3. Handball-Liga

Tobias Mahncke wagt mit Eintracht Hagen den Neuanfang

Eintracht-Torwart Tobias Mahncke hat für die Saison einiges vor. Der neue Kapitän kennt die Situation nach einem Abstieg: Bereits 2015 stieg er mit dem VfL auf, ein Jahr später stieg er wieder ab.

Eintracht-Torwart Tobias Mahncke hat für die Saison einiges vor. Der neue Kapitän kennt die Situation nach einem Abstieg: Bereits 2015 stieg er mit dem VfL auf, ein Jahr später stieg er wieder ab.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen.  Nach dem Abstieg soll die Stimmung bei den Drittliga-Handballern von VfL Eintracht besser werden. Kapitän Tobias Mahncke will klare Hierarchien.

So richtig passte es nicht bei den Handballern vom VfL Eintracht Hagen in der vergangenen Saison. Die Mannschaft stieg am Ende der Spielzeit 18/19 aus der zweiten Bundesliga ab, dabei hatte der Verein eigentlich ganz andere Pläne. Oft gab das Team um den damaligen Trainer Niels Pfannenschmidt kein gutes Bild ab - eine Tatsache, die sich in den Ergebnissen des eigentlich absolut zweitligareifen Kaders widerspiegelte.

Nun hat sich das Gesicht der Grüngelben im Sommer gewandelt. Mit Ulli Kriebel ist ein neuer Trainer verantwortlich für die sportlichen Belange, mit Tobias Mahncke wurde zudem auch neuer Kapitän gefunden. Einen großen Hehl daraus, dass es in der abgelaufenen Saison nicht optimal innerhalb der Mannschaft lief, macht beim VfL Eintracht keiner. „Wir als Mannschaft sehen die neue Saison als Neuanfang und wollen ein besseres Mannschaftsbild abgeben”, sagt Mahncke bei seiner Ernennung zum neuen Spielführer.

Teamgeist und Disziplin

Über Teamgeist und Disziplin möchte der Torwart dafür sorgen, dass wieder ein anderer Wind weht beim Drittligisten. Sieben Spieler verließen den Verein nach dem unnötigen Abstieg, insgesamt fünf neue Akteure sorgen für ein neues Gesicht bei der Eintracht. „Ich bin mir sicher, dass keiner der Spieler, die noch bei der Eintracht spielen wie auch die, die den Verein verlassen haben, zufrieden mit der letzten Saison waren - sowohl sportlich als auch von der Außendarstellung des Teams”, sagt Hagens Sportlicher Leiter Michael Stock. In der Vorbereitung auf die kommende Spielzeit hat Stock einen Prozess innerhalb der veränderten Mannschaft bemerkt, der ihn positiv auf die Herausforderungen in der dritten Liga blicken lässt.

Deutliche Fortschritte

So wie Tobias Mahncke. Der neue Spielführer hat für die Saison einiges vor und kennt die Situation nach einem Abstieg aus seinen vier Spielzeiten an der Volme ganz genau. Bereits 2015 stieg er mit dem VfL Eintracht auf, ein Jahr später stieg er wieder ab. Nach dem erneuten Aufstieg 2017 ging es nun wieder in die dritte Liga zurück. Mit Blick auf die neue Spielzeit ist Mahncke optimistisch, dass sich die Fehler aus der Vergangenheit nicht wiederholen. „Wir haben in diesem Bereich schon deutliche Fortschritte gemacht”, sagt der 35-jährige Schlussmann. Vor allem die jüngsten Testspiele gegen Hamm und Ferndorf sorgen dabei für Zuversicht. „In der vergangenen Saison sind wir nach hohen Rückständen oft auseinander gebrochen, jetzt haben wir uns gerade gegen Hamm wieder gefangen”, berichtet der VfL-Kapitän. Zur Halbzeit des Endspiels beim BDO-Cup in Volmetal lagen die Hagener bereits mit sechs Toren gegen Hamm zurück, der zweite Durchgang ging mit 16:14 dann noch an den VfL.

Klare Hierarchien

Durch die nun klaren Hierarchien im Team, so hofft Mahncke, bricht die Mannschaft bei negativen Erlebnissen zukünftig nicht mehr so schnell ein. Denn nun sollen vor allem die erfahrenen Spieler vorangehen und den vielen jungen Akteuren im VfL-Dress ein gutes Beispiel sein. Das habe im vergangenen Jahr gefehlt. „Wir hatten eine sehr flache Hierarchie. Wenn es aber darauf, ankam hat sich keiner hervorgetan”, sagt er. Das solle sich nun durch eine klare Rangordnung verbessern.

Damit aber auch die jüngeren Spieler bemerkbar machen, wurde bei der Zusammenstellung des Mannschaftsrats mit Neuzugang Lukas Kister auch einer der jungen Garde berücksichtigt. Es soll wieder passen innerhalb der Mannschaft der Hagener Eintracht - auch und vielleicht vor allem dank des neuen Kapitäns Tobias Mahncke.

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