Handball

TuS Volmetal fehlt gegen GWD Minden II der Kampfgeist

Auch Frederik Kowalski (am Ball) kann mit seinen sieben Toren die Niederlage der Volmetaler nicht verhindern.

Auch Frederik Kowalski (am Ball) kann mit seinen sieben Toren die Niederlage der Volmetaler nicht verhindern.

Foto: Michael Kleinrensing / WP Michael Kleinrensing

Hagen.  3. Handball-Bundesliga: TuS Volmetal unterliegt gegen GWD Minden II deutlich. Trainer Marc Rode fordert eine Reaktion seiner Mannschaft.

Sie hatten sich so viel vorgenommen, doch am Ende sollte es auch im dritten Saisonspiel nicht für Punkte reichen. Die Drittliga-Handballer des TuS Volmetal unterlagen bei GWD Minden II mit einem deutlichen 28:40 (13:20).

Bis zum 7:7 in der zehnten Spielminute konnten die Hagener noch mithalten, doch verloren dann den Zugriff auf die Partie. Angeführt vom Ex-Eintracht-Hagen-Spieler Tim Brand zeigten die Mindener ihre Klasse, während die Volmetaler sich vor allem in der Abwehr immer schwerer taten. „Wir haben keinen Kampf gezeigt und keine Bindung gefunden“, resümierte ein sichtlich genervter Volmetaler Trainer.

Hausherren nutzen Lücken im Rückraum

Während die Hausherren der GWD gezielt die freien Räume nutzen konnten, verpassten es die Volmetaler Gäste, zurück ins Spiel zu finden. Durch den Ausfall von Dominik Domaschk und Luca Sackmann, die beide unter der Woche aufgrund leichter Verletzungen nicht trainieren konnten, fehlten zudem gerade in den Abwehrreihen die Alternativen. Eine Ausrede, die Marc Rode aber nicht gelten lassen wollte: „Auch wenn wir durch die beiden variabler gewesen wären, darf es nicht daran scheitern. Minden ist ein Gegner, mit dem wir uns messen können müssen.“

Doch bis zur Halbzeit schaffte es die Reserve des Bundesliga-Vereins sich dank eines treffsicheren Rückraums auf 20:13 abzusetzen. Allein Tim Brand steuerte im ersten Durchgang sechs Treffer bei. Und auch Mindens Rückraumakteur Simon Strakeljahn, vor welchem Rode im Vorfeld schon gewarnt hatte, fand immer wieder Lücken in der Abwehr: „Dadurch, dass wir zu oft alleine in der Abwehr standen, konnte Minden sein überragendes Eins-gegen-Eins ausspielen. Ausbildungstechnisch haben sie ein enorm hohes Niveau. Da haben wir nicht richtig zugepackt“, so Rode.

Auch Halbzeitansprache hilft nicht

In der Halbzeit sprach der Trainer noch einmal alle Problemzonen an und animierte sein Team, den zweiten Durchgang kampfbetonter anzugehen. Doch vergebens. Mit einem Dreierpack setzten sich die Gastgeber auf 23:13 (33.) ab und ließ den Gästen aus Hagen zu keiner Zeit Hoffnung, die Partie noch drehen zu können. Und das obwohl die Volmetaler es mit verschiedenen Abwehrreihen versuchten. Doch egal ob 5-1, 4-2, oder Manndeckung: von Erfolg war nichts gekrönt. So stand am Ende die deutliche Niederlage.

„Es geht mir nicht darum, dass wir verloren haben, sondern wie“, ärgerte sich Trainer Rode nach dem Abpfiff. Denn er vermisste bei seinem Team die Kampfbereitschaft: „Da war keine Leidenschaft, keine Bereitschaft, kein Kampf. So darf man sich einfach nicht präsentieren. Das war enttäuschend.“ Daher forderte Rode eine Reaktion seiner Mannschaft, „und das nicht erst beim nächsten Spiel, sondern schon ab dem nächsten Training erwarte ich, dass die Spieler sich voll reinhängen. Da muss ein anderes Gesicht gezeigt werden!“

TuS Volmetal: Quick (1), Treude; Stange (4), Moog (1), Kowalski (7/5), Kaufmann (3), Jünger (1), Geitmann (5), Blümel (2), Kähler (2), Heidemann (2/1).

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