Rettungsschwimmen

Weltrekord auch im Hagener Westfalenbad

Das Team der DLRG Westhofen/Garenfeld mit Jannis Bärenfänger und Frederik Bärenfänger, hier bei der 4 x 25-m-Rettungsstaffel , gewinnt in der Mannschaftswertung der U12 die Silbermedaille bei den deutschen Meisterschaften..

Das Team der DLRG Westhofen/Garenfeld mit Jannis Bärenfänger und Frederik Bärenfänger, hier bei der 4 x 25-m-Rettungsstaffel , gewinnt in der Mannschaftswertung der U12 die Silbermedaille bei den deutschen Meisterschaften..

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen.  Einen Weltrekord gab es bei den deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen im Westfalenbad. Und eine Silbermedaille für Hagener Zwillinge.

Am Tag der historischen Laufleistung von Marathonläufer Eliot Kipchoge im fernen Wien kam es auch in Hagen zu einem neuen Weltrekord. Jedoch im Wasser. Bei den 47. deutschen Mehrkampf-Meisterschaften im Rettungsschwimmen stellte das Damenteam aus Schwerte in der Disziplin der 4 x 50-m-Rettungsstaffel einen neuen Bestwert auf. In der „Königsdisziplin“ des Rettungsschwimmens siegten sie im Westfalenbad nach 2:00,20 Minuten. Die Meisterschaften waren kurzfristig nach Hagen verlegt worden, nachdem es in Hannover im Stadionbad Sanierungsbedarf gab. „Wir sind froh, dass das Westfalenbad an dem Wochenende zur Verfügung stand und der DLRG Bezirk Hagen/Ennepe-Ruhr direkt alle Kräfte mobilisiert hat“, freute sich DLRG-Präsident Achim Haag.

Trotz der nur vierwöchigen Vorbereitungszeit lief die Organisation für alle Beteiligten gut ab und es gab keine Komplikationen. „Wir sind förmlich tiefenentspannt, die Organisation funktioniert“, zeigt sich der Vorsitzende des DLRG-Bezirks Hagen/Ennepe-Ruhr, Carsten Froese, zufrieden. „Dem Bezirk gehören elf Ortsverbände an, wodurch wir genügend Leute haben, um den Aufwand zu stemmen. Daher ist die Entscheidung dann nach den Meisterschaften 2017 erneut auf uns gefallen“, erklärt Froese. Die 1200 Teilnehmer qualifizierten sich bereits im Vorfeld durch Bezirks- und Landesmeisterschaften für das Turnier, um dann in verschiedenen Disziplinen im Einzel- oder Mannschaftsmodus gegeneinander anzutreten.

In fünf verschiedenen Altersklassen von 12-18 Jahren ist jeder Wettbewerb an den rettungsschwimmerischen Aspekt angelehnt. So wird durch das Überwinden von Hindernissen der Wellengang simuliert oder die Schwimmer müssen über eine bestimmte Distanz Puppen vom Beckengrund holen und aus dem Wasser retten. „Das ist kein einfacher 200 Meter Freistil wie bei den Schwimmern. Die würden durch die Hindernisse sofort aus ihrem Rhythmus geraten. Daher erfordert das Rettungsschwimmen spezielle Techniken“, betont Froese. So kommt es neben der Schnelligkeit beim Schwimmen darauf an, bestimmte Hilfsmittel zur Wasserrettung, zum Beispiel Flossen oder Gurtretter, bestmöglich zu beherrschen.

Nicht im Schritttempo

Mit von der Partie waren auch die Schwimmer, die zum Nationalkader zählten und so zum Favoritenfeld gehörten. „Wenn man überlegt, dass Deutschland bei der Junioren-Gesamtwertung Zweiter hinter den Italienern ist, dann ist das hier schon mit das Beste, was es in dem Alter zu sehen gibt“, machte die stellvertretende Bezirks-Vorsitzende Bärbel Brünger deutlich und fügte schmunzelnd hinzu: „Vor zwei Jahren wollte der Kameramann während des Wettbewerbs nebenher gehen. Das Schritttempo hat jedoch nicht ausgereicht. Das ist schon Leistungssport.“ In der Altersklasse der Zwölfjährigen konnte sich die lokale Ortsgruppe der DLRG Westhofen-Garenfeld qualifizieren und mit den Zwillingen Frederik und Jannis Bärenfänger sowie Eric Maximilian Mallkowsky unter den Top 20 landen. In der Teamwertung reichte es sogar für den zweiten Platz.

Neben den lokalen Erfolgen bei den deutschen Meisterschaften freute sich Froese auch über die Unterstützung der Stadt und des Bades, für das es die größte Veranstaltung des Jahres war: „Wir hinterlassen hier für Hagen ein gutes Bild, was viele dazu veranlassen wird, den Ort positiv in Erinnerung zu behalten.“

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