2. Bundesliga

Von 0 auf 18 - Lodders führt Phoenix Hagen auf Rang acht

Auf dem Weg zum Korb ist Phoenix-Flügelspieler Jannik Lodders von den Trieren Jermaine Bucknor und Till Gloger (von rechts) nicht zu stoppen. Er ist mit 18 Punkten Topscorer.

Auf dem Weg zum Korb ist Phoenix-Flügelspieler Jannik Lodders von den Trieren Jermaine Bucknor und Till Gloger (von rechts) nicht zu stoppen. Er ist mit 18 Punkten Topscorer.

Foto: Jörg Laube

Trier.  Das war die richtige Antwort auf die Heimpleite am Mittwoch. Mit dem 85:81-Sieg in Trier klettert Phoenix Hagen auf Playoff-Rang acht.

In der Fremde fühlt sich Phoenix Hagen im Jahr 2019 einfach wohler. Am Ischeland wartet der Basketball-Zweitligist im zehnten Monat noch auf den ersten Heimsieg, auswärts dagegen siegte man schon sieben Mal. Beim 86:81 (46:43) bei den Römerstrom Gladiators Trier gelang das zum zweiten Mal in dieser Saison, Playoff-Rang acht nach dem fünften Spieltag ist der Lohn. „Das war eine ganz starke Reaktion der Mannschaft“, lobte Geschäftsführer Patrick Seidel, der nach der Heimpleite gegen die Artland Dragons am Mittwoch die Spieler in die Pflicht genommen hatte: „Diesmal haben wir ein bisschen mehr den Sieg gewollt.“

Das galt sichtbar für alle Phoenix-Spieler, am augenfälligsten war es bei Jannik Lodders. Mit null Punkten war der Flügelspieler aus der Partie gegen die Dragons gegangen, in der Arena Trier schwang er sich mit 18 Punkten zum Topscorer auf. „Wir haben geliefert, jeder Spieler hat sich bei der Ehre gepackt gefühlt“, sagte Lodders nach dem Spiel, „jetzt wollen wir auch endlich den ersten Heimsieg eintüten.“

Am starken Hagener Start in Trier hatte Lodders starken Anteil, bei der 16:11-Führung (5. Minute) standen schon zehn Punkte auf seinem Konto, Adam Pechacek war für die übrigen sechs Zähler zuständig. Die Hagener passten diesmal gut auf den Ball, nutzten ihre körperliche Überlegenheit mit Spiel zum Brett. Und gingen mit einer 27:20-Führung aus dem ersten Viertel, als Kyle Leufroy auch den ersten Dreier getroffen hatte. Es blieb der einzige bis zur Pausensirene, auch weil Dominik Spohr erneut keinen Wurfrhythmus fand und komplett ohne Feldkorb blieb. Doch mit viel Zug zum Korb setzten sich die Gäste bis zum 42:29 durch Lodders’ Dreipunktspiel ab (16.), ehe Trier über den offensivstarken Center Till Gloger und einige Distanztreffer bis zur Pause auf 46:43 verkürzen konnte.

Und es wurde noch enger, denn Gloger glich zum 48:48 aus, nach zwei Dreiern mit der Sirene durch Jordan Geist (52:56, 25.) lag Trier sogar vorn. Nur ganz kurz, denn nun nahm Niklas Geske das Heft in die Hand. Mit zwei Distanztreffern hübschte er die bis dahin schwache Wurfquote der Hagener auf, die beim 61:56 (28.) wieder führten. Und als auch Joel Aminu es ihm mit zwei Dreiern gleichtat, ging Phoenix mit einer 70:62-Führung ins Schlussviertel. Die hielten die Gäste lange, auch weil sie mit starker Defensive Trier kaum freie Würfe erlaubten.

Bucknor verkürzt in Schlussphase

Erst das unsportliche Foul von Jonas Grof nach dem 79:69 (36.) ermöglichte es den Gastgebern, noch einmal heranzukommen. Jetzt unterliefen Phoenix gleich drei Ballverluste ihm Spielaufbau, der abgezockte Jermaine Bucknor nutzte das zum 81:78 exakt 78 Sekunden vor der Schlusssirene. Und als der an diesem Abend glücklose Spohr auch den nächsten Wurf nicht verwandelte, drohte sogar noch der Ausgleich. Doch ausgerechnet dem Phoenix-Kapitän gelang dann der ganz wichtige Steal gegen Dauerrivale Bucknor, an der Freiwurflinie machten Geske und er den zweiten Saisonsieg perfekt.

Spohrs entscheidender Steal

„Das war der entscheidende Steal“, hob Phoenix-Trainer Chris Harris hervor, „Dominik ist ja selbst bewusst, dass er noch nicht den Touch beim Wurf hat und nicht richtig ins Spiel involviert ist. Aber wenn Jannik solch einen Sahnetag hat und Joel die wichtigen Dreier reinmacht, wird er in der Offensive ja entlastet.“ Abgesehen von den letzten Minuten, fand Harris, habe Phoenix die Partie in Trier sehr gut verwaltet: „Das hat heute Laune gemacht.“

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