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Wetter Weltoffen will auch im Sport Präsenz zeigen

von links nach rechts: Lars Bax TV Volmarstein, Andreas Fieberg Referent Wetter Weltoffen, Helge Heisters TuS Wengern, Rafael Garcia Referat Wetter Weltoffen/SuS Volmarstein, Christoph Lumpe TV Volmarstein, Detlef Kisch SC Wengern

von links nach rechts: Lars Bax TV Volmarstein, Andreas Fieberg Referent Wetter Weltoffen, Helge Heisters TuS Wengern, Rafael Garcia Referat Wetter Weltoffen/SuS Volmarstein, Christoph Lumpe TV Volmarstein, Detlef Kisch SC Wengern

Foto: Laura Wunderlich

Wetter.  Die Initiative Wetter Weltoffen will auch in Vereinen dauerhaft präsent bleiben. Fotoaktion und Demokratie-Projekt in Planung.

Manche Themen kochen hoch, werden viel besprochen, aber dann kehrt wieder Ruhe ein. So soll es nicht laufen mit dem Anliegen, das sich die Initiative Wetter Weltoffen auf die Fahne geschrieben hat. „Wir wollen nicht nur Sprüche klopfen, sondern das, wofür wir stehen, auch leben. Und das wollen auch die Sportvereine“, betont Andreas Fieberg, Initiator von Wetter Weltoffen.

Einsatz soll weitergehen

Der Einsatz für Toleranz und ein offenes Miteinander und gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Ausgrenzung soll weiter bestehen, auch in den Sportvereinen. So wurden die Besucher des Waldfestes in Grundschöttel schon am Eingang mit der Satzung der Initiative und der Vereine vertraut gemacht: „Der Verein fördert die Funktion als verbindendes Element zwischen Nationalitäten, Kulturen, Religionen und sozialen Schichten. Er bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft, Glauben, sozialer Stellung oder sexueller Identität eine sportliche Heimat. Der Verein bietet nur solchen Personen eine Mitgliedschaft an, die sich zu den Grundsätzen bekennen.“ Auch in Englischer und Arabischer Sprache war dieser Auszug zu lesen.

„Wir haben dafür sehr viele positive Rückmeldungen bekommen. Viele fanden es toll, dass wir das öffentlich darstellen und uns auch bekennen. In der Vergangenheit wurde oft zu wenig Haltung gezeigt. Aber es ist an der Zeit, seine Denkweise klar zu äußern“, betont Fieberg, der als zweiter Geschäftsführer der HSG Wetter/Grundschöttel ehrenamtlich aktiv ist.

Foto-Aktion geplant

Er und die weiteren Vereinsvertreter der Weltoffen-Initiative wollen auch mit anderen Aktionen weiterhin Präsens zeigen. So soll in den nächsten Wochen gemeinsam mit der Stadt ein Logo und Plakat entwickelt werden, dass in den Sportvereinen und Sportstätten der Stadt aufgehängt werden soll. „Es soll dabei aber nicht nur um das stumpfe Aufhängen der Plakate gehen, sondern wir wollen daraus ein Event gestalten“, erklärt Andreas Fieberg.

So soll dann im Rahmen der Aktion jeder Verein ein Foto mit dem Plakat machen, auf dem auch die Vereinsmitglieder zu sehen sind. Anschließend können die Bürger dann abstimmen und das beste Foto auswählen. „Ich bin gerade auf der Suche nach Sponsoren, damit wir dem Sieger auch eine Prämie überreichen können“, so Fieberg.

Projekt zum Thema Demokratie

Das Geld ist dann aber laut dem Initiator nicht für einen netten Trinkabend gedacht, sondern damit soll auch im Sinne der Demokratiewoche ein Projekt für Jugendliche ins Leben gerufen werden. „Es ist wichtig, den Jugendlichen durch solche Aktionen dann auch immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, was wir für ein Glück haben, in einer Demokratie zu leben“, betont Fieberg. Durch die Fotoaktion bleibe der Ehrenkodex bei allen Vereinsmitgliedern im besten Fall noch mal mehr im Bewusstsein und die Themen der Initiative in den Vereinen präsent.

Um mit den Vereinen auch weiterhin in regelmäßigem Kontakt zu bleiben, wird auch der Stadtverband für Leibesübungen der Stadt Wetter als Multiplikator helfen. „Es ist wichtig, dass die Vereine selbst auch an die Öffentlichkeit treten mit den vielen guten Ideen und Projekten, die sie haben. Um zu zeigen, was es alles schon für tolle Sachen gibt“, ermutigt Fieberg die Vereinsmitglieder. Auch Netzwerken sei ein sehr wichtiger Faktor.

„In Zusammenarbeit mit der Stadt ist eine Website geplant, auf der alle Handlungsfelder dargestellt werden. Aber es soll dort auch eine Diskussionsplattform geben, wo Bürger ihre Ideen mitteilen können. Durch den Austausch gibt es immer wieder neue Impulse und Ideen. Das ist wichtig, um präsent zu bleiben und die Themen mit Leben zu füllen“, sagt Fieberg. Auch Helge Heisters, Vorsitzender des TuS Wengern und Mitglied der Initiative, betont: „Wir kriegen die Rückmeldung, dass das Thema die Menschen bewegt und sie darüber reden wollen. Es gilt jetzt, klare Kante zu zeigen.“

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