Fußball

SV Hohenlimburg 1910 verliert Spiel und Marcel Weiß

Fußball, Landesliga: Borussia Dröschede - SV Hohenlimburg 1910

Fußball, Landesliga: Borussia Dröschede - SV Hohenlimburg 1910

Foto: Lutz Risse

Hohenlimburg.   Noch schwere als die Niederlage wirkt beim Fußball-Landesligisten SV Hohenlimburg 1910 die Verletzung von Marcel Weiß.

Viel schwerer als die 0:1 (0:0)-Niederlage des Fußball-Landesligisten SV Hohenlimburg 1910 bei Borussia Dröschede wirkt die Verletzung von Marcel Weiß. Der Zehner prallte nach einem Luftduell mit dem Rücken auf dem Kunstgrün auf. Er musste mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden.

In der 79. Minute passierte es, die Gastgeber lagen dort schon mit 0:1 im Hintertreffen. Die Hohenlimburger waren schockiert, versuchten aber trotzdem alles, um für ihren Mitspieler wenigstens noch einen Zähler zu retten. In der Nachspielzeit musste Schiedsrichter Pascal Emrich (Siegen) die Partie kurz unterbrechen, damit die Rettungskräfte Marcel Weiß von der Seitenlinie auf die Trage legen konnten. Zum letzten Eckstoß der Begegnung rannte auch SV-Keeper Alexander Klur mit nach vorne. Jedoch blieb es beim 0:1.

Nuancen entscheiden

„Es war ein hart umkämpftes Spiel gegen eine gute Dröscheder Mannschaft“, so SV 1910-Trainer Michael Erzen. Nuancen haben die Partie am Ende entschieden, Dröschede siegte nach einem Standard. „Dass irgendwann mal wieder eine Niederlage kommt, war klar. Aber das wirft uns nicht aus der Bahn. Wir werden weiterarbeiten.“ Zuletzt unterlagen die Zehner im September 2018. Durch den 2:1-Sieg gegen BSV Menden ist der FSV Gerlingen an der Tabellenspitze auf sechs Zähler enteilt. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat alles gegeben. Einziger Kritikpunkt ist die Chancenauswertung nach Kontern.“

Im ersten Abschnitt verankerte sich die Partie im Mittelfeld, sie war von vielen Zweikämpfen gekennzeichnet. Die Zehner hätten sich vom Unparteiischen Pascal Emrich eine klarere Linie gewünscht. „Die aufkommende Härte hätte er eher unterbinden müssen“, klagte Michael Erzen. Torraumszenen gab es im ersten Abschnitt kaum. In Minute 27 setzte Nick Träptau eine scharf angebratene Flanke in der Dröscheder Strafraum – der Borusse Samet Ünlü hätte das Leder fast ins eigene Tor gesemmelt.

Klur stark auf der Linie

Acht Minuten später erwies sich Alexander Klur einmal mehr als sicherer Rückhalt, er gewann ein Eins-gegen-Eins-Duell gegen den ehemaligen Hohenlimburger Denis Rödel.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Zehner das Kommando. Sie drückten die Platzherren in die eigene Hälfte und eroberten früh die Bälle. Saffet Davulcu scheiterte in der 55. Minute mit einem Direktschuss, zehn Minuten später flankte Marcel Weiß die Kugel maßgenau in den Torraum. Stylianos Mouratidis kam einen halben Schritt zu spät. Dann folgte die ominöse 66. Minute, in der sich die Ereignisse überschlugen. Schiedsrichter Emrich zeigte dem Zehner Thomas Ludwig den Roten Karton. Dieser war aber nicht auf dem Spielfeld, sondern machte sich gerade warm. Er rief dem Unparteiischen ein paar nette Worte zu. Die Konfusion bei den Zehnern nutzte Dröschede aus. Haris Dzafic drosch einen Freistoß nahe der linken Seitenauslinie Richtung Torraum, der Ex-Zehner Amin Ahakham stand goldrichtig, nickte zum 1:0 ein.

Statistik

SV 1910: Klur, Nezir, Höltke, Samet Davulcu, Vincenzo Porrello, Saffet Davulcu, Schakat, Mouratidis (88. Mushaba), Weiß (80. Sylla), Träptau, Labarile.

Schiedsrichter: Pascal Emrich.

Tor: 1:0 Amin Ahakham (66.).

Rote Karte: Thomas Ludwig (66./Hohenlimburg), Schiedsrichter-Beleidigung.

Zuschauer: 200.

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