Fußball

Zehnern und Hagener Profi Antwi-Adjej winkt Aufstieg

Nach dem gehaltenen Elfmeter wird Zehner-Torhüter Alexander Klur von seinen Teamkollegen Rezep Nezir und Marcel Weiß (v.li.) gefeiert.

Nach dem gehaltenen Elfmeter wird Zehner-Torhüter Alexander Klur von seinen Teamkollegen Rezep Nezir und Marcel Weiß (v.li.) gefeiert.

Foto: Lothar Linke

Hagen.   Hagen 11 ist aufgestiegen, Hohenlimburg 10 und Christopher Antwi-Adjejs SC Paderborn hoffen darauf. Für Hagens Fußballer war es ein prima Sonntag

Entscheidungen hier, Vorentscheidungen dort - der 12. Mai war für die heimischen Fußballer ein ganz wichtiges Datum. Dabei konnten Hagener Kicker überwiegend jubeln, Profi Christopher Antwi-Adjej mit Zweitligist SC Paderborn etwa, Landesliga-Tabellenführer Hohenlimburg 10 nach dem Sieg im Spitzenspiel und natürlich Bezirksliga-Meister Hagen 11. Ein Überblick über alle Schauplätze:

Schauplatz Paderborn

Was „Jimmy“ im fernen Paderborn machte, interessierte auch auf den Hagener Plätzen brennend. Denn der so gerufene Profi Christopher Antwi-Adjej war auch hier stets gern gesehener Gast, etwa wenn er Zwillingsbruder Christian bei Hagen 11 und Hohenlimburg 10 besuchte. Und „Jimmy“ erledigte es glänzend, seine Zweitliga-Treffer neun und zehn in der Schlussphase machten den 4:1-Sieg des SC Paderborn gegen den Hamburger SV perfekt. Mindestens Relegations-Rang drei und ein Duell um den Bundesliga-Aufstieg gegen den VfB Stuttgart ist den Ostwestfalen sicher. Gewinnt Paderborn (57 Punkte) am Sonntag bei Dynamo Dresden - oder spielt zumindest nicht schlechter als Verfolger Union Berlin (56) beim VfL Bochum -, wäre sogar der direkte Bundesliga-Aufstieg perfekt. Und der Hagener Antwi-Adjej hätte den vierten Sprung in die nächsthöhere Klasse in Folge geschafft.

Schauplatz Hohenlimburg

Der 1:0-Sieg im Spitzenspiel gegen den FSV Gerlingen ging für den SV Hohenlimburg 10 in der langen Nachspielzeit am seidenen Faden, danach bedankten sich die Zehner vor allem bei Alexander Klur - „Elfmeterkiller“ gegen Gästespieler Marcel Laube in der Nachspielzeit. „Er hat überragend gehalten“, befand Kapitän Danilo Labarile, während Coach Michael Erzen hervorhob: „Das war schon der zweite Elfmeter, den er pariert hat.“ Jetzt dürfe man sich den Titel und Westfalenliga-Aufstieg nicht mehr nehmen lassen, befand der Trainer, der die Moral seiner Schützlinge hervorhob: „Was ein Team!“ Allerdings haben die Zehner bei drei Punkten und 13 Toren Vorsprung auf Gerlingen noch zwei knackige Duelle beim Tabellensechsten FSV Werdohl (Sonntag) und gegen den Fünften BSV Menden (26. Mai) zu absolvieren, gegen beide Gegner spielte man in der Hinrunde remis. Der FSV dagegen hat gegen FC Wetter (14.) und bei SV Hüsten (10.) auf dem Papier einfachere Aufgaben.

Schauplatz Gevelsberg

Zwei Spiele - gegen SC Hennen und bei ETuS/DJK Schwerte - hat auch die SpVg. Hagen 11 in der Bezirksliga noch zu bestreiten. Sie werden nach dem 2:0-Sieg im Gevelsberger Stefansbachtal, mit dem die Elfer Titelgewinn und Landesliga-Aufstieg perfekt gemacht haben, von Meisterehrungen und Verabschiedungen geprägt sein. Nach den ausgiebigen Sektduschen in Gevelsberg, bei denen der Sportliche Leiter Kai Langenbruch zu seinem Missvergnügen auch noch im Beachvolleyball-Sand „paniert“ wurde, feierten die Elfer um Trainer Stefan Mross am heimischen Loheplatz weiter.

Und stellten tags darauf weitere Weichen für die Landesliga-Saison 2019/20: Von Bezirksligist Türkiyemspor Hagen kommt Angreifer Enes Demir, da Dimitrios Ropkas in der nächsten Saison nur noch bei den Altherren spielt. „Mit Enes haben wir genau den richtigen Stürmer gefunden, er ist technisch versiert und weiß wo das Tor steht“, ist Kai Langebruch, froh über die Verpflichtung.

Schauplatz Garenfeld

Es lief nicht gut für die Platzherren des SC Berchum/Garenfeld im Garenfelder Waldstadion. Was vor allem für das Bezirksliga-Team galt, das nach dem 0:1 gegen den Geisecker SV nur noch theoretische Chancen auf Relegations-Rang zwei hat. „Das Ding ist durch“, sagte Teamkoordinator Sebastian Schulte, jetzt habe man Planungssicherheit für die neue Saison. Zumal der SC nach der Mannschaftsfahrt ins Sauerland nur noch ein Spiel bestreiten muss.

Dreimal tritt dagegen die Klub-Reserve in der Kreisliga A noch an, zunächst am Mittwoch bei Al Seddiq Hagen (19 Uhr). Den Achtpunkte-Rückstand auf den TSK Hohenlimburg konnten die Garenfelder als Tabellenzweiter beim 1:1 gegen den Spitzenreiter aber nicht verkürzen. Der TSK muss nun nur auf einen Ausrutscher des SCBG warten - oder selbst am 26. Mai bei Concordia Hagen siegen. „Es ist ganz gut, dass wir jetzt zumindest die Konzentration und Anspannung noch ein bisschen hochhalten können“, sagt TSK-Trainer Jakob Weber: „Und dann geht es hoffentlich am 2. Juni mit diesen unsäglichen Relegationsspielen weiter.“

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