Ironman

Der Ironman auf Hawaii ist ein teures Abenteuer für Starter

Triathlet Till Schaefer aus Sprockhövel muss für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii tief in die Tasche greifen.

Triathlet Till Schaefer aus Sprockhövel muss für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii tief in die Tasche greifen.

Foto: Till Schaefer

Kailua-Kona/Sprockhövel.  Ein Fachmagazin hat mal errechnet, dass allein die Qualifikation 25.000 Dollar kostet. Der Sprockhöveler Triathlet Till Schaefer gibt Einblicke.

Die Qualifikation für den Ironman auf Hawaii, wie es dem Sprockhöveler Till Schaefer gelungen ist, ist nicht nur sportlich eine große Herausforderung. Auch finanziell kommt auf die Hobby-Athleten einiges zu.

„Mit der Annahme des Startplatzes auf Hawaii muss man 1000 Dollar bezahlen“, erzählt Schaefer. Flug, Hotel, Mietwagen, auch diese Kosten müssen die Sportler selber tragen. „Das sind in etwa noch mal 4000 Dollar zusätzlich“, sagt Schaefer, der auch bereits schon im Vorfeld einiges investieren musste. Allein sein Fahrrad, eher eine Rennmaschine, kostete mit rund 6800 Euro fast so viel wie ein Kleinwagen. Hinzu kommen Wettkampf- und Reisekosten in der Vorbereitungszeit.

Rad gilt am Flughafen als Sperrgepäck

Und bei der Reise hat er mit dem Rad Sperrgepäck. „Ich habe mir eine neue Radtasche für knapp 500 Euro gekauft. Die ist so groß, dass ich nur die Laufräder rausnehmen muss. Dann wird alles auf einem Gestell eingespannt und gut gepolstert“, erzählt Schaefer. Ansonsten braucht er für das Rennen und die Vorbereitung Laufschuhe, Radschuhe, den Rennanzug, eine Schwimmbrille, den Schwimmanzug, ein Startnummernband, Sonnenbrille und Kappe sowie eine Menge Energiegels, Riegel und Salztabletten.

Außerdem gehören noch Trainingskleidung, Materialien zur Regeneration (etwa Blackroll) und Ernährungshilfen (beispielsweise Nahrungsergänzungsmittel oder Nüsse).

Sponsoren und die Mutter unterstützen den Sportler

„Von einem Fachmagazin wurde mal errechnet, dass allein die Qualifikation für den Ironman etwa 25.000 Euro kostet“, verrät Schaefer, der froh ist, dass er derzeit von seinen Sponsoren auch finanzielle Unterstützung für seinen Sport erhält. „Falls mich noch jemand unterstützen möchte, es ist noch ein bisschen Platz auf dem Trikot frei“, sagt Schaefer und lacht. Auch seine Mutter habe ihn unterstützt, zudem hat er für seinen Traum gespart.

Andere hätten eben Pferde oder Motorräder als Hobby, für ihn ist es der Sport. „Und ich kann nur jedem empfehlen: Es lohnt sich, alles dafür zu tun, um seine Lebensträume zu verfolgen. Auch wenn es viel Zeit, Geld und Nerven kostet. Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn sich diese Träume dann erfüllen.“

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