2. Handball-Bundesliga

VfL Eintracht Hagen ist beim ASV Hamm chancenlos

Typisch für das Westfalenderby der 2. Handball-Bundesliga:Hamms Christoph Neuhold ist obenauf und auf dem Weg zu einem von sechs Treffern. Dominik Waldhof ist machtlos, Sören Kress (links) guckt hinterher.Foto:Imago

Typisch für das Westfalenderby der 2. Handball-Bundesliga:Hamms Christoph Neuhold ist obenauf und auf dem Weg zu einem von sechs Treffern. Dominik Waldhof ist machtlos, Sören Kress (links) guckt hinterher.Foto:Imago

Hamm.   Zweitliga-Handballer des VfL Eintracht Hagen kassieren im Westfalenderby beim ASV Hamm mit 24:36 höchste Saisonniederlage.

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Die Nummer eins im westfälischen Zweitliga-Handball ist der ASV Hamm. Das stand schon vor dem zwölften Spieltag fest, in den die Hammer als Siebter und der VfL Eintracht Hagen als Letzter gingen, und wurde im direkten Duell eindrucksvoll untermauert. Mit 36:24 (17:10) schoss das ASV-Team vor 1925 Zuschauern in der Westpress Arena die Grüngelben aus der Halle. Für die Hammer war es der zweithöchste Saisonsieg, für den VfL Eintracht die höchste Niederlage der laufenden Spielzeit.

Das Team von Trainer Niels Pfannenschmidt, im letzten Herbst noch ASV-Coach, führte nur einmal: Der von den Rhein Vikings gekommene Andreas Bornemann eröffnete den Torreigen nach 36 Sekunden. Eine 3:1-Führung der Hammer (5.) konnten Daniel Mestrum und Bornemann mit seinem zweiten Treffer noch einmal egalisieren, danach zogen die Gastgeber davon. Wobei sie von zahlreichen technischen Fehlern der Gäste und einer ganz starken Torwartleistung profitierten.

Zu viele Chancen vertan

Wenn Eintracht-Sportdirektor Michael Stock nach dem Spiel von „gefühlt 15 vergebenen freien Würfen“ sprach, dann ging ein Großteil dieser vertanen Chancen auf das Konto von ASV-Schlussmann Felix Storbeck, der bis zur Pause etwa genauso viele Bälle parierte. 6:3, 10:5, 12:6 und 16:9 lauteten die Zwischenstände auf dem Weg zur komfortablen Siebentore-Halbzeitführung des Teams von Trainer Kay Rothenpieler.

„Vor zwei Jahren ist der VfL Eintracht durch das schlechtere Torverhältnis abgestiegen“, daran erinnerte zur Pause der verletzte Hagener Rückraumrechte Jan-Lars Gaubatz, früher selbst für Hamm aktiv. Damit wollte er sagen, dass sein Team weiter um jedes Tor kämpfen werde, auch wenn bereits am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Hildesheim das nächste schwere Spiel ansteht. Und das taten die Pfannenschmidt-Schützlinge auch, beim 22:18 und Ballbesitz sah es in der 42. Minute freundlicher aus.

„Ich weiß nicht ob die Wende noch einmal in Sicht gekommen wäre, wenn wir da das 22:19 machen“, sinnierte Michael Stock später. Die leise Hoffnung zerstob schnell. Hamms jetzt eingewechselter Gregor Lorger erwies sich ebenfalls als Klasse-Schlussmann und zog der Eintracht endgültig den Zahn. Über 25:18, 29:19 und 34:21 strebten die Hausherren einem unerwartet hohen Sieg entgegen. „Uns bleibt keine Zeit, lange über dieses Spiel nachzudenken, Sonntag um 17 Uhr gegen Hildesheim geht es weiter“, so Stock. „Das ist für uns ein Endspiel.“ Der Mitaufsteiger verlor gestern mit 23:26 gegen Dessau-Rosslau.

VfL Eintracht Hagen: Mahncke, Jerkovic; Lindner (1), Kress (1), Tubic (1), Pröhl, Schneider (1), Fauteck (4), Renninger (1/1), Konitz (1), Saborowski (1), Waldhof (1), Bornemann (3), Mestrum(3/1), von Boenigk (6).

Haupttorschützen Hamm: Papadopoulos (11/1), Brosch (6), Possehl (6), Neuhold (6).

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