Relegation

TSK Hohenlimburg auf Gipfel der Glückseligkeit

Ausgelassen feiern Spieler, Funktionäre und Fans des TSK Hohenlimburg im Ischelandstadion den Aufstieg.

Ausgelassen feiern Spieler, Funktionäre und Fans des TSK Hohenlimburg im Ischelandstadion den Aufstieg.

Foto: Axel Gaiser

Hagen.   Sie retteten sich erst spät in die Verlängerung. Doch dort triumphierten die Fußballer des TSK Hohenlimburg mit 5:1 und steigen auf.

Um 21.27 Uhr gestern Abend war es so weit - die Fußballer des TSK Hohenlimburg sind in die Bezirksliga aufgestiegen! Die Spieler lagen sich in den Armen, die Fans verwandelten das Ischelandstadion in ein Tollhaus und sangen lauthals „Wir sind alle Hohenlimburger Jungs.“ Im Rückspiel der Relegation siegte das Team von Spielertrainer Jakob Weber gegen den SC Obersprockhövel II mit 5:1 (2:1 / 0:1) nach Verlängerung. Durch das 1:2 aus dem Hinspiel lag der TSK nach der zwischenzeitlichen 1:0-Führung des SCO sogar mit 1:3 zurück, kämpfte sich aber aufopferungsvoll zurück und drehte die Partie mit voller Leidenschaft.

„Das war überragend, eine absolute Energieleistung. Wir waren schon in der ersten Hälfte besser“, sagte der überglückliche und mit Sekt durchnässte Jakob Weber hinterher. „Dafür musste ich erst 35 werden, unglaublich. Jetzt werden wir drei Tage durchzaubern.“ Auch dem Vorsitzenden Sadik Kaplan fehlten fast die Worte: „Ich habe die ganze Woche an die Mannschaft geglaubt. Ich bin super stolz.“ Die zahlreichen Fans des TSK haben über 90 Minuten getrommelt und gesungen. „Das hat die Mannschaft nach vorne gepusht“, sagte Sadik Kaplan.

Unglücklicher Gegentreffer

Wegen Platzregen und Gewitter wurden erst Szenarien ausgemalt, die Partie eventuell zu verlegen. Pünktlich zum Anpfiff brach dann aber der Himmel auf und es konnte Fußball gespielt werden. Nach einem verhaltenden Beginn mit jeweils einer guten Möglichkeit auf jeder Seite nahm der TSK gegen Ende der Halbzeit das Zepter in die Hand. Flügelstürmer Leonardo Fazio hätte in den Minuten 36 und 38 jeweils die Führung erzielen können, vergab aber Hochkaräter. Plötzlich gerieten die Hohenlimburger in einen Konter und obwohl die Szene eigentlich hätte entschärft werden müssen, landete die Kugel per Slapstick vor SCO-Akteur Thomas Schiprowski. Dieser schob den Ball an TSK-Schlussmann Alexander Dill zur 1:0-Führung vorbei in die untere rechte Ecke.

Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel gelang den Hohenlimburgern der Ausgleich. Nach einem gefährlichen Distanzschuss von Christopher Conrad stand Kapitän Adam Wojtaszek nach dem Abpraller von SCO-Torhüter Thomas Stiebler goldrichtig und nickte ein.

Danach schnürte der TSK die Obersprockhöveler in deren Hälfte ein und drängte auf den zweiten Treffer. Dieser fiel aber erst in der dramatischen Schlussphase, als Fazio den Ball in den Lauf gespielt bekam und aus 13 Metern eiskalt unten links verwandelte (89.).

Als Schiedsrichter Thorsten Kleiböhmer zur Verlängerung bat, mobilisierten die Hohenlimburger alle Kräfte und spielten ihren Gegner fortan an die Wand. Fazio ließ vor dem rechten Strafraumeck seinen Gegenspieler aussteigen, sah dass Stiebler zu weit vor seinem Gehäuse stand und schlenzte den Ball unter die Querlatte zum 3:1 (96.). 180 Sekunden später erhöhte Tim Mühlhof nach traumhafter Vorlage von Samuel Schlummer auf 4:1. Während der Jubelszenen kassierte Justin Küpper auf Seiten des SCO zu allem Überfluss noch die Ampelkarte - der SCO war stehend K.o. Der TSK spielte seinen Stiefel herunter und vollendete die Aufholjagd in Form von Christopher Conrad mit dem 5:1 in der 115. Minute.

Die Hohenlimburger überzeugten auf ganzer Linie, doch einer stach ohne Tor trotzdem hervor: Samuel Schlummer räumte auf seiner „Sechs“ alles ab, was ihm in die Quere kam und gewann nahezu jeden Zweikampf.

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