3. Handball-Liga

TuS Volmetal hat Klassenerhalt fast sicher

So viel Platz wünscht man sich vor dem generischen Tor. Hier hat Volmetals Kreisläufer Frederik Kowalski freie Bahn. Foto:Michael Kleinrensing

So viel Platz wünscht man sich vor dem generischen Tor. Hier hat Volmetals Kreisläufer Frederik Kowalski freie Bahn. Foto:Michael Kleinrensing

Hagen.   Nach einem 35:26-Erfolg gegen Großenheidorn fehlt dem TuS Volmetal nur noch ein Punkt zum sicheren Ligaverbleib.

Das Anspiel von Großenheidorns Mittelmann Maik Bokeloh wird abgeblockt, der Ball trudelt herrenlos in Richtung Mittellinie, als sich Dominik Domaschk mit vollem Einsatz auf den Ball wirft und diesen für seine Farben sichert. Danach steht die Halle in Volmetal Kopf – vor allem wegen Dominik Domaschk. „Bommel“, so sein Spitzname, wirft zu Beginn der zweiten Halbzeit sechs der ersten acht Treffer des Handball-Drittligisten TuS Volmetal im so wichtigen Spiel gegen den MTV Großenheidorn. Er sorgt damit für die Vorentscheidung, am Ende jubelt er gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen über einen klaren 35:26 (14:12)-Erfolg.

Der vierte Heimsieg der Volmetaler in der laufenden Spielzeit war enorm wichtig. Durch den Erfolg über Großenheidorn hat der TuS die Niedersachsen in die Oberliga geschickt und sich selber eine hervorragende Ausgangsposition im Rennen um den Klassenerhalt geschaffen. Bei noch zwei ausstehenden Spielen hat die Mannschaft von Trainer Christoph Ibisch nun vier Punkte Vorsprung auf die SG VTB/Altjührden. Die Norddeutschen mussten sich den Bergischen Panther in eigener Halle geschlagen geben – was bereits vor dem Abpfiff der Partie in der Sporthalle Volmetal für großen Jubel sorgte.

15 Herrmann-Tore ohne Folgen

Dass das Spiel gegen Großenheidorn nach der Pause relativ früh entschieden wurde, lag zum einen an dem bärenstarken Dominik Domaschk, den auch einige Fehlwürfen im ersten Durchgang nicht aus der Ruhe brachten. Zum anderen zeigte der TuS die von Ibisch im Vorfeld geforderte Griffigkeit in der eigenen Defensive. Während die Volmetaler oft über die zweite und dritte Welle zu Torerfolgen kam, musste sich der Gast vom Steinhuder Meer jedes Tor hart erarbeiten. „Wir wussten, dass sie im Umschaltspiel anfällig sind, das haben wir sehr gut ausgenutzt“, sagt ein sichtlich erleichterter Christoph Ibisch nach der Partie. Da half den Gästen auch eine beeindruckende Vorstellung von Till Herrmann nicht. Dem ab der kommenden Saison in der Bundesliga für Göppingen spielenden Linksaußen gelangen 15 Tore.

Doch dass ein Spieler alleine keine Spiele gewinnen kann, wissen die Volmetaler nur allzu gut. Während in vielen Partien die Last im Angriff fast ausschließlich auf den Schultern von Jan König lag, konnte sie der TuS am Samstag auf viele Schultern verteilen. Neben dem bereits erwähnten starken Dominik Domaschk zeigte auch Lorenz Schlotmann eine starke Vorstellung in der Offensive und auch die Rollenspieler wie Sebastian Rinus präsentierten sich voll konzentriert und in guter Verfassung.

Dabei taten sich die Volmetaler im ersten Durchgang noch etwas schwer, die zu erkennende Überlegenheit auch im Spielstand wiederzugeben. Vor allem kurz vor der Pause sorgten drei Treffer von Herrmann innerhalb von 30 Sekunden für etwas Unruhe auf der Tribüne – und den knappen 14:12 Halbzeitstand. Doch dann kam Dominik Domaschk – der „Ur-Taler“ war mit acht Toren am Ende neben König (11/3) bester Schütze der Ibisch-Sieben.

Nach einwöchiger Osterpause hat der TuS nun alles in der Hand. Schon bei einem Remis gegen die als Absteiger feststehende SG Langenfeld verlängert sich das Liga-Patent um ein weiteres Jahr.

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