Basketball

Ü50-Korbjäger von SG Boele-Kabel/Telgte Deutscher Meister

Die Ü50-Basketballer der SG Boele-Kabel/Telgte bejubeln im Sportzentrum Helfe die deutsche Meisterschaft. Foto:Michael Kleinrensing

Die Ü50-Basketballer der SG Boele-Kabel/Telgte bejubeln im Sportzentrum Helfe die deutsche Meisterschaft. Foto:Michael Kleinrensing

Hagen.   Durch einen 41:36-Finalerfolg gegen den USC Freiburg holt die Spielgemeinschaft Boele-Kabel/Telgte den deutschen Basketball-Ü50-Titel.

„Deutscher Meister sind wir - Boele-Kabel!“ Der Siegesgesang zum Ende der nationalen Titelkämpfe der Ü50-Basketballer im Sportzentrum Helfe war inbrünstig, aber nicht ganz korrekt. Nicht den Boelern allein, sondern dem Team der Startgemeinschaft Boele-Kabel/Telgte wurde der Siegespokal übergeben. Nach einem 41:36-Endspielerfolg gegen den USC Freiburg, der die Gastgeber tags zuvor im Gruppenspiel noch deutlich mit 32:18 bezwungen hatte.

Begonnen hatte der zweitägige Wettstreit der Ü50-Oldies mit zwei Erfolgen des Ausrichters. Gegen die BG Zehlendorf gelang ein 36:22-Auftaktsieg, anschließend wurde der SV Germering mühelos mit 39:19 bezwungen. Spiel drei gegen Freiburg musste die Spielgemeinschaft wegen einer Terminüberschneidung ohne Coach Kosta Filippou bestreiten. Prompt gab es den ersten Rückschlag für Oliver Herkelmann, Ralf „X“ Risse und Co. Was auch damit zu tun hatte, dass Frank Krüsmann, der einst als Frank Lehmkuhl in der Bundesliga spielte, mit einem „Veilchen“ am Auge ausschied. Zum Glück kam der immer noch sehr bewegliche und schnelle Center in der Zwischenrunde zurück und spielte das Turnier zu Ende. „Er war unser bester Mann“, lobte Ex-Nationalspieler Risse seinen Kollegen, mit dem er einst schon beim SSV Hagen im deutschen Oberhaus zusammenspielte und Pokalsieger wurde.

Von der Siegestrophäe war Boele/Telgte nach der Pleite gegen Freiburg noch ein gutes Stück entfernt. Zum Viertelfinale kam Coach Filippou wieder und mit ihm der Erfolg. Die SG Feuerbach/Echterdingen hatte beim 47:22-Erfolg nicht den Hauch einer Chance. Damit war aus heimischer Sicht doch noch eine gute Grundlage für die anschließende Players-Party mit allen 16 teilnehmenden Teams auf dem Elbers-Gelände gelegt.

„X“ Risse wirft absichtlich vorbei

Zum Auftakt des zweiten Turniertages hieß der Gegner BG Göttingen. Ein Halbfinale, das spannender kaum hätte sein können. Anfangs waren die Südniedersachsen dank einer starken Trefferquote obenauf, dann spielten die Gastgeber ihre Größenvorteile aus und trafen zudem einige wichtige Würfe von außen. Eine 33:28-Führung kurz vor Schluss (gespielt wurden bis zum Finale zweimal zehn Minuten) bedeutete noch keine Entscheidung, Göttingen kam bis auf einen Punkt heran. In letzter Sekunde warf „X“ Risse beim Stand von 33:32 einen Freiwurf extra auf den Ring, um den Göttingern die Chance zu einer finalen Auszeit und einem letzten Einwurf zu nehmen. Die SG Boele-Kabel/Telgte stand damit im Finale.

Der Gegner war der gleiche wie im letzten Gruppenspiel am Vortag, der Spielverlauf jedoch ein ganz anderer. Die Dauer auch: Jetzt ging es über viermal sieben Minuten. Die Gastgeber erwischten einen Start nach Maß (11:2) und lagen zur Pause komfortabel mit 23:12 vorne. Als die Freiburger sich anschickten zu verkürzen, streute Center Frank „Zappa“ Schachtsiek einen ganz wichtigen Dreier zum Stand von 39:29 ein. Der USC kam zwar noch einmal auf 39:34 heran, aber mit zwei verwandelten Freiwürfen in der Schlussminute machte „Olli“ Herkelmann alles klar.

„Den Unterschied zwischen diesem Spiel und dem Vorrundenduell hat die Coach-Leistung ausgemacht“, davon war Herkelmann überzeugt. „Wenn so viele erfahrene Spieler in einem Team sind, sagt einer dies und der andere jenes. Es muss einer da sein, der ansagt, wo es lang geht. Das hat Kosta Filippou ganz hervorragend gemacht.“

„Ich war nervöser als sonst als BG-Coach“, gestand der Erstregionalliga-Trainer, „aber es hat großen Spaß gemacht.“

Mannschaft und Punkte

Für die SG Boele-Kabel/Telgte kamen bei den deutschen Ü50-Meisterschaften zum Einsatz: Hesseling (13 Punkte), Krpic (2), Schachtsiek (14), Fessen (3), Schauer (16), Grof (2), Krüsmann (51), Hoffmann (3), Risse (18), Gerstner (8), Jörg Schulte (13), Struwe (6), Henning Schulte (17), Thoms (10), Kortenacker (0), Herkelmann (39).

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