Landesliga

Titel ist Hohenlimburg nur noch theoretisch zu nehmen

Freudude nach dem 4:0-Sieg bei der FSV Werdohl: Den Fußballern des SV Hohenlimburg 1910 um Stylianos Mouratidis und Kapitän Danilo Labarile (von rechts) ist der Westfalenliga-Aufsteig nur noch theoretisch zu nehmen.

Freudude nach dem 4:0-Sieg bei der FSV Werdohl: Den Fußballern des SV Hohenlimburg 1910 um Stylianos Mouratidis und Kapitän Danilo Labarile (von rechts) ist der Westfalenliga-Aufsteig nur noch theoretisch zu nehmen.

Foto: Fabian Sommer

Werdohl.   Der Landesliga-Titel ist Hohenlimburg 10 nach dem 4:0 in Werdohl nur noch theoretisch zu nehmen. Neben dem SSV steigt auch der FC Wetter ab.

Meisterstück vollbracht! Fußball-Landesligist SV Hohenlimburg 1910 hat mit einem 4:0 (2:0)-Erfolg bei der FSV Werdohl das Tor zur Westfalenliga endgültig aufgestoßen. Rein rechnerisch ist das Team von Chefcoach Michael Erzen noch nicht über die Ziellinie. Doch am letzten Spieltag im Heimspiel gegen den BSV Menden in der kommenden Woche haben die Zehner drei Zähler und zwölf Tore Vorsprung vor dem Zweitplatzierten FSV Gerlingen. „Das Ding ist zu 99,9 Prozent durch“, ist sich Trainer Michael Erzen sicher.

Die Partie im Riesei-Stadion war während der ersten halben Stunde etwas zerfahren. Bei strömendem Regen konnte keines der beiden Teams spielerisch glänzen. Der Liga-Primus war zwar während der 90 Minuten spielbestimmend, aber spielte sich bis zum 1:0 außer eines Abseitstores von Nick Träptau (17.) keine Chancen heraus. SV-Torhüter Michael Klur musste nach 60 Sekunden die einzig gute Möglichkeit der Gastgeber entschärfen. „Wir wussten, was auf dem Spiel steht, am Anfang waren wir etwas nervös“, sagte Erzen.

In Minute 31 fiel dann aus heiterem Himmel die Führung. Vincenzo Porrello bekam am linken Strafraumeck den Ball vor die Füße und schoss ihn aus 17 Metern unten links in die Ecke. Auch der zweite Zehner-Treffer kam aus der Distanz: Saffet Davulcu machte es Porrello auf der anderen Spielseite gleich, brachte den Ball aus etwa 16 Metern in der unteren rechten Torecke unter (45. +1).

Vier Minuten nach dem Seitenwechsel erhöhte Saffet Davulcu auf 3:0, wieder war es ein Distanzschuss. Aus circa 20 Metern zielte er auf die obere rechte Ecke des gegnerischen Kastens und bejubelte postwendend seinen Doppelpack. FSV-Torhüter Alexander Schmale zeigte bei dem Schuss keine gute Figur, war noch mit der linken Hand am Ball. „Auf spielerischem Wege hätten wir heute wohl nicht das erste Tor erzielt, da hatten wir mit den Distanzschüssen etwas Glück“, analysierte Michael Erzen aufrichtig.

Für beide Mannschaften war die Messe nach dem dritten Treffer gelesen. Von den Werdohlern kam nicht mehr viel, die Hohenlimburger spielten ihren Stiefel herunter und versuchten, zu kontern. Einige Chancen wurden noch liegen gelassen, etwa durch Toni Porrello (77.), Stylianos Mouratidis (80.) oder Vincenzo Porrello (89.). Der 4:0-Endstand war Chefsache: Kapitän Danilo Labarile ließ sich aus zwölf Metern Torentfernung nicht lumpen (84.). „Ich freue mich für die Mannschaft, dass wir die Vorentscheidung erzielen konnten. Nächsten Sonntag müsste es mit dem Teufel zu gehen, wenn wir das nicht über die Bühne bringen“, so Michael Erzen.

SV Hohenlimburg 10: Klur, Nezir, Kauermann, Samet Davulcu (76. Avdullahu), Vincenzo Porrello, Saffet Davulcu, Toni Porrello, Schakat, Weiß (63. Mouratidis), Träptau (58. Höltke), Labarile.

Abstieg des FC Wetter ist besiegelt

Was sich seit Wochen abgezeichnet hat, ist nun amtlich: Die Fußballer des FC Wetter steigen aus der Landesliga ab, nach der klaren 1:6 (0:2)-Pleite beim Tabellenzweiten FSV Gerlingen haben die Wetteraner bei sechs Punkten Rückstand keine Chance mehr den Relegationsplatz zu erreichen.

„Das war heute eine desolate Vorstellung, die nichts mit Landes- oder Bezirksliganiveau zu tun hat“, sah der scheidende FC-Trainer Markus Dönninghaus eine „auch in der Höhe verdiente Niederlage.“ Das Unheil in Wenden nahm bereits nach zwei Minuten seinen Lauf, als Mamadou Bah wegen einer Notbremse die Rote Karte sah. In Unterzahl waren die Gäste klar unterlegen, Dominik Zimmermann (5.) und Marcel Laube (19.) schossen den 2:0-Pausenvorsprung für die Gastgeber heraus. „Spätestens nach dem zweiten Gegentreffer haben wir uns komplett aufgegeben“, stellte Dönninghaus fest. Laube (52.) und Tim Weber (64.) erhöhten nach dem Seitenwechsel auf 4:0, ehe Joel Schikora nach schönem Pass von Angelos Pavlidis der Ehrentreffer gelang (67.). Im Anschluss machten Steffen Schuchert (71.) und Michel Schöler (74.) den Kantersieg perfekt. „Wir können uns bei Gerlingen und unserem Keeper Stefan Kroon bedanken, dass es bei den sechs Gegentoren geblieben ist“, so Dönninghaus. Bevor es in die Bezirksliga geht, empfängt der FC zum Saisonabschluss am kommenden Sonntag um 15 Uhr den FSV Werdohl.

FC Wetter: Kroon; Wandji, Wiggershaus, Hammouda, Schikora, Pavlidis, Nanfack, Ulusoy (33. Al Khalil), Hong-Gonzalez, Russo (75. Kemayou), Bah.

SSV verpasst Remis bei Heimausstand knapp

Ein Sieg oder Punktgewinn gelang dem SSV Hagen im letzten Heimspiel der Fußball-Landesliga nicht, doch der Absteiger war gar nicht so weit davon entfernt. Mit 4:6 (1:1) verlor das Team um Spielertrainer Marco Grüterich, dessen Abstieg schon länger feststeht, gegen den VSV Wenden. „Ein Punkt wäre heute drin gewesen“, befand Grüterich: „Ein Kompliment an die Mannschaft, dass sie weitermacht.“

Die Gastgeber gingen im Ischelandstadion sogar früh in Führung, als Daniele di Campi eine Flanke von Dominik Schäfer verwertete (11. Minute). Nach knapp einer halben Stunde gelang den Gästen allerdings der Ausgleich durch Alexander Horst (28.), nach dem Wechsel legten sie durch Sebastian Henne (47.) und Marco Bäumer (57.) nach. „Da sind wir ziemlich schlecht aus der Kabine gekommen“, räumte Grüterich ein, dessen Team danach aber immer wieder herankam. Zunächst erzielte Schäfer (66.) den Anschlusstreffer zum 2:3, dann gelang dies Grüterich (78.) selbst per Elfmeter zum 3;4, Henne hatte zwischendurch zweimal für Wenden getroffen (72., 84.). Als der eingewechselte Malik Haroun Yacoub spät erneut auf 4:5 verkürzte (87.), hoffte der SSV noch auf den Punkt. Doch Luka Karas vergab zweistehend vor dem Tor gleich zweimal, einen möglichen Elfmeter - so Grüterich - versagte der Unparteiische den Gastgebern. So war Hennes vierter Treffer für VSV in letzter Minute der Schlusspunkt am Ischeland.

Riede; Idalgo Infante (46. El-Bakouri), Türkyilmaz, Schäfer, Salvo, Karas, Biesemann (46. Yacoub), El Basraoui, di Campi, Grüterich, Kuhfeld.

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