Fußball

Streit beim TuS Wengern vorerst beigelegt

Die Situation der Fußballabteilung, die derzeit am Brasberg ohne Vereinsheim mit einer heruntergekommenen Baracke vorlieb nehmen muss, war einer der Auslöser für den Krach beim TuS Wengern

Die Situation der Fußballabteilung, die derzeit am Brasberg ohne Vereinsheim mit einer heruntergekommenen Baracke vorlieb nehmen muss, war einer der Auslöser für den Krach beim TuS Wengern

Foto: Steffen Gerber

Wetter.  Uwe Klöwer kehrt zunächst als Trainer in den Verein zurück – mit einem halben Jahr „Probephase“.

Uwe Klöwer ist wieder Mitglied im TuS Wengern. In einer erweiterten Vorstandssitzung hat das Führungsgremium von Wetters größtem Sportverein entschieden, dass der vor sechs Wochen beschlossene Ausschluss wegen vereinsschädigenden Verhaltens zurückgenommen wird.

„Ich freue mich sehr, dass ich im TuS Wengern bleiben darf“, sagte Uwe Klöwer am Freitag auf Anfrage unserer Zeitung. Bei der Sitzung am Montagabend im Mehrzweckraum der TuS-Darthalle am Stollenweg hatten der Hauptvorstand, die Abteilungsleiter und deren Stellvertreter zunächst den Widerspruch von Uwe Klöwer verhandelt. In dessen rund 30-minütiger Anhörung entschuldigte sich der freigestellte Fußball-Jugendleiter in aller Form für die Vorwürfe in dem Elternbrief, der im November so hohe Wellen geschlagen hatte.

„Ich bin sehr erleichtert, dass der Vorstand meine Entschuldigung, die von Herzen kam, so angenommen hat, und dass man mich wieder in die TuS-Familie aufgenommen hat“, sagte Uwe Klöwer am Donnerstag. Vor seiner Widerspruchs-Verhandlung hatte sich der Wengeraner bereits in persönlichen Gesprächen bei der Sparkasse und Bürgermeister Frank Hasenberg für die Kritik entschuldigt.

Kolod übernimmt das Amt vorerst

„Ich habe versucht, meine Sicht der Dinge darzustellen. Das war ein Hilferuf. Ich wollte in keinster Weise jemanden diskreditieren“, betont Klöwer. „Ich bin ein emotionaler Mensch. Da sind die Pferde ein bisschen mit mir durchgegangen.“ Auslöser seien nicht zuletzt die vielen Fragen der Eltern gewesen, wie es weitergehe und wann sich der Zustand mit dem fehlenden Vereinsheim am Brasberg ändere. Gleichzeitig sei dem Jugendvorstand Unfähigkeit vorgeworfen worden, so Uwe Klöwer. Dass sein in einer internen Whatsapp-Gruppe geäußerter „Hilferuf“ den Weg ins Internet fand, bedauert er sehr. „Das tut mir leid und war niemals meine Absicht. Dass er da reingekommen ist, lag auch nicht in meinem Verantwortungsbereich“, versichert Uwe Klöwer.

Seine Rückkehr in den Verein ist vollzogen, erfolgt aber unter Auflagen. Ein halbes Jahr lang darf er nicht als Vereinsfunktionär tätig sein. „Er darf aber weiter als Trainer arbeiten und auch beratend im Hintergrund“, sagt Helge Heisters, erster Vorsitzender des TuS Wengern, auf Anfrage. Sein Amt als Trainer der D2-Junioren darf Klöwer also ausüben. Die Geschicke der Jugendabteilung hat derweil Alt-Herren-Spieler Martin Kolod als kommissarischer Leiter übernommen.

Erneute Beratung im Sommer

In einem halben Jahr wird der TuS-Vorstand dann erneut über die Auflagen beraten. Sollte sich die Entwicklung miteinander bis dahin positiv gestalten, stehe einer Streichung der Auflagen nichts im Weg, hieß es. „Wir wollen wieder konstruktiv nach vorne blicken und gemeinschaftlich dafür stehen, was wir sind, nämlich ein schöner Verein“, sagt Heisters. Man müsse sich „den Aufgaben widmen, die vor uns stehen“, so der TuS-Vorsitzende. In die gleiche Richtung zielt auch Uwe Klöwer, wenn er versöhnlich sagt: „Das haben wir jetzt geklärt. Nun hoffen alle, dass es nach vorne geht.“ Im Sinne des TuS Wengern und des Fußballs.

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