2. Handball-Bundesliga

Tim Stefan verstärkt VfL Eintracht Hagen

Tim Stefan, hier im Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen mit Harald Reinkind und Gedeon Guardiola (von links), wechselt vom Handball-Erstligisten TV Hüttenberg zum VfL Eintracht Hagen. Foto:  Imago

Tim Stefan, hier im Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen mit Harald Reinkind und Gedeon Guardiola (von links), wechselt vom Handball-Erstligisten TV Hüttenberg zum VfL Eintracht Hagen. Foto: Imago

Hagen.   Handball-Zweitligist VfL Eintracht Hagen hat Rückraumspieler Tim Stefan von Erstligist TV Hüttenberg verpflichtet. Linksaußen Tim Lindner geht.

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„Wir werden jung“, hatte Niels Pfannenschmidt, Trainer des Handball-Zweitligisten VfL Eintracht Hagen, schon nach der Verpflichtung des 18-jährigen Gummersbacher Rechtsaußen Damian Toromanovic und des 19-jährigen Mindener Mittelmannes Tim Brand gesagt. Danach kam mit Jonas Dell, der vom Bergischen HC ausgeliehen wird, noch ein 20-jähriger Kreisläufer hinzu. Auch die möglicherweise letzte Neuverpflichtung für die Saison 2018/19 senkt den Altersschnitt der Grüngelben: Tim Stefan, 22-jähriger Halblinker von Erstligist TV Hüttenberg, unterschrieb einen Zweijahresvertrag in Hagen. Dagegen wird Linksaußen Tim Linder den VfL Eintracht verlassen.

„Er ist entwicklungsfähig, ein Shooter mit Deckungsqualitäten, und passt perfekt in unser Portfolio“, so beschreibt Eintracht-Coach den vierten Neuzugang, der in der Nähe von Hamburg aufwuchs. Für den HSV spielte Tim Stefan in der A-Jugend-Bundesliga, im Seniorenteam schnupperte er sogar Bundesliga-Luft. Per Zweitspielrecht lief der Rückraum-Youngster für den SV Henstedt-Ulzburg in der 2. Liga auf, bevor er 2016 zum TV Hüttenberg wechselte, mit dem er als erfolgreicher Feldtorschütze (92 Treffer) direkt den Sprung in die 1. Bundesliga schaffte. „Es war ein glücklicher Zufall, dass wir so einen Spieler bekommen können“, sagt Pfannenschmidt, „es ist mit Blick auf Transfers ja schon recht spät.“

Stock: „Viel Entwicklungspotenzial“

„Wir waren nicht aktiv auf der Suche“, bestätigt Sportdirektor Michael Stock, „es hat sich dann aber plötzlich so ergeben, dass der Vertrag von Tim in Hüttenberg zum Saisonende aufgelöst wurde.“ Nach einer kurzen „internen Abstimmung“, so Stock, „haben wir uns entschieden, ihn zu verpflichten.“ Dem Halblinken bescheinigt der Sportdirektor eine gute Wurfauswahl, außerdem „versprechen wir uns von ihm jede Menge Entwicklungspotenzial.“

Stefan selbst freut sich auf die neue Aufgabe. In Hüttenberg erhielt er nach einem Trainerwechsel zuletzt weniger Spielanteile als zuvor. „Der Wechsel nach Hagen bedeutet für mich einen Neustart. Hier möchte ich mich weiter verbessern und zum Klassenerhalt beitragen – und vielleicht sogar oben angreifen“, sagt Tim Stefan selbstbewusst, der neben Bartosz Konitz, Sebastian Schneider und Dominik Waldhof der vierte Halblinke im Kader sein wird. Allerdings half Abwehrspezialist Waldhof zuletzt für den verletzten Julian Renninger am Kreis aus. Und bei Schneider stehe möglicherweise eine berufliche Veränderung an, berichtet Niels Pfannenschmidt, mit welchen Konsequenzen, müsse man abwarten. „Fakt ist, dass er einen Vertrag bis 2019 hat.“

Genauso lange lief der Kontrakt mit Tim Lindner, der den VfL Eintracht aber zum Saisonende verlassen wird. Der Linksaußen will seinen Schwerpunkt in Zukunft auf sein Master-Studium der Wirtschaftspsychologie sowie den Einstieg in das Berufsleben legen. „Das ist in dieser Kombination mit dem Profibereich nicht vereinbar“, so der 23-Jährige.

Lindner wechselte vor zwei Jahren vom Bergischen HC zu den Grüngelben, mit denen er den Zweitliga-Aufstieg und jetzt den vorzeitigen Klassenerhalt schaffte. „Wir haben in beiden Spielzeiten das Saisonziel erreicht“, kann der gebürtige Essener folglich sagen. „Es war eine interessante Zeit.“

Ob der VfL für Linder externen Ersatz verpflichtet oder einen jungen Akteur aus den eigenen Reihen nachrücken lässt, ist noch offen.

Jan von Boenigk und Bartosz Konitz in Saarlouis fraglich


Während die Handballer des VfL Eintracht Hagen am Freitag um 19.30 Uhr beim TV Saarlouis das erste Spiel nach dem vorzeitig gesicherten Klassenerhalt bestreiten, ist es für die Gastgeber die erste Partie nach dem feststehenden Abstieg.

Der VfL Eintracht bangt um die angeschlagenen Akteure Jan von Boenigk und Bartosz Konitz.

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