Bezirksliga

Türkiyemspor Hagen macht es spannend

Adem Sebetci bringt Türkiyemspor mit zwei Toren in Führung, gegen den VfL Schwerte, am Ende wird es aber noch einmal eng.

Adem Sebetci bringt Türkiyemspor mit zwei Toren in Führung, gegen den VfL Schwerte, am Ende wird es aber noch einmal eng.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen.  Spannend ging es zu am zehnten Spieltag der Fußball-Bezirksliga: Türkiyemspor Hagen, SC Berchum/Garenfeld und TSK Hohenlimburg siegten knapp.

In einem ansehnlichen Spiel sicherten sich die Bezirksliga-Fußballer von Türkiyemspor Hagen drei Punkte. Beim 3:2 (1:0)-Erfolg über den VfL Schwerte sah zunächst alles danach aus, als wenn die Gastgeber einen deutlichen Sieg einfahren würden. Schließlich entwickelte sich durch zwei schnelle Tore der Gäste ein in der Schlussphase ein spannendes Spiel.

„Es war eine schwere Woche, heute haben wir Moral gezeigt“, freute sich Türkiyemspor-Trainer Efraim Caliskan über die Reaktion seiner Mannschaft nach der jüngsten 2:5-Niederlage. Durch viel Ballbesitz in der ersten Hälfte brachte sich bereits die Dominanz der Hagener zum Ausdruck. Lediglich der letzte entscheidende Pass fand seinen Weg zum Mitspieler noch nicht. Somit musste es ein Sonntagsschuss richten: Aus gut 25 Metern traf Adem Sebetci ins Kreuzeck zum 1:0 (23.).

Nach dem Seitenwechsel gaben weiterhin die Türken den Ton an und konnten mit der ersten guten Tormöglichkeit das 2:0 (53.) markieren – erneut war es Sebetci. Nur eine Minute später pfiff der Schiedsrichter nach einem Rückpass der Schwerter auf den Torhüter einen indirekten Freistoß für die Gastgeber, den Dominik Franz mit einem Gewaltschuss zum vermeintlich vorentscheidenden 3:0 (54.) verwandelte. Motivierte Schwerter aber erspielten sich Angriff um Angriff und wurden dafür auch belohnt: Als sich Yannik Wiesner im Tor der Hagener bei einem langen Ball verschätzte, profitierte Yannis Schwarze und schob den Ball zum 3:1 (72.) in das leere Tor. Vier Minuten später nach erneutem langen Ball folten die Gastgeber, den resultierenden Elfmeter verwandelte Robin Heuft zum 3:2 (76.). „Die beiden Gegentore haben uns verunsichert“, beschrieb Caliskan die darauf folgenden Minuten, in denen der Gast auf den Ausgleich drückte, aber zu keiner klaren Chance mehr kam. „Das gibt uns Motivation für die nächsten Spiele“, freute sich Caliskan.

Türkiyemspor: Wiesner; Salvo (80. Dastan), G. Nezir, Ahakham (87. Dojcinovic), Sebetci (65. Cufta), Franz, Akbas, Chaoui, Dursun, Özalp, R. Nezir.

Joker Zuhmann sticht bei Berchum/Garenfeld

Die Fußball-Bezirksliga hat einen neuen Tabellenführer! Allerdings heißt dieser nicht SC Berchum/Garenfeld, obwohl der Sportclub sich mit 2:0 (0:0) beim ASSV Letmathe durchsetzte. Die Garenfelder sind Zweiter, aber der Geisecker SV schob sich mit einem Sieg auf Rang eins vor, da der bisherige Tabellenführer RW Lüdenscheid bei BW Voerde mit 1:1 patzte.

Die Berchumer präsentierten sich nicht von ihrer besten Seite. Das Spiel war von Lethargie und vielen Fehlpässen geprägt, Chancen waren bis zur 75. Minute Mangelware. Co-Trainer Stefan Wustlich, der Fabian Kampmann an der Seitenlinie vertrat, hatte wegen einer Erkältung schon eine schwache Stimme, nach 90 Minuten war sie komplett weg, da er sich über die unzähligen Fehlpässe echauffierte. „Das war unser schlechtestes Saisonspiel. Wir haben gut eingewechselt und mehr als drei Punkte gibt es nicht“, sagte Wustlich.

Nach 75 Minuten hatte Nicolas Külpmann bei einem indirekten Freistoß aus 15 Metern Torentfernung die erste echte Torchance, der Ball ging aber knapp über die Latte. Wenig später setzte sich Rechtsverteidiger Luca Becker auf seiner Seite gegen zwei Leute durch und brachte eine Hereingabe an den zweiten Pfosten, wo Rafael Agacinski einen eigentlich sicheren Treffer verpasste. Letzterer wurde dann für Dennis Zuhmann ausgewechselt, der sich als absoluter Edeljoker entpuppte. 60 Sekunden nach seiner Einwechslung bekam er ein präzises Zuspiel von Nicolas Külpmann in den Lauf, dem herauseilenden ASSV-Keeper Max Hoffmann blieb keine Chance zu einer Parade (82.). Külpmann hatte das 2:0 auf dem Fuß, aber verfehlte das Tor, nachdem er Hoffmann umkurvt hatte (85.). In der zweiten Minute der Nachspielzeit besorgte Zuhmann dann mit einem Alleingang den 2:0-Endstand, als er zwei Gegner umspielte und dann locker in die rechte untere Ecke einschob. Weiter geht es für den SC am Dienstag, dann im Kreispokal beim FC Herdecke-Ende.

SC Berchum/Garenfeld: Hollmann, Becker, Amstutz, Külpmann (89. Rüster), Kunz, Agacinski (81. Zuhmann), Wanderer, Deuerling, Huber (46. Nickel), Pais, Neynaber (53. Koblitz).

Wojtaszek trifft zum spätern 3:2-Sieg des TSK

Fußball-Bezirksligist TSK Hohenlimburg hat mit einem 3:2 (1:0) gegen den SC Hennen den nächsten Heimsieg eingefahren. Die Partie im Kirchenbergstadion war am Anfang zunächst ausgeglichen, doch die Gastgeber gingen bereits nach fünf Minuten durch Ferhat Kaya in Führung. „Danach haben wir es versäumt, unsere Chancen besser auszuspielen, wodurch Hennen im Spiel blieb“, sagte TSK-Spielertrainer Niels von Pidoll.

Das 2:0 durch Gökhan Özdemir nach Vorarbeit von Tim Mühlhof (58.) sollte eigentlich die vorzeitige Entscheidung sein, doch der TSK machte es wieder spannend, indem er sich zwei Gegentreffer (64., 75.) einfing. „Nach dem 2:0 war eigentlich der Deckel drauf, von Hennen kam nicht mehr viel. Doch plötzlich fangen wir uns Kontertore und die bekommen die zweite Luft“, so Niels von Pidoll. Hennen machte mit fortwährendem Spiel immer weiter offen, was den TSK Hohenlimburg dann vermehrt zu Konterchancen einlud. Dieser ließ aber fast alle Chancen aus. In der 89. Minute bekam Lorenzo Restieri den Ball, stürmte in den Sechzehner und wurde von den Beinen geholt. Der TSK wollte einen Foulelfmeter haben, doch Schiedsrichter Jens Schäfer entschied auf Freistoß außerhalb des Strafraums. Marcel Wilkes trat den folgenden Freistoß präzise gen Winkel, doch Hennens Torhüter Stefan Drews fischte die Kugel noch heraus. Von dort sprang der Ball zurück in den Fünfmeterraum, wo Adam Wojtaszek am schnellsten schaltete und zum 3:2 traf. „Wir als Trainer sind irgendwo nicht zufrieden mit dem Spielverlauf, aber am Ende stehen drei Punkte da“, sagte von Pidoll.

TSK: da Silva, Schlummer (90. Jeger), Weber, von Pidoll, Mühlhof, Wojtaszek, Wilkes, Özdemir (69. Bungu), Restieri, Kaya, Erte (56. Tagbo).

SSV unterliegt in Nachspielzeit

Eine bitte Niederlage setzte es für die Bezirksliga-Fußballer des SSV Hagen am zehnten Spieltag beim VfB Schwelm: Nach einer guten Leistung unterlag der dezimierte Tabellenvorletzte mit 1:2 (0:0), der Siegtreffer für die Gastgeber fiel dabei erst in der vierten Minute der Nachspielzeit.

Die Vorzeichen waren alles andere als rosig, durch kurzfristige Ausfälle musste SSV-Trainer Dieter Iske erneut umdisponieren: „Dafür haben es die Jungs hervorragend gemacht. Umso bitterer, dass wir keine Punkte mitnehmen konnten.“ In der Tat agierten die Gäste defensiv diszipliniert und setzten in der Offensive ein ums andere Mal Nadelstiche. Pech hatte der SSV schon nach zehn Minuten, als Schiedsrichter Michael Meinshausen einen aus Sicht der Gäste klaren Elfmeter verweigerte. Kurz nach dem Seitenwechsel sollte sich der gute Auftritt der Iske-Elf dann zunächst auszahlen: Luan Jackson Tavares sorgte in der 48. Minute für das umjubelte 1:0 der Gäste. Ein Strafstoß war es, der Schwelm in der 82. Minute den Ausgleich bescherte, Deniz-Tugca Temel verwandelte ihn. Der besagte zweite Treffer in der Nachspielzeit sorgte beim SSV dann für kollektiven Frust, denn Fadel Allouch traf in der 94. Minute- Zu allem Überfluss sah der eingewechselte Abel Severin Bacrita wegen Meckerns noch die Rote Karte (90.+6.).

SSV Hagen: Schneider; Sahin (A. Calin), Schäfer, Tombul, Acikel (84. Bacrita), E. Calin, Tavares, Olschewski (30. Wandji), Grüterich, Ayobi, Di Campi.

FC Wetter in der ersten Hälfte schwach

Es war eine richtungsweisende Partie, die Fußball-Bezirksligist FC Wetter am zehnten Spieltag beim Tabellennachbarn ETuS/DJK Schwerte erwartete. Statt des erhofften Auswärtssiegs führte eine schwache erste Halbzeit zu einer verdienten 2:5 (0:3)-Niederlage, durch die der erhoffte Befreiungsschlag im Tabellenkeller ausbleibt.

Was Fadil Salkanovic vor der Pause von seinem Team geboten bekam, brachte ihn aus der Fassung: „Das war indiskutabel, darüber werden wir reden müssen“, schimpfte Wetters Trainer. „Wir haben keine Zweikämpfe geführt, jede Menge Fehlpässe fabriziert und jegliches Engagement vermissen lassen.“ So war die Partie im EWG-Sportpark nach Toren von Jasmin Smajlovic (10.) und Ismail Ayar (33./36.) frühzeitig zu Gunsten der Gastgeber entschieden. Nach dem Seitenwechsel erhöhte zunächst Smajlovic (48.), ehe Ilyas Kurnaz mit einem Traumtor von der Mittellinie verkürzen konnte (51.). Ayar stellte eine Viertelstunde vor Schluss den alten Abstand wieder her. Der zweite Treffer von Kurnaz (88.) war dann der Schlusspunkt einer zweiten Halbzeit, in der sich die Gäste deutlich verbessert zeigten. „Mit einem so hohen Pausen-Rückstand hilft und die Leistungssteigerung am Ende auch nicht weiter“, stellte Salkanovic fest.

FC Wetter: Amstutz; Ziane, Wiggershaus, Glania, Hammouda, M. Ibrahem, Tyler, Kemayou (53. Khazraji), Ayangma, Osmic (73. Ebert), Kurnaz.

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