Handball

TuS Volmetal kassiert im ersten Saisonspiel zu viele Treffer

Für Volmetals Julius Blümel ist das Spiel in Nordhemmern vorzeitig beendet. Das Eigengewächs sieht nach einem Foul im Gegenstoß nach 53 Minuten glatt Rot.

Für Volmetals Julius Blümel ist das Spiel in Nordhemmern vorzeitig beendet. Das Eigengewächs sieht nach einem Foul im Gegenstoß nach 53 Minuten glatt Rot.

Foto: Michael Kleinrensing / WP Michael Kleinrensing

Volmetal/Nordhemmern.  3. Handball-Liga: Beim Aufsteiger LiT Tribe Germania verpasst der TuS Volmetal einen Auswärtssieg. Ibisch-Sieben erlaubt viele einfache Treffer.

Die Spielzeit war noch nicht ganz eine Minute alt, da musste der Handball-Drittligist TuS Volmetal schon den ersten kleinen Rückschlag hinnehmen. Frieder Krause kam gegen seinen Gegenspieler zu spät, nach 53 Sekunden muss der Neuzugang vom HTV Hemer bereits wieder auf der Bank Platz nehmen. Der fällige Siebenmeter landete im Tor – eine Szene, die am Samstagabend symptomatisch für den Auftritt der Mannschaft von Trainer Christoph Ibisch war. Am Ende stand beim Aufsteiger LiT Tribe Germania ein ernüchterndes 30:35 (11:18).

„Das war natürlich kein Start, den man sich wünscht“, sagt Volmetals Trainer zu der Szene direkt zu Spielbeginn. Die Unterzahl durch die Zeitstrafe überstand der TuS ohne größeren Schaden, in der Folge entwickelte sich ein für die Zuschauer ansehnliches offensives Spiel beider Mannschaften. Bis zum 10:8 blieben fast runderneuerten Gäste in Schlagdistanz, doch bereits auch in dieser Phase monierte Christoph Ibisch den fehlenden Zugriff in der eigenen Defensive. „Wir haben unsere Gegentore fast ausschließlich über den Kreis und Durchbrüche bekommen“, sagt der Übungsleiter der Volmetaler.

In Überzahl wächst Rückstand weiter

Und da der TuS in der Deckung diese Lücken nicht schließen konnte, setzte sich der Aufsteiger in der Folge ab – auch weil die Volmetaler sechs Minuten lang ohne eigenen Treffer blieben. Da half auch die Überzahl zwischen der 22. und 26. Spielminute nicht. In dieser Phase setzten sich die Ostwestfalen weiter ab, bis sieben Tore wächst der Rückstand der Volmetaler bis zur Pause an. „Das ist natürlich eine Hausnummer, wenn du mit so einem Rückstand in die Kabine gehst“, sagt Christoph Ibisch.

In der Halbzeitpause sammelten er und sein Team sich noch einmal, gerade defensiv forderte der Trainer eine Steigerung seines Teams – allerdings gab es auch im zweiten Spielabschnitt keine Besserung. „Ich kann mir noch nicht genau erklären, warum uns da teilweise so der Zugriff gefehlt hat“, sagt er.

Ein Grund könnte das noch fehlende blinde Verständnis der einzelnen Spieler untereinander sein, denn gerade was die Defensive angeht, braucht eine gelungene Abstimmung länger. „Da werden wir uns in der kommenden Trainingswoche intensiv mit beschäftigen“, kündigt Ibisch an.

Dann wird auch wieder Julius Blümel mitwirken. Das Eigengewächs sah nach 53 Minuten die Rote Karte, weil er seinen Gegenspieler im Gegenstoß leicht berührte. „Das hätte man aus meiner Sicht nicht so bestrafen müssen“, beschreibt Ibisch die Szene, die sich sieben Minuten vor dem Ende zutrug.

Doch schlecht war beileibe nicht alles beim Saisonauftakt. In der Offensive zeigte sich der TuS schon phasenweise erstaunlich spielfreudig. „Mit 30 Toren sollte man ein Auswärtsspiel eigentlich nicht verlieren“, sagt Volmetals Trainer. Besonders die Tatsache, dass sich fast alle Spieler in die Torschützenliste eintrugen, freute den Übungsleiter.

Alles in allem war es ein schwacher Start in die fünfte Drittliga-Spielzeit des TuS. In der kommenden Woche können sich die heimischen Fans dann ihr eigenes Bild von der neuen Mannschaft machen. Gegen den OHV Aurich haben die Volmetaler direkt den nächsten Aufsteiger am Volmewehr zu Gast.

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