2. Handball-Bundesliga

VfL Eintracht Hagen will anderes Gesicht zeigen

Die Mienen sprechen Bände: Nach dem 29:30 im Hinspiel stehen Bartosz Konitz (links), Jan von Boenigk und Tobias Mahncke (verdeckt) mit leeren Händen da.

Foto: Michael Kleinrensing

Die Mienen sprechen Bände: Nach dem 29:30 im Hinspiel stehen Bartosz Konitz (links), Jan von Boenigk und Tobias Mahncke (verdeckt) mit leeren Händen da. Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Dessaus Zweitliga-Handballer wollen gegen Eintracht Negativtrend kippen. Aber auch Pfannenschmidt-Team hat nach 19:30 in Essen etwas gutzumachen.

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Sogar einen Mentaltrainer haben die Zweitliga-Handballer des HV Dessau-Roßlau im Vorfeld des Spiels gegen den VfL Eintracht Hagen bemüht. Was die Bedeutung unterstreicht, die die Sachsen-Anhaltiner dem samstäglichen Kräftemessen mit den Grüngelben zumessen. Nur eins der bisherigen zehn Rückrundenspiele konnten die Gastgeber gewinnen. Den Negativtrend zu stoppen, um nicht selbst noch einmal in Abstiegsgefahr zu geraten, ist ab 19.30 Uhr in der Anhalt-Arena das erklärte Ziel des Team von Trainer Uwe Jungandreas.

Dass die Dessauer trotz ihrer desaströsen Rückrundenbilanz von 2:18 Punkten mit Platz elf und aktuell 26:32 Zählern immer noch ein Achtpunkte-Polster zu den Abstiegsrängen haben, zeigt, aus welcher Tabellenregion man kommt. Anfang Dezember 2017 hatten die „Bieber“ 22:10 Punkte auf dem Konto, lagen damit nur zwei Zähler hinter Aufstiegsplatz zwei. „Von diesem Polster profitieren sie immer noch“, sagt Eintracht-Coach Niels Pfannenschmidt, dessen Team das Hinspiel mit 29:30 verlor.

Dessaus Max Scheithauer, aktuell verletzter Rückraumspieler, sorgte mit dem Treffer zum 28:30 für die Vorentscheidung. Jan von Boenigk konnte nur noch verkürzen, nach einer starken Parade von Torwart Tobias Mahncke scheiterte erneut von Boenigk mit seinem letzten Wurf. Rechtsaußen Jan Zahradnicek (6), der starke Regisseur Vincent Sohmann (5/1) und Rückraumkraft Bruno Zimmermann (4) waren die Haupttorschützen beim Sieger.

Fehlstart vermeiden

„Wichtig in Dessau wird sein, gut ins Spiel zu finden“, hofft Pfannenschmidt am Samstag auf einen besseren Start als am Ostersonntag bei TuSEM Essen, wo die Grüngelben einen 0:5-Fehlstart hinlegten und dann bis zum bitteren 19:30-Ende immer hinterher liefen. „Wir müssen wieder ein anderes Gesicht zeigen“, weiß der VfL-Coach, „es wird darum gehen, die Zweikämpfe zu gewinnen. Dessau spielt eine sehr offensive 6:0-Abwehr.“ Auch in der Defensive sei Zweikampfhärte gefragt: „Wir müssen präsent sein!“

Neben den langzeitverletzten Jan-Lars Gaubatz und Julian Renninger wird auch Jan König fehlen. Der Youngster fällt wegen muskulärer Probleme aus. Dafür gehört Linksaußen Tim Lindner nach auskurierter Verletzung wieder zum Kader.

Start nach Sachsen-Anhalt ist um 11 Uhr. Ein Erfolgserlebnis am Abend würde die lange Rückreise deutlich angenehmer machen.

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