Fußball

SV Hohenlimburg 1910 vor sechs Endspielen

SV Hohenlimburg 1910, Junior Mushaba (Mitte).

SV Hohenlimburg 1910, Junior Mushaba (Mitte).

Foto: Lutz Risse

Hohenlimburg.   Fußball-Landesligist SV Hohenlimburg 1910 kann den Aufstieg aus eigener Kraft schaffen - die Zehner müssen „nur“ sechsmal gewinnen.

Ein „gefühltes“ Derby haben die Landesliga-Fußballer des SV Hohenlimburg 1910 am morgigen Sonntag vor der Brust. Um 15.30 Uhr treffen sie auf dem Sportplatz Auf der Emst auf Borussia Dröschede.

Derbys haben eigene Gesetze – und gerade diese Begegnung hat schon so manche Brisanz geliefert. In den vergangenen neun Pflichtspielen trennten sich die Zehner und die Borussen viermal Remis, dreimal gewann Hohenlimburg, zweimal Dröschede. Im Hinspiel sah es lange so aus, als wenn das Team von Michael Erzen als Verlierer vom Platz gehen würde. Erst in der Nachspielzeit rettete Simon Bank, der jetzt für den Kirchhörder SC spielt, mit dem 2:2 einen Punkt.

Erkenntnisse aus Beobachtungen

Vergangene Woche hatten die Zehner spielfrei, ein Gegner für ein Testspiel sagte kurzfristig ab. „Wir haben die Zeit dann für Training genutzt, das Wochenende hatten die Jungs frei“, so Michael Erzen. Er selbst sah sich die Partien FSV Werdohl gegen FSV Gerlingen (4:2) und BSV Menden gegen SpVg Olpe (2:2) an. „Da habe ich einige Erkenntnisse draus ziehen können.“ Die Zehner stehen momentan auf Rang zwei der Tabelle, drei Punkte hinter Gerlingen und fünf Zähler vor Menden.

Das vergangene Spiel beim TuS Erndtebrück II (5:0) konnten sich Fans übrigens live über das Internet ansehen. Auch Michael Erzen hat sich die „Wiederholung“ noch einmal angeschaut. „Das war ein schönes Spiel, es hat allerdings etwas an der Chancenauswertung gehapert.“ Bei einem derartigen Spielstand sei das nicht so das Problem, „aber wenn es knapp ist, schon ärgerlich. Aber positiv ist, dass wir uns jetzt Chancen erarbeiten. Dann ist eben der ein oder andere mal nicht drin. Allerdings kann das Torverhältnis natürlich auch noch eine Rolle spielen.“

Mit großem Respekt, aber auch mit gesundem Selbstvertrauen wollen die Zehner die Partie gegen Dröschede angehen. Michael Erzen wundert es ein wenig, dass die Borussen nur auf dem zehnten Rang stehen. „Die Qualität der Mannschaft entspricht nicht dem Tabellenplatz“, so der Hohenlimburger Übungsleiter. „Der Kader ist viel besser, als die Statistik es aussagt.“ Dennoch lautet das Ziel für die Zehner, drei Punkte von der Emst zu entführen. Mit einem Auge wird man sicherlich auch auf die Partie FSV Gerlingen gegen BSV Menden schielen – in der Hoffnung, dass Menden dem SV 1910 ein wenig Unterstützung leistet.

Seit September keine Niederlage

Sechs Spiele stehen noch aus, die Zehner müssen auch noch gegen den FSV Gerlingen antreten. „Wir haben es in der Hand, aus eigener Kraft aufzusteigen. Dazu müssen wir die letzten sechs Spiele gewinnen“, so Michael Erzen. „Aber wir denken von Spiel zu Spiel.“ Seit September haben die Zehner keine Partie mehr verloren.

Zwei Ausfälle gilt es gegen Dröschede zu beklagen. Thomas Ludwig klagt über Fußprobleme, bei Toni Porrello ist der Innenmeniskus lädiert.

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