Handball

Weg zum Wiederaufstieg wird für VfL Eintracht Hagen hart

Volmetals Frederik Kowalski nimmt gegen Eintracht-Schlussmann Tobias Mahncke Maß, zuletzt beim BDO-Cup im vergangenen August. Demnächst stehen sich die beiden Hagener Stadtrivalen in der 3. Liga wieder im Kampf um Punkte gegenüber.

Volmetals Frederik Kowalski nimmt gegen Eintracht-Schlussmann Tobias Mahncke Maß, zuletzt beim BDO-Cup im vergangenen August. Demnächst stehen sich die beiden Hagener Stadtrivalen in der 3. Liga wieder im Kampf um Punkte gegenüber.

Foto: Axel Gaiser

Hagen.  3. Handball-Liga Nordwest startet mit drei Zweitliga-Absteigern: Neben VfL Eintracht und Neuss-Düsseldorf auch Wilhelmshavener HV dabei.

Die 3. Handball-Liga, in der die Westvereine spielen, wird in der kommenden Saison so stark wie nie. Nach der am Montag veröffentlichten Klasseneinteilung werden in ihr ab dem 24. August gleich drei Zweitliga-Absteiger auf Torejagd gehen. Neben dem VfL Eintracht Hagen und der HSG Neuss/Düsseldorf, Nachfolgeklub des HC Rhein Vikings, wurde auch der Wilhelmshavener HV in die 16er-Gruppe eingeteilt, die offiziell den Namen „Staffel Nordwest“ trägt. Zweiter Vertreter aus Niedersachsen ist Aufsteiger OHV Aurich.

„Das ist natürlich eine sehr starke Gruppe, vor allem wegen Wilhelmshaven. Die haben ihre Mannschaft auch schon stehen und werden wie wir alles daransetzen, den direkten Wiederaufstieg zu schaffen“, davon ist Detlef Spruth, 1. Vorsitzender des VfL Eintracht, überzeugt. „Aber wir wussten von vornherein, dass es schwer wird, wieder hochzukommen. Ein Gutes hat die Sache auch: Wir sind in diesem Feld nicht der alleinige Topfavorit.“

Nur zwei von 64 Drittligisten steigen auf

Natürlich ist es das erklärte Ziel der Grüngelben, den zweiten Zweitliga-Abstieg binnen drei Jahren möglichst umgehend wieder auszubügeln und in die Zweitklassigkeit zurückzukehren. Doch dazu muss nicht nur der Drittliga-Titel in der Staffel Nordwest her, sondern danach noch eine Aufstiegsrelegation erfolgreich bestritten werden. „Nur zwei von 64 Drittligisten steigen auf“, rechnet der Hagener Stefan Neff vor, Übungsleiter der SG Schalksmühle-Halver.

Der dritte an der Volme beheimatete Nordwest-Drittligist neben dem VfL Eintracht Hagen und dem TuS Volmetal kam in der abgelaufenen Saison als Vizemeister hinter Zweitliga-Aufsteiger Krefeld ins Ziel, war von den verbliebenen Vereinen zuletzt also die stärkste Kraft. „Ich glaube nicht, dass wir schwächer geworden sind. Über die Zugänge kann ich mich nicht beschweren und vielleicht tut sich ja auf der einen oder anderen Position noch etwas“, sagt der SGSH-Coach. Dennoch ist sich der 32-Jährige darüber im Klaren, dass eine Wiederholung der Vorjahres-Platzierung sehr schwer zu erreichen ist: „Hagen und Wilhelmshaven sind für mich die Favoriten, aber auch Neuss/Düsseldorf hat schon gute Leute geholt und bekommt bestimmt eine gute Truppe zusammen. Insgesamt wird das schon eine knackige Liga. Aber man wächst ja auch mit den Herausforderungen.“

TuS Volmetal setzt auf Erfahrung

So ähnlich sieht es auch Andre Blümel. „Die Staffelzusammensetzung war für mich keine große Überraschung“, verrät der Handball-Abteilungsleiteref des TuS Volmetal, Tabellenzwölfter der vergangenen Spielzeit. „Dass der VfL Eintracht Hagen und die HSG Neuss/Düsseldorf als Absteiger aus der 2. Liga in diese Staffel kommen, sollte jedem klar gewesen sein, ebenso LIT Tribe Germania als Aufsteiger. Fraglich war nur der Verbleib des Northeimer HC. Dass man sich auf dem Verbandstag für den OHV Aurich als Aufsteiger und den Wilhemshavener HV als Absteiger aus Liga 2 entschieden hat, macht die Situation für uns nicht einfacher.“

Aber eine Saison sei lang und müsse erst einmal gespielt werden, geht Volmetals Handball-Chef die bereits fünfte Drittliga-Spielzeit in Folge mit einer gewissen Gelassenheit an. „Man muss sich im Abstiegskampf auskennen, hier haben wir inzwischen genug Erfahrung gesammelt“, darauf vertraut Blümel. „Ich wünsche uns eine gute und intensive Vorbereitungsphase, keine Verletzungen und etwas Glück. Den Rest werden unsere Fans im Tal schon „rocken!“

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