Volleyball

Vier Hagener Teams in einer Liga

In der Volleyball-Bezirksliga wieder Gegner: TSV Hagen 1860 (rechts im Angriff) und TV Hasperbach.

In der Volleyball-Bezirksliga wieder Gegner: TSV Hagen 1860 (rechts im Angriff) und TV Hasperbach.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.  Die Volleyball-Ligen sind eingeteilt, Landesliga-Aufsteiger SG Vogelsang-Berchum ist nun höchstspielendes heimisches Team. Der Überblick:

Nach vielen Fusionsgerüchten, Änderungen aufgrund von Rückzügen bei der Einteilung der einzelnen Ligen sowie Problemen bezüglich der Auf- und Abstiegsregelungen stehen nun die Staffeleinteilungen für die Hagener Volleyball-Teams für die Saison 2019/20 fest. Als einziger Landesligist geht nach Haldens Abstieg die SG Vogelsang-Berchum in die Spielzeit, mit neuem, aber altbekanntem Trainer werden hohe Ziele verfolgt. Daneben ist dabei vor allem die Herren-Bezirksligastaffel 10 interessant, in der alle Hagener Teams versammelt sind, was eine Menge spannender Derbys verspricht.

Herren-Landesliga

Eine Klasse höher hat die SG Vogelsang-Berchum ein dickes Brett zu bohren, denn nach einer Aufstiegssaison mit ausschließlich Siegen und nur einem einzigen abgegebenen Punkt (!) weiß das Team um den neuen Trainer Essi Feldmann, dass diese Erfolgsgeschichte nicht wiederholt werden kann. „Dennoch gehen wir total optimistisch in der neuen Klasse ans Netz, denn die Chemie zwischen uns und den Berchumern passt perfekt, der Coach hat uns nochmal im taktischen und spielerischen Bereich enorm weiterentwickelt und alle bei uns sind total heiß, uns in der Landesliga zu beweisen“, fasst Daniel Wirth die aktuelle Stimmungslage zusammen. Von den Gegnern, auf die die SG trifft, sind einige – wie Eintracht Dortmund II, TuS Hattingen oder PSV Bochum und SVE Grumme – altbekannt, andere aber – wie der TV Attendorn, SolingenVolleys III oder Werner SC – komplett neu. Großer Favorit scheint der SV Bayer Wuppertal II zu sein, der aus der Verbandsliga abstieg und direkt wieder zurückkehren will.

Herren-Bezirksliga

Hier treffen der TuS Halden-Herbeck als Landesliga-Absteiger und vermutlich großer Aufstiegsfavorit, der TuS Volmetal, der TV Hasperbach sowie der in der Aufstiegsrelegation knapp gescheiterte TSV Hagen 1860 aufeinander. Für die 60er gab es übrigens noch lange nach den Aufstiegsspielen Ungewissheit, in welcher Liga man denn überhaupt antreten würde, denn plötzlich war das Team um Spielertrainer Carsten Lissa doch in der Landesliga-Staffel 5 eingruppiert, zu diesem Zeitpunkt hatte der TSV sich allerdings schon damit angefreundet, in der attraktiven Hagener Bezirksliga mitzumischen. „Es war gar nicht mehr so einfach, aus der Nummer rauszukommen; am Ende konnten wir heilfroh sein, dass es mit dem RC Sorpesee einen Verein gab, der unbedingt in die Landesliga wollte und mit uns das Spielrecht getauscht hat“, atmete nicht nur Mittelblocker Michael König durch. Zu den heimischen Teams gesellen sich noch der TB Höntrop und BW Annen, was insgesamt kurze Fahrwege bedeutet.

Damen-Bezirksliga

Bei den Damen ist trotz des bitteren Abstiegs der TV Hasperbach klassenhöchster Vertreter, doch während des Frühsommers war lange nicht klar, ob der TVH überhaupt würde weitermachen können, denn nach einigen Abgängen sah es personell nicht allzu rosig aus. So hatte Hasperbach zunächst sogar eine Anfrage an die SG Boelerheide geschickt, um Möglichkeiten einer Spielgemeinschaft auszuloten. Doch die SGB, die die Bezirksklasse nur als Zwischenstation sieht und direkt wieder aufsteigen will, sah angesichts des eigenen gut besetzten Kaders keine Notwendigkeit für eine Kooperation.

„Somit werden wir es aus eigener Kraft angehen“, sagt Sprecherin Jenny Eicher. Mit ihrer Mannschaft trifft sie in der kommenden Spielzeit auf den VC Freudenberg, DJK Sümmern, Kredenbach-Lohe, den VC SFG Olpe III und IV, CVJM Siegen und den TuS Versetal, was das „Vergnügen“ fast wöchentlicher Reisen ins Siegerland verspricht. Doch das ist Jenny Eicher relativ egal, viel wichtiger wäre es, wenn noch ein paar Spielerinnen den Weg nach Haspe fänden. „Wer Interesse hat kann sich gerne bei uns melden oder einfach beim Training vorbeikommen, alle Infos dazu gibt es auf unserer Homepage“, so Eicher.

Damen-Bezirksklasse

Während es personell beim TVH also noch recht mau aussieht, ist bei der SG Boelerheide neue Euphorie ausgebrochen, auch bedingt durch die Verpflichtung von Trainer Lothar Bednarz. Mit bis zu 14 Akteurinnen kann Bednarz, der vor vielen Jahren die SGB schon bis in die Verbandsliga führte, im Training planen, was bei allen Spielerinnen schon nach den ersten Einheiten für einen Leistungs- und Motivationsschub sorgte. Doch fast wäre das alles nur Makulatur gewesen, denn nicht nur der TuS Halden-Herbeck, vor drei Monaten noch mit viel Elan in der Bezirksliga-Relegation angetreten und nur knapp gescheitert, sondern auch Bad Berleburg und der TV Littfeld zogen ihre Mannschaften vom Spielbetrieb zurück, und plötzlich war nur noch eine mickrige Fünfer-Staffel über.

Doch das Problem wurde elegant gelöst: Alle Partien werden insgesamt drei Mal ausgetragen, so dass doch ein gut gefülltes Programm auf dem Weg zum Aufstieg zu absolvieren ist. In ihrer Staffel muss sich die SG Boelerheide mit dem VC SFG Olpe V, Linscheid-Heedfeld, TuS Halver und VTV Freier Grund II messen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben