Gymnastik

TuS-Turnschwestern gehen auf Zeitreise im Theater

Die Dienstags-Gymnastikgruppe des TuS Ende im Herdecker Zimmertheater: Mit von der Partie sind Abteilungsleiterin Waltraud Schlünder (dritte Reihe ganz rechts), Jubilarin Hildegard Flade (dritte Reihe, Vierte von links) und Übungsleiterin Brigitte Walter (erste Reihe Mitte).

Foto: Manuela Pavlovskis

Die Dienstags-Gymnastikgruppe des TuS Ende im Herdecker Zimmertheater: Mit von der Partie sind Abteilungsleiterin Waltraud Schlünder (dritte Reihe ganz rechts), Jubilarin Hildegard Flade (dritte Reihe, Vierte von links) und Übungsleiterin Brigitte Walter (erste Reihe Mitte). Foto: Manuela Pavlovskis

Herdecke.   Zur Feier ihres 50-jährigen Jubiläums hat die Dienstags-Gymnastikgruppe des TuS Ende ein Theaterstück besucht.

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Ein Vierteljahrhundert ist es her, da traf sich eine Gruppe sportlicher Frauen im Theater am Stiftsplatz, um ein Jubiläum zu feiern. 25 Jahre später versammeln sich diese Frauen wieder im kleinen Herdecker Zimmertheater, nicht in exakt gleicher Besetzung, aber noch mit vielen Protagonistinnen von damals.

50 Jahre Dienstags-Gymnastikgruppe des TuS Ende heißt der Grund, warum die Damen in Sektlaune eine Vorpremiere des Stücks „Halbe Wahrheiten“ von Alan Ayckbourn besuchen. Am 11. Februar 1992 schaute die Gruppe an gleicher Stelle Jean Genets „Die Zofen“. Schon damals im vollen Saal mit dabei: Hildegard Flade. Am Mittwoch wurde sie für ihre 50-jährige Mitgliedschaft in der Gymnastikgruppe ausgezeichnet – sozusagen als Frau der ersten Stunde.

Nachdem der Gymnastikbetrieb des TuS von 1958 an geruht hatte, lebte im Oktober 1967 alles neu auf. Seitdem treffen sich die Frauen wöchentlich zu ihren Übungsstunden. Zunächst waren es acht bis zehn Turnschwestern, die jeweils von 20.30 Uhr bis 21.45 Uhr aktiv waren. Inzwischen haben sich die Einheiten auf 90 Minuten verlängert, allerdings schon ab 19.30 Uhr.

Auch wenn die Teilnehmerinnen anno 2017 zwischen 50 und 80 Jahre alt sind, kommen sie noch immer ganz schön in Bewegung. Dafür sorgt seit 2009 Übungsleiterin Brigitte Walter. „Sie nimmt uns schon hart ran und hält uns ganz schön auf Trab. Wir sind nicht die Seniorengymnastik“, sagt Waltraud Schlünder. Die 70-Jährige ist Abteilungsleiterin der Dienstags-Gymnastikgruppe, die viele Fitnessübungen auf Matten absolviert. „Wir sind schon ganz schön flott. Auch einige, die schon am Knie oder an der Hüfte operiert sind. Da bin ich immer ganz begeistert“, lobt die rüstige Rentnerin ihre Mitstreiterinnen.

Um den Nachwuchs bei den Turnschwestern ist es allerdings schlecht bestellt. „Wir kriegen keine jungen Leute“, bedauert Waltraud Schlünder. Dennoch ist die Gruppe mit rund 40 Aktiven nach wie vor gut aufgestellt. Von A wie Ute Althoff bis Z wie Brunhilde Zorn reicht die Telefonliste, auf der die passiven Mitglieder noch gar nicht berücksichtigt sind.

Den Besuch im Theater am Stiftsplatz hatte TuS-Mitglied Hans Kühne den Dienstags-Damen gesponsert – im Andenken an seine im Juli im Alter von 79 Jahren verstorbene Frau Edith, die ebenfalls über Jahrzehnte zu der Gruppe zählte. „Dafür wollen wir uns bei ihm ganz herzlich bedanken“, betont Waltraud Schlünder, die selbst seit mehr als 30 Jahren dabei ist.

Neben den Gymnastik-Einheiten gehören Unternehmungen wie Theaterbesuche, Wanderungen und Ausflüge zum regelmäßigen Programm der Turnerinnen. All das organisiert der gruppeneigene Festausschuss. Ursel Rathgeb machte sich zu dem Jubiläum die Mühe, aus Berichten und Bildern der vergangenen Jahrzehnte einen Ordner zusammenzustellen. Die Zeitreise der Dienstags-Gymnastikgruppe über fünf Jahrzehnte wird nun von Interessierter zu Interessierter weitergegeben – jeden Dienstag beim Turnen.

Die Dienstags-Gymnastikgruppe trifft sich – wie der Name schon sagt – immer dienstags. Ihr Motto: „Fit bleiben und Spaß dabei haben!“
Geturnt wird in Kirchende von 19.30 Uhr bis 21 Uhr in einem Drittel der Turnhalle Am Berge.

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