Fußball-Westfalenliga

Zehner-Schlussmann Alexander Klur bildet junge Torhüter aus

Auf ihn kann sich Hohenlimburg verlassen: Torwart Alexander Klur gibt den Zehnern einen immensen Rückhalt.

Auf ihn kann sich Hohenlimburg verlassen: Torwart Alexander Klur gibt den Zehnern einen immensen Rückhalt.

Foto: Lothar Linke / WP

Hohenlimburg.  Auf Alexander Klur, Torwart des Fußball-Westfalenligisten Hohenlimburg 10, ist Verlass. Neben Beruf und Training coacht er noch junge Torhüter.

Fußball-Westfalenligist SV Hohenlimburg 1910 startete mit einem 2:1-Überraschungssieg gegen den Oberliga-Absteiger FC Brünninghausen in die aktuelle Saison. Am Donnerstag geht es im Westfalenpokal beim Bezirksligisten RW Westönnen weiter (siehe Infobox). Mit dabei ist natürlich auch SV-Torwart Alexander Klur, der als großer Rückhalt des Teams in der vergangenen Landesliga-Saison einen immensen Anteil am Aufstieg hatte.

Dass die Zehner die wenigsten Gegentore kassiert haben, lag an der gesamten Abwehrleistung, aber sicherlich auch an Alexander Klur. Klurs freie Zeiten im wöchentlichen Terminplan sind allerdings stets ausgereizt. Denn der 27-jährige Ingenieur absolviert nebenberuflich ein Master-Studium und ist, zusätzlich zu den Übungseinheiten und Ligapartien bei den Zehnern, noch als Torwarttrainer unterwegs. Arbeiten, büffeln, in die Westfalenliga aufsteigen und dann auch selbst noch Training geben – ein straffes Programm.

„Man kann sagen, dass ich pro Tag einmal auf dem Fußballplatz stehe, manchmal auch dreimal. Aber ich beschwere mich nicht, ich habe mir das selbst ausgesucht und es macht tierisch viel Spaß. Es gibt über das Jahr hinweg ein paar Hochphasen, da ist dann entsprechend viel los“, erklärt der 1,90 Meter große Schlussmann der Zehner.

Torwarttrainer mit A-Lizenz

Alexander Klur besitzt bereits seit sechs Jahren die Trainer A-Lizenz und ist im Jahr 2011 in den Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) eingestiegen. Dort betreut er mittlerweile den gesamten Torhüter-Auswahlbereich von der U12 bis zur U18 und ist auch als Referent für die Lizenzlehrgänge tätig. „Ich habe schon als kleiner Knirps angefangen, Fußball zu spielen. Mit 17 Jahren hat mich dann das Thema Torwarttraining total gepackt“, erzählt Klur. Zu der Zeit war er auch selbst Torwart in der Westfalenauswahl. „Ich habe mich dann häufig in dem Bereich weiterentwickelt und relativ schnell meine Trainerlizenzen für den Mannschaftsbereich absolviert. Dabei habe ich mich dann auch als Torwarttrainer weitergebildet“, so Klur.

Darüber hinaus hat der 27-Jährige auch einen Leistungslehrgang direkt beim Deutschen Fußball-Bund (DFL) absolviert, mit dem er in den letzten drei Jahren auch auf Tuchfühlung gegangen ist. Im September steht für Alex Klur zum dritten Mal das Torwartcamp des DFB auf dem Plan, das er als Trainer mitbetreut. Das Camp leitet unter anderem Marc Ziegler, der ehemalige Bundesliga-Torhüter, der unter anderem beim VfB Stuttgart, Borussia Dortmund und bei Hannover 96 unter Vertrag stand.

Trainer im Mädcheninternat

Dazu trainiert Klur einmal wöchentlich die Mannschaft des Mädcheninternats in Kaiserau, eine Elite-Förderungseinrichtung für Fußballerinnen. Dort coacht er die westfälischen Torhüterinnen, die im U-Bereich der Nationalmannschaft spielen. Wenn sich die aktive Spielerkarriere irgendwann einmal dem Ende zuneigt, möchte Klur noch mehr in das Trainergeschäft einsteigen. „Für mich gibt es zwei Möglichkeiten: Wenn es auf Amateurebene bleibt, ist es interessant, als Mannschaftstrainer in den Seniorenbereich einzusteigen. Dafür habe ich die Erfahrung und die entsprechende Qualifikation. Der andere Punkt, den ich favorisiere, wäre, irgendwann speziell als Torwarttrainer zu arbeiten.“

Wer weiß, vielleicht trainiert Alexander Klur bald die ganz großen Torhüter der nächsten Generationen.

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