Frauenfußball

SV Hohenlimburg 10 ist eine Klasse für sich

Die Fußball-Westfalenliga-Frauen des SV Hohenlimburg 10 freuen sich über den Gewinn der Hallen-Kreismeisterschaft. Foto:Peter Claußnitzer

Die Fußball-Westfalenliga-Frauen des SV Hohenlimburg 10 freuen sich über den Gewinn der Hallen-Kreismeisterschaft. Foto:Peter Claußnitzer

Hagen.   Ohne Niederlage gewann Westfalenligist SV Hohenlimburg 10 die Fußball-Hallenkreismeisterschaft der Frauen. Auch Vorhalle 09 und Fichte gefielen.

Favorit SV Hohenlimburg 10 setzte sich bei den Hallenkreismeisterschaften der Frauen verdient durch. „Wir haben schlecht angefangen, uns aber von Spiel zu Spiel verbessert und am Ende verdient gewonnen“, bilanzierte Justin Kunze, Trainer der Hohenlimburgerinnen. Als klassenhöchstes Team aus der Westfalenliga gewannen die Zehnerinnen die abschließende Hauptrunde mit vier Siegen und einem Unentschieden sowie einem Torverhältnis von 26:2 und sicherten sich damit den Titel.

„Wir waren der Favorit, von dem man erwartete, dass wir jedes Spiel hoch gewinnen. Aber einige Partien waren schwierig, wenn die Gegner sehr defensiv standen“, fasste Kunze die beiden Turniertage zusammen. Insgesamt war die Hallenkreismeisterschaft eine gute Vorbereitung auf die Freiluft-Rückrunde, da jede Feldspielerin Spielanteile bekam und sich in die Torschützenliste eintragen konnte.

Als zweitbeste Hagener Mannschaft konnte die SG Vorhalle 09 einen dritten Platz hinter dem FC SW Silschede verbuchen, mit dem der Kreisliga-Tabellenführer zufrieden war. „Wir hätten gerne den zweiten Platz belegt, auch wenn wir unser Ziel, auf das Podest zu kommen, erreicht haben. Letztlich waren wir zeitweise aber zu schläfrig, zu hektisch und haben uns einfache Ballverluste geleistet“, zeigte sich Trainer Björn Böringschulte selbstkritisch, auch wenn er insgesamt nicht unzufrieden war.

Auf dem vierten Platz landete Ausrichter TSV Fichte Hagen um Trainer Klaus Leyendecker, für den das Kennenlernen der Mannschaft beim Turnier wichtiger als die Ergebnisse war. Erst seit drei Wochen trainiert der erfahrene Coach die Damenmannschaft der Eilper. Deren Abschneiden war für ihn mehr als zufriedenstellend: „Ich bin positiv überrascht. Trotz höherklassiger Konkurrenz konnten wir die Endrunde erreichen. Es war nicht zu erwarten, dass wir jedes Spiel gewinnen würden.“

Am 10. Februar um Verbandstitel

Dass der TSV Fichte auch Turnierausrichter war, stellte eine zusätzliche Belastung dar. „Es war eine Menge Arbeit, insgesamt sind wir aber zufrieden mit der Veranstaltung“, fiel das Fazit der Organisatoren positiv aus.

Im Gegensatz zum Vorjahr wurde nach den Vorrunden am ersten Turniertag eine Endrunde ausgespielt, anstatt wie in der Vergangenheit üblich im K.o.-Modus den Sieger zu ermitteln. „Wir haben zu wenig Frauenmannschaften im Kreis Hagen/Ennepe-Ruhr, die Anzahl an Teams wird immer geringer“, erklärte der Kreisfrauenbeauftragte Michael van Osten die Änderung, mit der sich allerdings nicht alle Mannschaften anfreunden konnten. „Am zweiten Turniertag fehlten mir ohne K.o.-Runden die Spannung und das Flair. Das Turnier plätscherte vor sich hin“, fand Vorhalles Björn Böringschulte. Sein Hohenlimburger Kollege Justin Kunze beurteilte den neuen Modus dagegen positiv, da es durch das Jeder-gegen-Jeden-Format für alle Teams viele Spiele gab.

Die kurzfristige Absage von Landesligist SF Westfalia Hagen war nur am Rande ein Thema. „Es war eine harmonische Kreismeisterschaft mit spannenden, fairen aber auch deutlichen Spielen. Keine Mannschaft hat Westfalia Hagen vermisst“, so van Ostens Fazit.

Durch den Titelgewinn konnte sich der SV Hohenlimburg 10 für die Verbands-Meisterschaft am 10. Februar in Gelsenkirchen qualifizieren. „Dort möchten wir auf der hier gebotenen Leistung aufbauen und das Gelernte verfeinern“, blickt Coach Justin Kunze tatendurstig nach vorne.

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