Fußball-Landesliga

SSV-Trainer Ali Demirönal und Fadil Salkanovic topmotiviert

Am 27. Mai bejubelten die Fußballer des SSV Hagen in Hünsborn den Landesliga-Klassenerhalt.

Foto: Michael Meckel

Am 27. Mai bejubelten die Fußballer des SSV Hagen in Hünsborn den Landesliga-Klassenerhalt. Foto: Michael Meckel

Hagen.   Fußball-Landesligist SSV Hagen steht vor einem Umbruch. Die neuen Trainer Ali Demirönal und Fadil Salkanovic gehen ihre Aufgabe optimistisch an.

„Wir sind topmotiviert! Es wird eine echte Herausforderung, aber ich bin zuversichtlich, dass wir sie meistern können“, sagt Ali Demirönal. „Nicht mit Starspielern, sondern mit jungen hungrigen Leuten“, ergänzt Fadil Salkanovic. Am Dienstag, 3. Juli, will das neue Trainerduo des SSV Hagen am Höing die Vorbereitung auf die Fußball-Landesliga-Saison 2018/19 starten. In dieser wird, wie zum Ende der vergangenen Serie, der Klassenerhalt das Ziel sein.

Zuletzt gelang der Ligaerhalt knapp. Erst ein 1:0-Sieg am letzten Spieltag bei RW Hünsborn brachte Planungssicherheit für eine weitere Saison. Zu diesem Zeitpunkt war Ali Demirönal vom designierten neuen Vorstand um Klaus Kaiser und Bernd Schneider auf ein Trainer-Engagement in der kommenden Saison schon angesprochen worden und hatte die aktuelle Elf einige Male beobachtet. Weniger um potenzielles künftiges Personal zu sichten: „Ich wusste, dass ein großer Umbruch bevorsteht“, so der 47-jährige Altherrenspieler des Höing-Klubs. „Und dass es relativ spät ist, sich nach neuen Leuten umzusehen. Wenn ich damit im April hätte anfangen können, wäre es deutlich einfacher gewesen.“

Ziel: 18 Feldspieler und zwei Torhüter

Das sieht auch Fadil Salkanovic so. „Der SSV Hagen zieht immer noch“, davon ist der 38-jährige Bilanzbuchhalter überzeugt, der bei den Dortmunder Vereinen FC Brünninghausen und Mengede 08/20 erste Trainererfahrungen sammelte, „selbst ohne ein großes Budget.“ Wie Demirönal hat auch Fadil Salkanovic eine SSV-Vergangenheit als Spieler. Dass sie bei den Adlerträgern jetzt vor einer gemeinsamen Trainerzukunft stehen, liegt auch daran, dass Semin Salkanovic, Fadils Bruder und bei den Alten Herren Ali Demirönals Teamkamerad, aus zeitlichen Gründen absagte. Fadil dagegen freut sich auf die neue Aufgabe: „Wir haben einen großen Pool an potenziellen Neuzugängen, mit denen wir gesprochen haben. Konkretes kann man aber erst immer zum Ende der Wechselfrist sagen.“ Die endet bekanntlich am 30. Juni.

„Wir wollen mit 18 Feldspielern und zwei Torhütern in die neue Saison gehen“, gibt Ali Demirönal Einblick in seine Planungen. Der C-Lizenzinhaber („ich werde mich jetzt für die B-Lizenz anmelden“) war zuletzt als Co-Trainer beim Frauen-Zweitligisten Herforder SV tätig. Die Kontakte nach Ostwestfalen kamen über seine Nichte Celine zustande. Die 18-jährige Schülerin des Theodor-Heuss-Gymnasiums, die schon eine Einladung zur türkischen U19-Frauennationalmannschaft hatte, diese jedoch ausschlug, war zu Beginn der Saison 17/18 nach Herford gewechselt. Dort fiel die Stürmerin wegen einer im Pokalspiel gegen Arminia Bielefeld erlittenen Verletzung aber zunächst aus, am Ende stand der Abstieg. Künftig wird sie wieder für den VfL Bochum in der Regionalliga West kicken.

Und Ali Demirönal, dessen erste Trainerstationen in Hagen C.R. Italiano, der FC Garenfeld und Vorhalle 09 waren, hat Zeit, sich seinem Ex-Klub zu widmen. „Einmal SSVer, immer SSVer“, dies gilt für das neue Trainerduo noch. „Leicht wird es nicht, den Klassenerhalt zu schaffen, aber ich traue uns das zu“, sagt Demirönal. „Mit jungen wilden Spielern, Ehrlichkeit im Umgang und akribischer Arbeit.“


Am 28. Juni wird ein neuer Vorstand gewählt

Vor dem Trainingsauftakt am 3. Juli steht bei den SSV-Fußballern eine Mitgliederversammlung an (28. Juni, 20.15 Uhr, Humpert am Höing). Dann soll ein neuer Vorstand um Klaus Kaiser und Bernd Schneider die Nachfolge von Ömür Turhan antreten.

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