Basketball

„SteelFire 3-2-1“: Hagener Mädchen kehren in WNBL zurück

Bundesliga-Team aus drei Städten: „SteelFire 3-2-1“ tritt mit Spielerinnen von Herner TC, AstroStars Bochum und TSV Hagen 1860 an.

Bundesliga-Team aus drei Städten: „SteelFire 3-2-1“ tritt mit Spielerinnen von Herner TC, AstroStars Bochum und TSV Hagen 1860 an.

Foto: Herner TC

Hagen.  Nach zwei Jahren Abstinenz ist der TSV Hagen 1860 zurück in der Mädchen-Bundesliga: Als „SteelFire 3-2-1“, in Kooperation mit Herne und Bochum.

Offiziell startet die WNBL - die deutsche Eliteklasse der Basketball-Mädchen - am Sonntag, zwei Partien fanden vorgezogen schon statt. Mit starker Hagener Beteiligung, denn „SteelFire 3-2-1“ siegte bei den RheinStars Ladies Hürth bereits deutlich mit 72:51 (45:26). Fünf Spielerinnen und Co-Trainer Stefan Schulte-Bausenhagen vom TSV Hagen 1860 bilden den Kern des Ruhrgebiets-Kooperationsteams, das gemeinsam mit Damen-Meister Herner TC und den VfL AstroStars Bochum aus der Taufe gehoben wurde. Nach zwei Jahren Abstinenz ist der TSV 1860, WNBL-Gründungsmitglied und Deutscher Meister des Jahres 2013, damit in der Weiblichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga zurück.

Den Anlauf zurück in die WNBL hatte der Hoheleye-Klub bereits bei der Qualifikation als „BasketGirls Ruhr“ gemeinsam mit Bochumer Spielerinnen versucht. „Damals sind wir ganz knapp mit zwei Punkten gescheitert“, erinnert sich Schulte-Bausenhagen, gemeinsam mit WNBL-Team Herner TC - bei den Frauen aktueller deutscher Meister und Pokalsieger - kann man nun unter dem Namen „SteelFire 3-2-1“ doch in der höchsten Klasse starten. Die Kooperation wurde vorerst für drei Jahre geschlossen, eine langfristige Zusammenarbeit werde von allen Seiten gewünscht.

Wobei, so der gemeinsam mit Michal Chudzicki das Team coachende Schulte-Bausenhagen, der aktuelle Jahrgang vornehmlich aus Hagenerinnen und Bochumerinnen gebildet wird: „Wir haben unseren Nachwuchs eingebracht, Herne hatte alleine nicht mehr genug Potenzial für eine gute Mannschaft.“ Angeführt wird der insgesamt 18-köpfige Kader von U18-Nationalspielerin Sarah Polleros, die für den TSV 1860 bereits in der WNBL aktiv war und aktuell auch dem Herner Frauenbundesliga-Kader angehört und zuletzt Vize-Europameisterin im 3x3 wurde. Mit U16-Nationalspielerin Zoe Perlick, Randi Röspel, Emma Neuhaus, Jill Kortenacker und Helena Birtner gehören fünf weitere Hagenerinnen zum engeren Stamm. „Da haben wir beim TSV 1860 wohl einen ganz guten Job in den letzten zwei Jahren gemacht“, befindet Schulte-Bausenhagen.

Bundesliga als Perspektive

Ein eigenes WNBL-Team konnte der Hoheleye-Klub zuletzt allerdings nicht mehr stellen, auch weil die erste Damenmannschaft nicht mehr im Bundesliga-Bereich spielt. „Über Regionalliga hinaus hatten die Mädchen bisher bei uns keine Perspektive“,weiß Schulte-Bausenhagen, bei „SteelFire 3-2-1“ ist das schon wegen des Herner Erstliga-Teams anders. Absehbar plant man die Kooperation auch bei den Seniorinnen, etwa bei möglichen Zweitliga-Projekten.

Der ungewöhnliche Name der neu gegründeten Mannschaft soll die lange Zeit von Stahl- und Kohleindustrie geprägte Region symbolisieren, aus der die drei Vereine kommen. „Unser Lokalpatriotismus spiegelt sich in dem neuen Namen wider“, sagte Team-Managerin Karina Sola, das „3-2-1“ stehe für den Zusammenschluss der drei Vereine. Die Heimspiele werden zunächst in der Bochumer Rundsporthalle ausgetragen, doch absehbar soll an allen drei Standorten gespielt werden. In Hagen wäre die Sporthalle Altenhagen WNBL-tauglich, allerdings gibt es da an den verpflichtenden Sonntags-Terminen noch Zeit-Überschneidungen mit den ebenfalls hier aktiven Bundesliga-Nachwuchsteams von Phoenix Hagen Juniors und Youngsters.

Heimspiele auch in Hagen

„Spätestens in der Hauptrunde wollen wir auch mal in Hagen spielen“, hofft Schulte-Bausenhagen, der die sportlichen Ziele vorsichtig formuliert: „Wir wollen alle Spielerinnen auf hohem Niveau entwickeln, dann stellen sich Teamerfolge von alleine ein. Man muss sehen, ob wir dann schon in Richtung Play-offs gucken können.“ Der erste Schritt in Vorrunden-Gruppe 1 mit Gegnern aus Osnabrück, Recklinghausen, Neuss, Bonn und Köln, wo man einen der ersten drei Plätze belegen müsste, ist mit dem klaren Sieg in Hürth getan. Wenn die WNBL-Saison 2019/20 offiziell startet, ist „SteelFire 3-2-1“ Spitzenreiter. Weil die Konkurrenz noch nicht gespielt hat. . .

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