Fußball

VfB Schwelm steigt nach 4:2-Sieg gegen FC Kurdistan auf

In dieser Szene entwischt Kurdistans Delwar Alsolivany seinen Schwelmer Gegenspielern. Am Ende setzte sich der VfB aber mit 4:2 durch.  Foto:Michael Kleinrensing

In dieser Szene entwischt Kurdistans Delwar Alsolivany seinen Schwelmer Gegenspielern. Am Ende setzte sich der VfB aber mit 4:2 durch.  Foto:Michael Kleinrensing

Hagen.   Nach dem 4:1 im Hinspiel gewinnt der VfB Schwelm auch das Rückspiel gegen den FC Kurdistan mit 4:2 und steigt in die Fußball-Bezirksliga auf.

Die Kreisliga-Fußballer des FC Kurdistan hatten sich noch einmal viel vorgenommen: Nach der 1:4-Hinspielniederlage in der Relegation um den Aufstieg in die Bezirksliga wollte man im Rückspiel im Ischelandstadion gegen den VfB Schwelm ein anderes Gesicht zeigen. Dies gelang den Kurden allerdings nur phasenweise, am Ende gewannen die Schwelmer auch das zweite Spiel mit 4:2 (1:2) und kicken in der kommenden Saison verdientermaßen überkreislich.

„Das Gefühl ist einfach überragend, wir genießen den Moment in vollen Zügen. Unbeschreiblich, dass wir den Aufstieg nach vielen Jahren endlich perfekt gemacht haben“, freute sich VfB-Trainer Daniel Ritter. Dass seine Mannschaft am Ende leichtes Spiel hatte, war zu Beginn der Partie vor 900 Zuschauern noch nicht unbedingt zu erwarten.

Trotz prominenter Ausfälle von Cem Aktan, Ferdi Celik, Tarik Yilmazer und Michael Hong-Gonzalez waren die Kurden bemüht, sofort die Spielkontrolle zu übernehmen. Aus einer tief gestaffelten Defensive heraus suchten die Gastgeber immer wieder ihr Glück in der Offensive. Zwingende Torchancen sollten dabei aber zunächst nicht herausspringen, den ersten Schuss gab Ozan Akdogan erst nach einer Viertelstunde ab.

Zur Pause noch Druck auf Schwelm

Drei Minuten später sorgte Atik Oktay dann für kollektiven Jubel auf der gut gefüllten Tribüne im Ischelandstadion, auf der die Anhänger der Kurden klar in Überzahl waren: Nach einem sehenswerten Dribbling im Strafraum hob Oktay den Ball gekonnt zur Führung ins Tor. Nur zwei Minuten später verpasste Michel Amaral per Freistoß das 2:0 nur um Zentimeter. „Das war eine Schlüsselszene. Wenn der Schuss sitzt, dann verläuft das Spiel vielleicht anders“, so VfB-Trainer Ritter.

Die Schwelmer kamen fortan besser ins Spiel , auch weil sich die Kurden immer weiter um den eigenen Strafraum zurückzogen. In der 30. Spielminute hatte Gäste-Kicker Dominique Schaub die Chance zum Ausgleich, sein Schuss ging allerdings knapp am Tor von FC-Keeper Adrian Gregorz, der für die Aufstiegsspiele kurzfristig verpflichtet wurde, vorbei.

Ereignisreich wurde es dann noch einmal kurz vor der Pause: Nachdem VfB-Stürmer Michael Kluft zunächst im letzten Moment noch von Ozan Akdogan am Ausgleich gehindert wurde (38.), war der Torjäger nur drei Minuten später nicht mehr zu stoppen: Eine präzise Hereingabe von Vincenzo Graziano verwandelte Kluft aus kurzer Distanz per Hacke zum 1:1. Nur eine Minute später stellte Kurdistans Dogan Söylemez indes den alten Abstand per Handelfmeter wieder her. „Bis dahin war unser Konzept größtenteils aufgegangen. Wir wollten den Druck auf den Gegner mit einer Pausenführung auch im zweiten Durchgang hochhalten“, so FC-Trainer Billy John Neumayer.

Nach Wiederanpfiff dauerte es allerdings nur acht Minuten, bis die guten Vorsätze über den Haufen geworfen wurden: Eine Unachtsamkeit in der Defensive der Gastgeber nutzte Joel Neda völlig freistehend zum 2:2. Der zweite Gegentreffer zeigte Wirkung, auch bedingt durch die schwindende Kräfte wurde das Spiel der Kurden zunehmend zerfahrener. Der VfB nutzte die sich bietenden Freiräume gezielt aus, nach einem langen Ball umkurvte Vedran Beric den herauseilenden Gregorz und sorgte mit dem 3:2 für die Vorentscheidung (56.).

Nach dem 3:2 ist die Luft raus

„Danach war die Luft komplett raus. Wir hatten aufgrund der dünn besetzten Bank auch nicht mehr die Möglichkeit, entscheidend nachzulegen“, erkannte Neumayer. Das spielerische Niveau der Partie flachte ab, Schwelm verwaltete die letzten 30 Kreisliga-Minuten ohne große Mühe. Der eingewechselte Benjamin Droste hatte in der 80. Spielminute das 4:2 für die Gäste auf dem Fuß, sein Schuss ging allerdings knapp über das Tor. Besser machte es dann Phillip Lange mit dem Abpfiff. „Man muss anerkennen, dass heute nicht mehr viel drin war für uns, Schwelm war das fittere Team“, zeigte sich Neumayer als fairer Verlierer: „Dennoch bin ich stolz auf die Leistung der Jungs.“

FC Kurdistan: Gregorz; Alsayd (40. Yildiz), Memis (31. F. Aslan) , Akdogan, Erdem, H. Aslan, A. Oktay, Amaral, Söylemez (70. E. Oktay), Alsolivany, S. Aslan.

VfB Schwelm: Weber; Sappelt (42. Akbaba), Menge, Kluft (46. Lange), Temel, Mehreteab, Hofmann, Neda, Schaub, Graziano (63. Droste), Beric.

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