Trainerstation antrat, seine Amtszeit auch selbstkritisch: „Vielleicht habe ich manchmal einfach nicht die richtigen Worte gefunden. Ich habe in jedem Fall aus dieser Zeit gelernt und bin dankbar.“

Damit verlässt der Ex-BVB-Spieler den Verein nach einer sehr durchwachsenen Winterpause: Für die Testspiele wählten die Hagener nur klassentiefere Bezirksligisten. Gegen Tükiyemspor Hagen (3:5), den SC Berchum/Garenfeld (4:6), Rot-Weiß Lüdenscheid (3:4) und ASSV Letmathe (3:3) setzte es drei Niederlagen und ein Unentschieden. „Die Ergebnisse waren nicht so prall“, gibt Ömür Turhan zu, ergänzt aber: „Wir haben uns auf die Lichtblicke konzentriert wie etwa die gute erste Hälfte gegen den SC Berchum/Garenfeld.“ Gegen den Sportclub führte der SSV zur Halbzeit mit 3:0. „Was danach passierte, kann wohl keiner so wirklich beschreiben. Da war der Wurm drin. Generell war unsere Winterpause eher negativ“, sagt Turhan.

Zu der neu zusammengesetzten Mannschaft kommt nun also auch noch ein neuer Trainer. Wer es wird, das will der SSV zu Beginn dieser Woche offiziell bekannt geben. „Wir sind schon mit dem Kandidaten im Gespräch und er wird aller Voraussicht nach ab dem kommenden Donnerstag das Training leiten. Bevor allerdings nicht alles mit seinem bisherigen Verein geklärt ist, werden wir noch keinen Namen verkünden“, so Turhan, der als Ziel für den neuen Coach und die restliche Saison ausgibt: „Wir wollen definitiv besser abschneiden als in der Hinrunde und uns vielleicht noch um ein paar Plätze steigern.“

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