2. Basketball-Bundesliga ProA

Zwei Auswärtsspiele lassen Phoenix Hagen hoffen

Nürnbergs starker Flügel Ishmail Wainright macht Dominik Spohr das Leben schwer. Der  Phoenix-Kapitän guckt nicht ganz glücklich drein. Am Ende der Partie, die mit 81:87 verloren wird, erst recht nicht.Foto:Michael Kleinrensing

Nürnbergs starker Flügel Ishmail Wainright macht Dominik Spohr das Leben schwer. Der Phoenix-Kapitän guckt nicht ganz glücklich drein. Am Ende der Partie, die mit 81:87 verloren wird, erst recht nicht.Foto:Michael Kleinrensing

Hagen.   Für die Playoff-Teilnahme müssen Phoenix-Basketballer wohl zwei der letzten drei Partien gewinnen. Führungskraft in schwierigen Situationen fehlt.

In der Vergangenheit konnten die ProA-Basketballer von Phoenix Hagen ihre Heimschwäche im Jahr 2019 durch starke Auftritte in der Fremde kompensieren. Weil der Spielplan dem Team von Trainer Chris Harris zuletzt zwei Auftritte in Folge am Ischeland bescherte, klappte das nicht mehr. Die jüngsten Heimniederlagen gegen die Gladiators Trier (90:92) und Nürnberg Falcons (81:87) führten dazu, dass die Feuervögel drei Spieltage vor Schluss als Tabellenneunter nicht mehr in den Playoff-Rängen notiert sind. Denn die punktgleichen Karlsruhe Lions, die auf Platz acht stehen, haben beide Saisonduelle gegen Phoenix gewonnen und damit den direkten Vergleich auf ihrer Seite.

14 Siege und 13 Niederlagen haben beide Teams zu Buche stehen, in der vergangenen Saison zogen die Feuervögel mit 15 Saisonerfolgen in die Playoffs ein. „Das wird in diesem Jahr nicht reichen“, ist Phoenix-Geschäftsführer Patrick Seidel ziemlich sicher. „Wenn wir unter die besten Acht wollen, müssen wir von den letzten drei Spielen zwei gewinnen.“

Das Restprogramm hat es in sich: Am Samstag geht es zu Tabellennachbar Kirchheim Knights, der als Zehnter auch noch Playoff-Ambitionen hat. Am 24. März kommt der Rangvierte Rostock Seawolves nach Hagen, bevor es sechs Tage später zum Tabellenzweiten MLP Academics Heidelberg geht. Danach wird man wissen, ob Phoenix Platz acht der letzten Saison wiederholt, getoppt oder verfehlt hat. Vor einem Jahr war übrigens in der ersten Playoff-Runde gegen Rasta Vechta Endstadion. Heute steht der Aufsteiger in der ersten Liga (BBL) auf einem sensationellen dritten Platz vor Bamberg und Berlin!

Kirchheim kein Lieblingsgegner

Im Zusammenhang mit Phoenix eine Randnotiz, hier richtet sich der Fokus auf die „Endspiele“ gegen Kirchheim, Rostock und Heidelberg. „In der letzten Saison haben wir in Kirchheim verloren“, erinnert sich Seidel, der auch an das Hinspiel im Herbst keine guten Erinnerungen hat. Im Oktober 2018 gab es eine 86:90-Niederlage am Ischeland. Damals noch unter Coach Kevin Magdowski. Beim 98:97-Auswärtssieg in Rostock wie bereits eine Woche zuvor beim 78:72-Heimerfolg gegen Heidelberg saß Tobit Schneider als Interims-Headcoach auf der Bank.

Nachfolger Chris Harris macht sich natürlich Gedanken darüber, woher die anhaltende Heimschwäche kommt, durch die sein vor noch gar nicht langer Zeit auf dem dritten Tabellenplatz ansässiges Team „unter den Strich“ geraten ist. Als einen Punkt hat der kanadische Coach zu wenig „Leadership“ in schwierigen Situationen ausgemacht. Spieler, die das Heft in die Hand nehmen und die Mannschaft durch kritische Situationen führen. Dominik Spohr, der erstligaerfahrene Kapitän, scheint eigentlich dafür prädestiniert zu sein. „Aber er spielt auf der Position vier, wo er den Ball nicht so viel hat wie beispielsweise ein Guard“, darauf verweist Patrick Seidel.

Erstaunlicher Weise war die gleiche Thematik bei den letzten vier Siegen in fremden Hallen überhaupt kein Problem. Da sollte es für die Playoff-Aussichten optimistisch stimmen, dass Phoenix zwei der letzten drei Partien auswärts absolvieren darf.

Restprogramm der Konkurrenten des Basketball-ProA-Ligisten Phoenix Hagen (9. Tabellenplatz, 28 Punkte) im Kampf um die Play-off-Plätze (H = Heimspiel, A = Auswärtsspiel:

4.Platz Rostock Seawolves, 34 Punkte: Ehingen (H), Hagen (A), Artland Dragons (H).

5. Nürnberg Falcons, 32 Punkte: FC Schalke 04 (H), Paderborn (A), Baunach (H).

6. Römerstrom Gladiators Trier, 30 Punkte: Heidelberg (A), Ehingen (A), Karlsruhe (H).

7. Team Ehingen Urspring, 30 Punkte: Rostock (A), Trier (H), Kirchheim (A).

8. PS Karlsruhe Lions, 28 Punkte: Tübingen (A), Heidelberg (H), Trier (A).

10. VfL Kirchheim Knights, 26 Punkte: Phoenix Hagen (H), Artland Dragons (A), Ehingen (H).

11. Tigers Tübingen, 26 Punkte: Karlsruhe (H), Baunach (A), Hamburg (H).

12. Artland Dragons, 24 Punkte: Baunach (A), Kirchheim (H), Rostock (A).

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