3. Handball-Liga

Ulli Kriebel neuer Trainer beim VfL Eintracht

Der neue Eintracht-Cheftrainer Ulli Kriebel wird umrahmt von den Eike Weinberg (Assistent der Geschäftsführung), Michael Neß (Geschäftsführer Handball Management GmbH), Michael Stock (v.li.), Vereinsgeschäftsführer Fynn Holpert, Detlef Spruth und Pavel Prokopec (v.re.).

Der neue Eintracht-Cheftrainer Ulli Kriebel wird umrahmt von den Eike Weinberg (Assistent der Geschäftsführung), Michael Neß (Geschäftsführer Handball Management GmbH), Michael Stock (v.li.), Vereinsgeschäftsführer Fynn Holpert, Detlef Spruth und Pavel Prokopec (v.re.).

Foto: Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Ulli Kriebel beerbt beim Handball-Zweitliga-Absteiger VfL Eintracht Hagen Niels Pfannenschmidt. Der bisherige Chefcoach wurde beurlaubt.

Handball-Zweitliga-Absteiger VfL Eintracht Hagen geht das Unternehmen „Wiederaufstieg“ mit einem neuen Trainer ein. Zwei Wochen nach Ende der Saison 18/19, die mit dem Rücksturz in die 3. Liga endete, wurde Ulli Kriebel als Chefcoach der 1. Mannschaft vorgestellt. Der 41-jährige Solinger tritt die Nachfolge von Niels Pfannenschmidt an, der beurlaubt wurde.

„Wir sind nach reiflicher Überlegung zu der Überzeugung gekommen, dass die Voraussetzungen, eine erfolgreiche Saison zu spielen, mit Niels Pfannenschmidt nicht vorhanden waren. Den Hauptgrund sehen wir darin, dass er aus unserer Sicht bei weiten Teilen der Mannschaft Vertrauen eingebüßt hat“, begründete Detlef Spruth, 1. Vorsitzender des VfL Eintracht, den Trainerwechsel.

Man habe mit Pfannenschmidt zusammengesessen und die Situation ausführlich erörtert. Er habe sich die Entwicklung nicht ganz erklären können. „Er führt sie auch darauf zurück, dass er in der Rückserie auf die falschen Spieler gesetzt hat. Wir hatten ihm mehrfach geraten, stärker auf die Spieler zu setzen, die bleiben. Das hat er nicht gemacht und und er musste am Ende sehen, dass es nicht den erhofften sportlichen Erfolg gebracht hat. Dafür hat er auch die Verantwortung übernommen“, so Spruth.

Nachdem es Mitte der Rückserie noch danach aussah, als könnten die Grüngelben mit einer positiven Entwicklung wie im Vorjahr den Klassenerhalt vielleicht schon vorzeitig klar machen, folgte der Absturz. Das 25:25 am Ostermontag in Emsdetten sollte der letzte Punktgewinn bleiben, die letzten acht Saisonpartien gingen verloren. Negativer Höhepunkt war am drittletzten Spieltag die peinliche Heimpleite gegen den längst als Absteiger feststehenden Tabellenletzten HC Rhein Vikings, die den Abstieg besiegelte.

Ulli Kriebel hat, wie er bei seiner Vorstellung berichtete, diese Partie per Streaming-Dienst verfolgt. Zu diesem Zeitpunkt war der 41-jährige Diplom-Ingenieur vereinslos. Im vergangenen Herbst hatten der TSV Bayer Dormagen, den Kriebel vor einem Jahr in die 2. Liga führte, und der Chefcoach die Trennung zum Saisonende beschlossen, die dann noch während der Saison vollzogen wurde. Dormagen wollte einen hauptamtlichen Trainer holen, dafür steht Ulli Kriebel, der Teamleiter in einem mittelständischen Wuppertaler Unternehmen ist, nicht zur Verfügung.

Drei Jahre als Spieler bei VfL Eintracht

In Hagen, so Spruth, sei das berufliche Engagement des neuen Chefcoaches kein Problem. Die Vormittagseinheiten, die vorwiegend aus Kraft- und Individualtraining bestehen, soll Co-Trainer Pavel Prokopec leiten. „Ich freue mich auf die Arbeit mit einem Trainerteam auf Augenhöhe“, so Kriebel, der außerdem ein Mann mit „Stallgeruch“ ist. Vor bald zwei Jahrzehnten spielte der Mittelmann und Linksaußen unter Gustl Wilke und Roman Becvar insgesamt drei Jahre für den VfL Eintracht in der Regionalliga.

Dass die aktuelle „junge und entwicklungsfähige“ (Kriebel) Eintracht-Mannschaft die heutige dritte Liga schnell wieder nach oben verlässt, ist natürlich das Ziel des neuen Trainers. Wohl wissend, dass dies in einer Liga mit den Mitabsteigern Wilhelmshaven und Neuss-Düsseldorf schwer wird. Und der Meister muss dann auch noch ein Entscheidungsspiel gegen den Nord-Ersten bestreiten, um den Aufstieg zu schaffen. „Es wird schon eine Herausforderung, durch dieses Nadelöhr zu kömmen“, weiß Ulli Kriebel.

Michael Stock sieht andererseits keinen Grund, das Licht des eigenen Teams unter den Scheffel zu stellen: „Wir haben eine Mannschaft zusammengestellt, mit der wir in der 2. Liga erfolgreich sein wollten, jetzt spielen wir in der 3. Liga“, wähnt der Sportdirektor den VfL für das Projekt Wiederaufstieg gut aufgestellt. Mit einem neuen Trainer, der frischen Wind hineinbringt, erst recht.

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