FUSSBALL

Esborns Trainer-Duo verlässt Mannschaftskreis

Einer von fünf Saisonsiegen: Esborns Trainer Benjamin Wenzel und Kevin Stürzekarn (mit gefalteten Händen) nach dem 2:1-Erfolg bei der SpVg Linderhausen Anfang November. Dazu gab es bislang fünf Niederlagen und fünf Remis.

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Einer von fünf Saisonsiegen: Esborns Trainer Benjamin Wenzel und Kevin Stürzekarn (mit gefalteten Händen) nach dem 2:1-Erfolg bei der SpVg Linderhausen Anfang November. Dazu gab es bislang fünf Niederlagen und fünf Remis. Foto: Ka

Esborn.   TuS Esborns Trainer Benjamin Wenzel/Kevin Stürzekarn werfen hin. Auch Daniel Fernandes hört als Sportlicher Leiter auf.

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Die Schwingungen rund um den Böllberg wurden in den vergangenen Wochen immer negativer. Die Alteingesessenen in Esborn meckerten am Fußballplatz des TuS von Sonntag zu Sonntag immer ein bisschen mehr. „Das ist das schlechteste Saisonspiel“, hieß es häufig von den kritischen Stimmen. Gegenrede? Sinnlos.

Das Trainergespann des TuS Esborn hat nun seine Konsequenzen aus den Missstimmungen gezogen. Für das Duo Benjamin Wenzel/Kevin Stürzekarn ist zum Rückrundenstart am kommenden Sonntag beim TuS Ennepetal II nach gut 13 Monaten Schluss. Die Anzeichen dafür hatten sich beim Tabellenzehnten der Kreisliga A in den vergangenen drei Wochen verdichtet, ebenso, dass bereits mit anderen Trainern verhandelt wurde.

Tendenz geht nach unten

„Wir wollen der Neuausrichtung unter einem neuen Trainer nicht im Wege stehen“, sagen Wenzel/Stürzekarn unisono. Doch die Motivation für ihren Entschluss kommt nicht allein vom Spielfeldrand. Die Ergebnisse der vergangenen Wochen entsprachen nicht dem, was sich die Verantwortlichen des TuS – Trainerteam inklusive – zu Saisonbeginn vorgestellt hatten. „Wir sind auch ein Stück weit enttäuscht von der sportlichen Entwicklung“, gibt Benjamin Wenzel zu. „Die Tendenz ging nach unten. Wie sich die Mannschaft im letzten Spiel bei der TSG Herdecke präsentiert hat, war leblos. Es ging einfach in die falsche Richtung“, sagt der Sportliche Leiter Heiko Kuhlmann.

Das junge Duo war zuweilen mehr Kumpel als Respektsperson, die Spieler des Kreisliga-A-Teams setzten allzu oft nicht um, was von ihnen gefordert wurde. Zugleich sollen Spieler wiederholt auf den Vorstand zugegangen sein, um ihre Unzufriedenheit über das Trainerteam und etwaige Wechselabsichten zum Ausdruck zu bringen. Ein Schelm, der mutmaßt, dass die Mannschaft womöglich zuletzt gegen ihre Trainer gespielt hat.

Zu den enttäuschenden Ergebnissen kam das Verletzungspech – das Resultat heißt: Amtsaufgabe. Doch damit stehen Wenzel und Stürzekarn nicht allein da. Auch Daniel Fernandes, zweiter Sportlicher Leiter neben Heiko Kuhlmann, wird seine Tätigkeit nach knapp einem Jahr aufgeben. „Angesichts der jetzigen Situation bin ich der Meinung, dass komplett neue Leute ihr Glück versuchen sollen“, sagt der Wetteraner. „Ich habe den einen oder anderen Fehler gemacht und war zu gutgläubig, was den Umgang mit einigen Spielern angeht. Zudem hätte ich bei der ein oder anderen Personalie sagen müssen, dass ich da nicht mitgehe“, erläutert der 33-Jährige seine Beweggründe. Fernandes wird erstmal eine Fußball-Pause einlegen. „Es war eine intensive und anstrengende Zeit. Es soll aber nicht so aussehen, als wenn ich Heiko in dieser Situation im Stich lasse“, meint Fernandes, der ausdrücklich nicht im Streit geht.

So hinterließ er seinem Kompagnon Kuhlmann noch einen Vorschlag für die Trainer-Nachfolge: Christoph Pajdzik, der am vergangenen Freitag als Coach von Bezirksligist Fortuna Hagen seinen sofortigen Rücktritt verkündete, ist für ihn ein geeigneter Kandidat. Auch der Name Dean Caschili, ehemaliger Trainer des TuS Wengern, geistert um den Böllberg herum. Nicht als neuer TuS-Trainer zur Verfügung stehen wird Martin Freitas, aktueller A-Jugend-Coach der JSG Silschede/Esborn, wie er dieser Zeitung versicherte.

>> KUHLMANN: „ZWEI GANZ FEINE MENSCHEN“

Das Trainer-Duo Benjamin Wenzel/Kevin Stürzekarn hatte im Oktober 2016 den damaligen Aufsteiger übernommen.

„Die Beiden sind ganz feine Menschen und haben sich in einer sehr schwierigen Zeit der Verantwortung gestellt. Es tut uns leid, dass es sportlich so gekommen ist“, sagt Heiko Kuhlmann, Sportlicher Leiter des TuS.

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