Fußball

TSK Hohenlimburg darf auf Kirchenberg-Kunstrasen spielen

Im Juni schaffte der TSK Hohenlimburg in der Relegation den Aufstieg in die Bezirksliga, nun trägt man auf dem Kirchenberg-Kunstrasen dort seine Heimspiele aus.

Im Juni schaffte der TSK Hohenlimburg in der Relegation den Aufstieg in die Bezirksliga, nun trägt man auf dem Kirchenberg-Kunstrasen dort seine Heimspiele aus.

Foto: Axel Gaiser

Hohenlimburg.  Der TSK Hohenlimburg kann seine Bezirksliga-Heimspiele auf dem Kirchenberg-Kunstrasen austragen, SG Hohenlimburg/Holthausen III muss weichen.

Im Spielplan steht noch Ostfeld, das kann der Staffelleiter nun in Kunstrasen Kirchenberg-Stadion ändern. Wenn Aufsteiger TSK Hohenlimburg zum ersten Heimspiel am 18. August in der Fußball-Bezirksliga den FSV Gevelsberg empfängt, kann er das auf dem gewünschten Kunstgrün im angestammten Ortsteil tun. Bei der Platzvergabe für die Saison 2019/20 durch das Servicezentrum Sport wurde dem TSK die Kunstrasen-Spieleinheit ermöglicht, trainieren kann der Aufsteiger hier aber nicht. Wenig begeistert von der Neu-Einteilung zeigte sich die SG Hohenlimburg-Holthausen (SG Ho/Ho), deren dritte Mannschaft nun vom Kirchenberg zum Ostfeld-Hartplatz weichen muss.

„Wir haben uns riesig gefreut, das war ein langer Kampf.“ Die Nachricht, dass man zumindest die Bezirksliga-Heimspiele demnächst auf dem Kirchenberg-Kunstrasen austragen darf, begrüßte TSK-Pressesprecher Sinan Akbaba ausdrücklich. Die Hohenlimburger hatten schon länger den Wunsch nach Heimspielen auf Kunstrasen geäußert (wir berichteten), nach dem Aufstieg in die Bezirksliga hatten sie nun einen Anspruch darauf. Der neue Dahler Kunstrasen, auf dem sie neben dem Training schon in der Vorsaison als A-Kreisligist auch hätten spielen können, kam für sie aber nicht infrage, sie blieben auf dem Ostfeld. Nun können sie ortsnah zumindest spielen. „Das ist sehr wichtig für die Identifikation, wir sind Hohenlimburger“, sagt Akbaba, „auch für unsere lokalen Sponsoren bringt Bandenwerbung in Dahl ja wenig. Und viele Zuschauer würden den Weg dahin wohl auch nicht mitmachen.“

Trainingseinheiten auf dem von vielen Teams des SV Hohenlimburg 1910 und der SG Hohenlimburg-Holthausen genutzten Kirchenberg-Kunstrasen, das machte SZS-Leiter Karsten-Thilo Raab deutlich, könne der TSK angesichts der Vollbelegung aber nicht erhalten. Zumal auch der Rasenplatz im Kirchenberg-Stadion wegen Regenerations-Arbeiten bis Ende August nicht zur Verfügung steht, Westfalenligist Hohenlimburg 10 also einen Ausweichplatz benötigt. Das Bezirksliga-Team des TSK um Spielertrainer Jakob Weber will nun weiter in Dahl trainieren, die Klub-Reserve bleibt ohnehin auf dem Ostfeld. Dorthin muss auch die Drittvertretung der SG Hohenlimburg-Holthausen in der Kreisliga C - im Vorjahr noch nach wenigen Spielen vom Verein zurüchgezogen - nun ausweichen.

„SZS hält sich nicht an Richtlinien“

Zu welcher Uhrzeit der TSK am Kirchenberg kicken kann, steht noch nicht fest. Zunächst war ein 13-Uhr-Termin - nach der A-Jugend und vor zweiter und dritter Mannschaft der Zehner - am ersten und dritten Sonntag vorgesehen. Der von Staffelleiter Michael Krauthausen in der Vorwoche erstellte Bezirksliga-Plan hatte für den TSK aber Heimspiele am zweiten und vierten Sonntag vorgesehen, so dass das Servicezentrum Sport erneut umplanen musste. Eine der ersten beiden SG Ho/Ho-Mannschaften - ursprünglich nacheinander um 15 und 17 Uhr aktiv - muss deshalb nun mit dem TSK tauschen.

Was wiederum die SG-Vertreter mächtig ärgert. „Als größter Verein in Hohenlimburg haben wir die größten Einbußen. Unsere Mannschaften werden total auseinandergerissen“, kritisiert Thomas Flöck, in der Spielgemeinschaft aus Eintracht Hohenlimburg und TuS Holthausen für den Spielbetrieb verantwortlich, die aktuelle Platzvergabe: „Wir haben schon den Hegge-Sportplatz durch Brand verloren, jetzt nimmt man uns die nächste Spielstätte teilweise.“ Dass die drei SG-Teams nun an verschiedenen Tagen und Orten spielen, erschwere die Organisation. „Einen vernünftigen Verkauf am Platz kriegen wir so nicht mehr hin“, sagt Flöck, „die Finanzierung der Teams wird so schwieriger. Und es kann dazu führen, dass die Spieler der dritten Mannschaft sagen: Wir haben keinen Bock, auf Asche zu spielen.“ Das SZS, so Flöcks Vorwurf, halte sich nicht an die Vergabe-Richtlinien. Etwa, wenn man die Negativpunkte beim Rückzug von Teams - im letzten Oktober beim „Runden Tisch“ der Fußballvereine mit dem SZS beschlossen - rückwirkend auf die SG anwende, die im September die dritte Mannschaft abgemeldet hatte.

257 Hagener Teams zu berücksichtigen

„Wir haben versucht, möglichst allen gerecht zu werden“, sagt SZS-Leiter Karsten-Thilo Raab. Insgesamt 257 gemeldete Hagener Fußball-Mannschaften müsse man unterbringen, die Zahl der Kunstrasenplätze sei begrenzt: „Da ist es schwierig, alle Wünsche der Vereine und die Vergabekriterien unter einen Hut zu bringen.“ Und wenn es Änderungen gebe, wie jetzt mit dem Aufstieg des TSK, müsse das SZS bei der Platzvergabe reagieren. Gleichzeitig betonte Raab mit Blick auf die Dritte der SG Ho/Ho, auf dem neuen Kunstrasen in Dahl habe man noch freie Kapazitäten: „Wenn sie nicht auf den Ostfeld-Aschenplatz wollen, können sie nach Dahl.“

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