Fußball-Landesliga

Überraschungen beim SV Hohenlimburg 10 angekündigt

Danilo Labarile, Torschütze zum 4:0-Endstand für den SV Hohenlimburg 10, behauptet sich hier gegen zwei Werdohler Gegenspieler.Foto:Fabian Sommer

Danilo Labarile, Torschütze zum 4:0-Endstand für den SV Hohenlimburg 10, behauptet sich hier gegen zwei Werdohler Gegenspieler.Foto:Fabian Sommer

Hohenlimburg.   Der Aufstieg in die Westfalenliga ist dem SV Hohenlimburg 10 nur noch theoretisch zu nehmen. Die Feierlichkeiten sind schon in Planung.

Lockeres Auslaufen? Die Meisterschaft und der damit verbundene direkte Aufstieg in die Westfalenliga ist dem Fußball-Landesligisten SV Hohenlimburg nach dem jüngsten 4:0-Erfolg bei der FSV Werdohl nur noch in der Theorie zu nehmen. Vor dem Saisonfinale gegen den BSV Menden am kommenden Sonntag haben die Zehner drei Punkte und zwölf Tore Vorsprung. Der Zweitplatzierte FSV Gerlingen müsste gegen den SV Hüsten 6:0 gewinnen, die Zehner gleichzeitig 0:6 verlieren.

Für SV-Chefcoach Michael Erzen ist der Drops gelutscht: „Ich mache mir da gar keine Sorgen. Unsere Jungs wissen, worum es geht.“ Auch wenn den Hohenlimburgern im heimischen Kirchenbergstadion eine Niederlage reicht, ist das keineswegs der Anspruch. „Auch wenn wir nicht gewinnen müssen, wollen wir trotzdem alles geben. Es geht um die Bilanz und um das Prestige. Die Jungs haben mir gesagt, dass sie zu Null spielen wollen.“

Gerade das Torverhältnis der Zehner ist beeindruckend. Mit 57:19 stellt die Erzen-Truppe die fünftbeste Offensive und die mit Abstand beste Verteidigung. Insgesamt 14 Mal stand beim Liga-Primus nach 90 Minuten hinten die Null, somit in mehr als der Hälfte aller 27 Begegnungen.

„Kader reicht für die Westfalenliga“

Obwohl die Hohenlimburger gegen Menden unbedingt gewinnen wollen, wird die Trainingswoche etwas entspannter – aber nicht zu entspannt. „Es gibt definitiv keinen Schlendrian, aber es wird eine veränderte Art geben, natürlich. Es wird mehr Lockerheit reinkommen, aber wir machen dreimal Training. Am Freitag haben wir für die Jungs eine Überraschung“, weckt Michael Erzen die Neugier. Am Sonntag nach dem Spiel soll es eine Party im Zehnertreff auf dem Gelände des Kirchenbergs geben – dann als offizieller Aufsteiger in die Westfalenliga. „Wir haben ein paar Utensilien gekauft, aber auch das bleibt geheim – es wird eine große Überraschung geben“, tut Erzen weiter geheimnisvoll.

Vor dem Anpfiff werden sämtliche Akteure verabschiedet, die den Verein nach der Saison verlassen werden. Diese sollen während der 90 Minuten gegen Menden die Chance erhalten, noch einmal vor heimischem Publikum aufzulaufen. „Es werden definitiv alle spielen, die den Verein verlassen. Es muss aber auch positionsbedingt passen“, so Erzen.

Auch wenn es während der Hinrunde nicht danach aussah, wurde der Aufstieg in die Westfalenliga vor der Saison als klares Ziel ausgegeben. Über die letzten Monate wurden bereits einige Neuzugänge vorgestellt, wie etwa Murat Kaya, Marco Polo (beide FSV Werdohl) oder Joel Schikora vom FC Wetter 10/30. Dass es jetzt aufgrund des tatsächlichen Aufstieges noch Änderungen an der Kaderplanung gäbe, hat Michael Erzen verneint: „Wir haben das so gestrickt, dass es für die Westfalenliga reicht. Ich glaube, dass der Kader so wie er jetzt ist dort mithalten kann, wenn nicht sogar mehr. Die Neuverpflichtungen sind alle dafür ausgelegt - es wird keine Umstrukturierung geben.“

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