Tennis

Nachwuchsarbeit der BSG Gemeinschaftswerk trägt Früchte

DIe BSG Gemeinschaftswerk Hattingen ist seit dem vergangenen Jahr eine beliebte Anlaufstelle für tennisbegeisterte Kinder.

DIe BSG Gemeinschaftswerk Hattingen ist seit dem vergangenen Jahr eine beliebte Anlaufstelle für tennisbegeisterte Kinder.

Foto: Anja Heise

Hattingen.  Die Hattinger bieten den Kindern und Jugendlichen des TC Langenberg eine neue sportliche Heimat an. Schnuppertag am Samstag.

Lange Zeit gab es keinen Nachwuchs bei der BSG Gemeinschaftswerk Hattingen. Der Tennisverein hatte nur noch aktive Mitglieder, die die 60 Jahre schon überschritten hatten. Doch seit kurzer Zeit blüht die Jugendabteilung der BSG wieder richtig auf. Es gibt drei Juniorenteams und in Zukunft sollen weitere Mannschaften hinzukommen.

Die Hattinger könnten auch davon profitieren, dass der benachbarte Club TC Langenberg in spätestens zwei Jahren den Betrieb einstellen wird.

Kein Übernahmevertrag

„Wir haben angeboten, dass die jungen Spieler und Spielerinnen bei uns unter kommen könnten“, sagt BSG-Geschäftsführer Klemens Störtkuhl. „Es ist aber nicht so, dass es Verträge gibt, dass wir die Abteilung übernehmen oder alle Spieler aufnehmen.“ Eng mit dem erfolgreichen Aufbau der Jugendabteilung der BSG ist Anja Heise verbunden. Die Jugendwartin der BSG war lange beim TC Langenberg und hat dort die Jugendarbeit aufgebaut. „Als ich anfing, spielten dort 25 Kinder, als ich gegangen bin, waren es 74“, erzählt die Trainerin, die auch selbst noch aktive Spielerin ist. Trainiert wird sie von Detlef Urban, der mit seiner Tennisakademie den TCL unterstützte. „Wir sind dann von der BSG Hattingen angesprochen worden, ob wir dort nicht auch Aufbauhilfe leisten können, so wie wir es beim TCL bereits getan haben“, berichtet Anja Heise.

Wechsel in die Nachbarstadt

Und so wechselte Urban in die Nachbarstadt, Heise folgte: „Er ist mein Trainer und er soll mich auch weiter trainieren“, sagt sie. Schließlich habe Urban sie bis auf Platz 43 der deutschen Rangliste gebracht. Und eben diese BSG Hattingen kann nun dem Tennisnachwuchs aus Langenberg, der bald seine sportliche Heimat verliert, eine Alternative bieten. „Das betrifft vor allem die Kinder und Jugendlichen, die in Nierenhof, in Bonsfeld und im Wohngebiet am Heinenberg wohnen“, sagt Anja Heise. Denn von dort seien es „über den Balkhauser Weg gerade einmal drei Kilometer bis zu unserer Trainingsanlage.“

Veränderung der Vereinsstruktur

„Die Vereinsstruktur ändert sich drastisch“, erklärt Klemens Störtkuhl. „Die vielen jungen Tennisspieler ziehen den Altersschnitt ganz schön nach unten. Diese Verjüngung haben wir ja seit Jahren angestrebt.“ Durch Projekte mit der Hattinger Gesamtschule und zwei Grundschulen sei die Anzahl der Kinder und Jugendliche deutlich angestiegen. Im vergangenen Jahr meldeten sich 21 junge Leute an, in diesem Jahr sind es schon weitere acht. Um weitere Menschen für den Tennissport und für die BSG zu begeistern, richten die Hattinger am Samstag, 25. Mai, einen Schnuppertag aus: Zwischen 11 und 16.30 Uhr bekommt jeder Besucher die Chance, mit einem der beiden Trainer zu spielen. Bei schlechtem Wetter findet das Programm in der Tennishalle statt.

BSG setzt auf den Breitensport

Eine Anmeldung ist zwar nicht notwendig, sagt Anja Heise, wäre aber praktisch: DTA-Tennisbuero@t-online.de oder per Telefon (0172) 2020379. „Schläger und Material stellen wir an dem Tag zur Verfügung“, versichert Anja Heise, dazu gebe es die Möglichkeit, sich im Anschluss zu einem Schnupperkurs anzumelden.„Wir setzen jetzt erst einmal auf Breitensport“, sagt Anja Heise. Was aber individuelle Förderung je nach Bedarf oder Wunsch nicht ausschließe. „Dazu kommt, dass wir für die Mädchen auch eine Trainerin haben.“

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