Sportverein

TuS Wengern will Sport und Kunst verbinden

Künstlerin Claudia Covelli beim TuS Wengern. 

Künstlerin Claudia Covelli beim TuS Wengern. 

Foto: Veronika Szary

Wengern.   Der TuS Wengern bezieht in seinen neuen Räumen in der Dorfschule auch Kunst und Kultur mit ein. Künstlerin Claudia Covelli stellt Werke aus.

Ein Tänzer fasst sich lässig an die Kappe, während er auf einer Hand einen Breakdance-Schritt ausführt. Ein paar Meter weiter gleitet eine Schwimmerin mit dem Surfbrett in den Händen durch das Wasser. Diese und viele weitere sportliche und andere Motive der heimischen Künstlerin Claudia Covelli hängen zur Zeit in der Dorfschule in Wengern aus. Der TuS Wengern will mit seinen neuen Räumen in der Dorfschule nicht nur Anlaufpunkt für die heimischen Sportler sein, sondern auch kulturell und sozial einen Beitrag für das Dorfleben in Wengern leisten. Und so bindet der Sportverein auch Künstler in die Gestaltung und das Programm ein.

„Die Dorfschule soll ein echter Treffpunkt in Wengern werden. So etwas hat hier gefehlt. Wir wollen dabei auch Kunst und Kultur im TuS etablieren. Und diese schönen Räume sind prädestiniert dafür“, betont der TuS-Vorsitzende Helge Heisters. Aktuell können Sportler und Besucher der Räume eine Auswahl an Werken von Claudia Covelli ansehen. Die Motive reichen dabei von sportlichen Szenen über Tiere, Personen, Städte und abstrakte Kunstwerke. Die gelernte Grafikerin hat für den TuS bereits für das neue Logo, den Internetauftritt und Flyer zusammen gearbeitet.

„So kam eins zum anderen“, sagt Helge Heisters. Auf der Weihnachtsfeier des Vereins hat Claudia Covelli dann auch Gedichte vorgetragen und die begeisterten Sportler mit einbezogen. „Ich bin gerne kreativ und spontan. Das ist meine Leidenschaft. Kreativität überträgt sich auf alle Lebensbereiche und das Denken insgesamt. Das schätze ich sehr“, sagt die Künstlerin. Die Möglichkeit, diese Leidenschaft in Zusammenarbeit mit dem TuS Wengern auszuleben, ist für Claudia Covelli eine willkommene Gelegenheit und sie hat auch bereits weitere Ideen für die Zukunft: „Meine Werke passen hier richtig gut rein. Teilweise passen sogar die Farben der Bilder zu den Wandfarben in den Räumen des TuS Wengern. Ich kann mir hier ganz viel vorstellen. Zum Beispiel einen Kreativkurs. Dabei geht es dann nicht nur ums Malen, sondern auch um Denkanstöße.“

Perspektive ändern

Zum Beispiel könne ein Aspekt sein, den Blick zu schärfen sowie die Wahrnehmung zu schulen. „Als Übung bietet sich dann etwa an, aus einem Bild drei Ausschnitte auszuschneiden und zu gucken, wie sich die Perspektive verändert“, erklärt Covelli und betont: „Es geht auch darum, den Mut zu finden, mal etwas ganz anderes zu machen als bisher, neue Erfahrungen zu sammeln, sich Dingen bewusst zu werden und die Wahrnehmung zu verfeinern. Das ist wichtig in einer Zeit, in der man mit so vielen Dingen gleichzeitig konfrontiert wird.“

Auch Helge Heisters hat weitere Ideen für die Nutzung der neuen Räume des TuS Wengern: „Neben den Kunstausstellungen könnte ich mir auch vorstellen, hier Lesungen stattfinden zu lassen. Wir haben Flüchtlinge, die sich im Verein engagieren und den Vereinsmitgliedern ihre Geschichte erzählen wollen, dazu könnte man syrisches Essen reichen.“ Ein Whisky-Tasting hat bereits stattgefunden und soll laut Helge Heisters auch wiederholt werden. „Wir wollen neben dem Sport auch die ganze Palette zeigen. Das ist ein Gewinn an Lebensqualität im Dorf , wir können uns genseitig beflügeln“, sagt der Vorsitzende.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben