Fußball

Nach Schlägen ins Gesicht: Herdecker Kicker lange gesperrt

Ein Fußballspieler aus Herdecke ist nach einem heftigen körperlichen Angriff auf einen Gegenspieler vom TuS Hasslinghausen acht Wochen gesperrt worden.

Ein Fußballspieler aus Herdecke ist nach einem heftigen körperlichen Angriff auf einen Gegenspieler vom TuS Hasslinghausen acht Wochen gesperrt worden.

Foto: Walter Fischer / Funke Foto Services GmbH

Sprockhövel.  Nach einer körperlichen Attacke gegen Felix Schubert, den Kapitän des TuS Hasslinghausen, hat Bryan Schmidt eine hohe Strafe erhalten.

Nachdem ein Spieler des FC Herdecke-Ende Anfang September den Kapitän des TuS Hasslinghausen mehrmals ins Gesicht geschlagen hatte, ist er nun von der Spruchkammer des Kreises Hagen für acht Wochen gesperrt worden.

Bryan Schmidt hatte Felix Schubert nach einem Gerangel im Zweikampf erst mit dem Ellenbogen und dann zweimal mit der flachen Hand geschlagen. Der Schiedsrichter nahm diese Szene nicht wahr, da sie fernab des Balles passierte, der eingeworfen wurde. Schubert bedrängte seinen Gegenspieler im Strafraum, um ihn bei einem möglichen Einwurf in Schwierigkeiten zu bringen. Dies ging aus dem Videomaterial hervor, was über den Streaminganbieter Soccerwatch verfügbar ist.

Gegner schlägt bei Fußballspiel in Sprockhövel zu
Gegner schlägt bei Fußballspiel in Sprockhövel zu

Video dient als Beweismittel

Dieses Material diente auch der Beweislage vor der Spruchkammer. Der TuS schickte es bereits im Vorfeld und zeigte die Szene am Verhandlungstag am Mittwochabend vergrößert auf dem Laptop. Die Tätlichkeit war darauf eindeutig erkennbar, weshalb dem Spieler die wochenlange Sperre gegeben wurde.

„Uns ging es darum, dass der Fall überhaupt behandelt wird“, sagte TuS-Co-Trainer Christian Parlow. Die Höhe der Strafe habe bei den Hasslinghausenern nicht im Vordergrund gestanden. „Zwei, drei Wochen wären auch okay gewesen“, so Parlow. In seinen Augen habe der FC Herdecke-Ende generell ein sehr faires Team, daher wolle der TuS dem Verein auch nicht schaden.

Herdecke möchte das Problem lösen

Schmidt hatte bei der Verhandlung die Tat zugegeben und sich bei Schubert dafür entschuldigt. Die Sitzung dauerte daher nicht lange. Die Verantwortlichen wollten keine große Sache daraus machen. Laut Herdeckes Co-Trainer Michael Dziamski heißt es: „Damit sind wir noch gut weggekommen, hat man uns gesagt.“ Sein Cheftrainer Frank Henes möchte, dass nun wieder Ruhe einkehrt, um sich auf die nächsten Aufgaben zu konzentrieren. „Mal schauen, wie wir das Problem lösen“, sagte er.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben